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Jagdnachrichten

Jagdnachrichten (87)

Montag, 24 Februar 2020 17:16

Was ist Waldsponsoring?

geschrieben von

NABU Position zur Jagd - eine Analyse

Beim Waldsponsoring entsteht für die durch Trockenheit und Stürme leidgeprüften Waldbesitzer ein Interessanter Markt. Solidität ist gegenüber den bestehenden Anbietern gefragt

 

Mit Ausnahme von KMU (kleinen und mittleren Unternehmen) sind alle Unternehmen verpflichtet, einen sogenannten Energieaudit durchzuführen (siehe dazu auch Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle)

In diesem Audit wird durch einen anerkannten Energieauditor der gesamte Energieverbrauch des Unternehmens erfaßt. Gleichzeitig werden die verschiedenen Verbrauchsquellen analysiert und Empfehlungen zu ökonomischen und ökologischen Verbesserungen gegeben. Zwar ist nur der Audit als solches rechtlich zwingend (die Unterlassung ist bußgeldbewehrt), die daraus möglicherweise abzuleitenden Maßnahmen stehen jedoch rechtlich im Ermessen des Unternehmens

Trotz der rechtlichen Freiwilligkeit geraten Unternehmen jedoch unter zunehmenden Druck, sich klimaschonend aufzustellen. Dazu gehört zum einen die Vermeidung von Emissionen, insbesondere CO2-Emissionen, und zum anderen die Kompensation nicht vermeidbarer Emissionen. Dieser Druck kommt aus verschiedenen Richtungen:

+ Vertragspartner des Unternehmens sehen in ihren Einkaufsrichtlinien (für Güter und Dienstleistungen) zunehmend vor, dass dieses bestimmte Umweltstandards erfüllt. Diese werden vor Vertragsabschluss konkret abgefragt
+ in der Öffentlichkeit ist die Klimaneutralität bzw. -schädlichkeit von Produkten zunehmend ins Interesse gerückt (nicht erst durch Greta Thunberg); Greenwashing (siehe Krombacher Brauerei: „trinken für den Regenwald“) wird öffentlich abgestraft; Klimaschutzmaßnahmen werden von Kunden bzw. Käufern positiv aufgenommen
+ Klimaschutz gehört zur CSR (Corporate Social Responsibility) und wird von Mitarbeitern und Jobbewerbern eingefordert (letzteres wird angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels immer wichtiger)

- zur Kompensation des CO2-Fußabdrucks gibt es mehrere Modelle:

+ teilweise wird von den Verschmutzern unmittelbar eine Kompensation angeboten (Lufthansa, „Grüner Strom“ - teilweise ist das Strom aus Kohlekraftwerken unter Hinzukauf von CO2-Verschmutzungszertifikaten)
+ Erwerb von CO2-Kompensationszertifikaten (hier gibt es mittlerweile eine große Zahl, teilweise mit internationalen Standards) oder von Verschmutzungszertifikaten (European Emission Allowances), die z.B. in Deutschland an der EEX in Leipzig gehandelt werden und dem Inhaber das Recht der Emission von Schadstoffen gibt; bestimmte Unternehmen müssen solche Zertifikate erwerben, wenn sie die Umwelt über das vorgegebenen Maß verschmutzen, andere können ihre nicht benötigten Verschmutzungsrechte an der EEX verkaufen; eine Kompensation kann dadurch erreicht werden, dass Unternehmen Zertifikate erwerben, die sie eigentlich nicht benötigen, und dann vernichten (um sie aus dem Verkehr zu ziehen)
+ Anbieter verschiedener umweltverbessender Maßnahmen im In- und Ausland (z.B. Holzöfen in Afrika, Förderung von Filteranlagen in Entwicklungsländern, Baumpflanzungen im In- und Ausland)

- für Unternehmen, die eine größere Menge CO2 kompensieren wollen (z.B. ab 500to/Jahr) bietet sich eine maßgeschneiderte Maßnahme, z.B. das Sponsoring eines bestimmten Waldes an. Vorteile:

+ Transparenz und abgesicherte Mittelverwendung: insbes. im Ausland ist diese nicht immer gegeben; ausserdem besteht teilweise ein hohes Länderrisiko (Veruntreuung, mangelnde Unterstützung von Seiten der Regierung, wie etwa in Brasilien)
+ Möglichkeit der aktiven Einbindung der Mitarbeiter des Sponsors in forstwirtschaftliche Maßnahmen oder Führungen/Tagungen mit Forstbetrieb
+ hoher gesellschaftlicher Nutzen, der über CO2-Kompensation weit hinausgeht (Wasser- und Bodenerosionsmanagement, Luftverbesserung in umliegenden Zentren, Förderung von Naherholungszentren, Schutz weiterer Flora und der Fauna, etc)

- private Waldbesitzer sind durch die Kalamitäten der letzten Jahre (Orkane „Kyrill“, „Frederike“ und „Sabine“ sowie die Dürre in 2018 und 2019) besonders betroffen. Insgesamt müssen ca. 180.000ha Wald in Deutschland wieder aufgeforstet werden

- besondere betroffen sind Wälder in den östlichen Bundesländern, die nicht nicht nur von den Stürmen, sondern auch von der Dürre stärker betroffen waren.

- durch den Preisverfall wegen des Rohholzüberangebots sowie wegen steigenden Erntekosten ist der Reinertrag der Forstwirtschaft massiv eingebrochen und hat sich vielerorts in Verluste gewandelt, die auch durch öffentliche Förderprogramme nicht kompensiert werden können

- private Waldbesitzer sind daher auf zusätzliche Mittel angewiesen, um die erforderlichen Aufforstungen bzw. den Umbau der typischen Altersklassenwälder in Plenterwälder mit klimaresistenten Baumarten überhaupt durchführen zu können

- es können aber nur Flächen als Kompensation herangezogen werden, die keine Waldflächen nach dem Waldgesetz sind. Kompensazionsflächen sind also zusätzlich zur Verfügung stehende Flächen, die aufgeforstet werden können. Bei den Schadflächen, die vor den Kalamitäten  bewaldet waren, besteht eine gesetzliche Aufforstungspflicht nach dem Waldgesetz. 

- eine Möglichkeit könnte das o.g. Individuelle Waldsponsoring sein, das für beide Seiten zu einer „Win-Win-Situation“ führt: Unternehmen können ihre Klimaziele mit einem maßgeschneiderten Paket eines privaten Waldbesitzers erfüllen, der damit seinen Wald klimagerecht umbauen kann.

 

Sie haben weitere Fragen?

Sie sind Waldbesitzer und suchen Partner beim Waldsponsoring?

Sie sind ein Unternehmen und suchen im Rahmen von Corporate Social Responsibility einen vertrauensvollen seriösen Waldbesitzer?

Sie wollen Ihre Waldflächen als Kompensationsflächen anbieten?

Wir helfen Ihnen weiter. Melden Sie sich beim  Deutschen Jagdportal, Herrn Stefan Fügner unter 0178 6141856 oder email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

 

Das schlechte Umweltgewissen- der Ablasshandel des 21. Jahrhundert

Als die ersten Wölfe in der Lausitz vor einigen Jahren heimisch wurden, steiß deren Ansiedlung in unserer Kulturlandschaft bei der deutschen Bevölkerung auf große Begeisterung. Zumindest trifft das auf diejenigen Menschen zu, die nicht in und von unserer Kulturlandschaft leben müssen und in der Folge in der Stadt wohnen. Bei der Landbevölkerung und den Landnutzern sieht das ganz anders aus!
Es handelt sich bei den bedingungslosen Befürwortern in der Mehrheit um hoffnungslos naturverblödete Städter, die, ähnlich wie der Ablasshandel des Mittelalters, ihr schlechtes Umweltgewissen beruhigen wollen, indem sie sich für den Schutz unserer Natur einsetzen. Da ist es dann auch völlig gleichgültig, wenn der Funktionär einer Natur- oder Tierschutzorganisation keinerlei Kenntnisse über die komplexen Zusammenhänge der Natur hat. Im Gegensatz zum Bewohner der Kulturlandschaft, auch abfällig Landei genannt, ist der Städter mit Abstand der größte Resourcenvernichter unter den Menschen und das weiß er auch. Aus dieser Konstellation von schlechtem Umweltgewissen und völliger Naturverblödung hat sich seitens zahlreicher Tier- und Naturschutzverbände ein millionenschweres Geschäft entwickelt, sodass Naturschutzorganisationen schon die Umsätze von multinationaler Konzerne erreichen.

Ein aufklärerischer Martin Luther allerdings, der diesem millionenschweren Ablasshandel eine Ende bereitet, ist weit und breit nicht in Sicht!

Doch die unkontrollierte Verbreitung des Wolfes aus den Truppenübungsplätzen Sachsens, Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns in das wesentlich dichter besiedelte Niedersachsen macht ein Problem offensichtlich, was man schon aus dem Mittelalter kannte: Die Sehnsucht des Wolfes nach Schafen auf den Koppeln der Landnutzer. Die Schafrisse häufen sich und das sollte Anlass geben, das Problem des Wolfes in Siedlungsgebieten zu erklären.

Unterschied Kulturlandschaft - Wildnis

Ich bin immer wieder völlig entsetzt, wie wenig Kenntnisse bei den Städtern herrscht, wenn es um die Frage geht, wie denn diese städtische Gesellschaft mit Fleisch Brot und anderen Nahrungsmitteln versorgt werden soll . Unseren Städtern ist die Schaffung unserer Kulturlandschaft vor über 1.000 Jahren durch die Klöster völlig unbekannt. Schon die Benediktiner und Zisterzienser machten sich vor über 1.000 Jahren das Versorgungsproblem der damaligen Bevölkerung zu eigen und schufen unsere heutige Kulturlandschaft. Oberstes Ziel der Mönche war es, eine Landschaft zu schaffen, die einerseits den Menschen ernährt, damit es keine Hungersnöte mehr gab, andererseits die Resource Natur nicht verzehrt. Fast die gesamte Unterteilung unserer Kulturlandflächen (Äcker, Wiesen, Wald) gehen bis heute auf die Kartierung durch die Klöster zurück. Die Orte, an denen Dörfer und Mühlen entstanden, wurden durch die Mönche festgelegt. Alles hatte sich dem Grundsatz: "Die Harmonie von Natur und Mensch" unterzuordnen. Die "Nachhaltigkeit", heute in aller Munde, war bereits vor über 1.000 Jahren der Leitsatz bei der Schaffung unserer heutigen Kulturlandschaft durch die Klöster.

Doch auch die Umwandlung der Wildnisflächen in die Kulturlandschaften heutiger Zeit vollzog sich nicht ohne harte Kompromisse. Tiere, die keinen Schaden an den Kulturflächen anrichteten, wurden geduldet und standen als jagdbares Wild zur Bereicherung des Kochtopfes zur Verfügung. Alle anderen Tiere, die nicht mehr in diese Kulturlandschaft passten, wurden ausgerottet und wurden in die vom Menschen als Siedlungsgebiete untauglich erklärten Wildnisgebiete zurückgedrängt. Versuchten sie, die Kulturlandschaft wieder zurück zu erobern, wurden sie gnadenlos bejagt. Das galt nicht nur für den Wolf und den Bär. Auch für den Biber, der die mühsam entwässerten nährstoffreichen Schwemmlandflächen mit seinem Dammbau wieder unter Wasser setzte, war auf den Kulturlandflächen kein Platz mehr.

 

Was den Kindern in der Stadt der Mc Donalds, das ist dem Wolf in der Kulturlandschaft die Schafkoppel

 Nationalpark Hunsrück-Hochwald bietet bereits 200 Ranger-Touren

Nationalpark Hunsrück-Hochwald bietet bereits 200 Ranger-Touren

Hingehen, fressen, abhauen
Kinder und Wölfe lieben fast food!!!!

 

Doch wie erkläre ich als Jäger einem Städter, der völlig entrückt von der Natur den Unterschied zwischen Kulturlandschaft und Wildnis nicht kennt?

Hier hilft mir die dekadenteste Errungenschaft des Stadtmenschen weiter, das Fastfoodrestaurant:

So eine eingekoppelte Schafherde ist für den Wolf exakt das gleiche, was für unsere Kinder der Mc Donalds ist: Rund um die Uhr kann man da hingehen und lecker Happahappa machen, es ist immer was da, man kann dort ordentlich rumsauen ohne aufputzen zu müssen. Vor allem aber: Es gibt kein Abwasch und kein Tisch decken. Einfach nur hingehen, fressen und abhauen. Die Kinder finden das total geil!!!!
Exakt so sehen die Wölfe eine Schafherde in einer Koppel: Hingehen, fressen, abhauen. Und damit auch die jungen kleinen Wölfe schnell lernen, wie man das "Fastfoodrestaurant für Wölfe" findet, nimmt die Wolfmutter sie schon ganz früh mit dort hin.

Ich bin mal gespannt, wann der erste Wolfsflüsterer der Naturschutzverbände, bezahlt von Spenden aus dem "Umweltablasshandel" den Wölfen erklären soll, dass es für einen Wolf zwar sehr aufwenig aber dafür viel gesünder ist, in den Wald zu gehen und Wildschweine und Rehe zu fangen.

Wenn dieser Wolfsflüsterer dann die Wölfen von der Notwendigkeit der freie Jagd auf Wildtiere beigebracht hat und die Wölfe sich voller Ekel von den Schafherden abwenden, kann er danach direkt in den Schulen weitermachen und den naturentrückten Stadtkindern Mc Donalds ausreden und das Kochen beibringen.

waidmansnheil

 

Euer

 

stefan

 

Dieser Artikel erschien erstmalig am 7.2.2015 auf Jagdglog-das etwas andere Jagdtagebuch

Der Bayerische Jagdverband (BJV) ist entsetzt über die Wintergatterabschüsse in Kaisers im Lechtal, Tirol.

33 Stück Rotwild wurden niedergemetzelt

BJV lehnt Wintergatterabschüsse kategorisch ab

Jagd muss immer tierschutzgerecht bleiben, auch im Seuchenfall

Feldkirchen, 10. Februar 2020 (gh): Grausame Szenen müssen sich letzte Nacht in einem Wintergatter in Tirol abgespielt haben. Auf Anordnung der Landesveterinärbehörde wurde dort als Seuchenbekämpfungsmaßnahme gegen Tuberkulose das Feuer auf Rotwild im Gatter eröffnet. 33 Tiere wurden vor ihren Artgenossen auf engstem Raum niedergemetzelt. Auch nach 45 Minuten, so Augenzeugen, sollen noch nicht alle Tiere tot gewesen sein. „Die Zäune des Gatters sind blutverschmiert. Die Tiere liegen übereinander und direkt am Zaun. Es ist davon auszugehen, dass sie in grenzenlose Panik gerieten und natürlich versucht haben, auszubrechen“, kommentiert BJV-Tierschutz-Expertin, Dr. Claudia Gangl auf Grund des dem BJV vorliegenden Fotomaterials.
Der Bayerische Jagdverband lehnt Wintergatterabschüsse kategorisch ab. Thomas Schreder, Biologe und BJV-Vizepräsident: „Ich bin entsetzt über solche Praktiken unter dem Deckmantel der Seuchenbekämpfung. Derartige Massenabschüsse von Rotwild im Gatter sind mit dem Tierschutz nicht vereinbar. Deshalb sind solche Maßnahmen mit dem BJV nicht zu machen.“
Auch in Bayern war die Tuberkulose beim Rotwild ein Thema. Doch gemeinsam mit der Staatsregierung, mit den Behörden, dem Tierschutz und den örtlichen Kreisvereinen und Hegegemeinschaften ist es dem BJV gelungen, eine solche Tierquälerei als Maßnahme abzuwenden. Seitdem beteiligen sich die Jägerinnen und Jäger in den vom Umweltministerium ausgewiesenen Landkreisen am Tuberkulosemonitoring. Die Untersuchungen haben gezeigt, dass es in Bayern keinen Seuchenzug gibt und die Tuberkulose bei Rotwild nur in seltensten Fällen nachgewiesen werden kann.

Thomas Schreder: „Wo bleibt da der Respekt vor dem Tier? Jagd muss immer tierschutzgerecht sein, auch im Seuchenfall.“

Jagd ist gelebter Naturschutz

Herausgeber: Bayerischer Jagdverband e.V., Hohenlindner Str. 12, 85622 Feldkirchen,
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Der Bayerische Jagdverband (BJV) ist ein staatlich anerkannter Naturschutzverband mit rund 50.000 Mitgliedern. Er ist die politische Vertretung der Jägerinnen und Jäger in Bayern
Haben Sie Fragen zu Themen rund um Wild, Jagd, Natur und Naturschutz? Interessieren Sie Zahlen und Fakten? Dann helfen wir Ihnen gerne weiter:
Pressesprecher: Thomas Schreder (ts),
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Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Presse: Dr. Gertrud Helm (gh),
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So genannte Ökojäger machen in den Medien mobil gegen die kleinste deutsche Hirschart - Der Bayerische Jagdverband (BJV) verurteilt diesen gnadenlosen Feldzug gegen das Reh

 

Schluss mit dem gnadenlosen Feldzug gegen Rehwild!

Der Bayerische Jagdverband unterstützt einen Waldumbau mit einer waidgerechten Jagd, mit Sachverstand und ohne Ideologie

Zu hoher Jagddruck schadet mehr als er nutzt

BJV ist wichtiger Partner beim Aufbau des Klimawaldes

 

Feldkirchen, 07.Februar 2020 (gh): Wachsam und vorsichtig zieht die Rehgeiß im Abendlicht langsam auf die Lichtung, ständig auf der Hut vor drohenden Gefahren. Neben ihr springen zwei muntere Kitze aus dem Wald. Sie sind noch ganz unbedarft. Doch ihre Mutter hat alles fest im Blick. – Ein Anblick, der jeden Naturfreund bis ins Innerste berührt. Ein Anblick, den viele Menschen aber kaum noch erleben dürfen. Denn das Reh ist heimlich geworden, es bleibt im sicheren Versteck. Der Grund: Rehe, die kleinste Hirschart in Deutschland, sind in Bayern unerwünscht. Sie werden zum Sündenbock für den Klimawandel, für Sturmschäden oder Bewirtschaftungsfehler.

Selbsternannte Ökojäger machen mobil gegen das Reh

Eine kleine Gruppe selbsternannter Ökojäger blasen zum Kampf gegen das Reh. Sie sehen im Rehwild den größten Feind des Waldes und kämpfen laut zahlreichen Medienberichten „mit dem Gewehr gegen den Klimawandel“. „Wo man nicht schießt, wächst der Wald nicht“, heißt die Parole. Fragen nach einer tierschutzgerechten Jagd und nach Muttertierschutz werden als Sentimentalität abgetan. Auch die sorgfältige Erzeugung eines wertvollen Lebensmittels spielt da oft keine Rolle mehr. Nur draufhalten und totschießen ist die Devise, wenn man die Statements aus dem so genannten Ökologischen Jagdverein hört.

Wald und Wild gehören untrennbar zusammen

Der Bayerische Jagdverband (BJV), verurteilt diesen Feldzug gegen das Rehwild scharf. Denn Wald und Wild gehören untrennbar zusammen. Neben dem Erhalt von Eiche, Buche und Tanne ist es für den BJV entscheidend, dass es auch den wildlebenden Tieren im Wald, wie Reh, Hirsch und Gams, gut geht und der Waldumbau nicht einseitig auf dem Rücken der Wildtiere umgesetzt wird. Thomas Schreder, Diplombiologe und Vizepräsident des BJV: „Die Bevölkerung will keinen Wald ohne Wild und Waldbau nur mit der Büchse ist der falsche Weg. Der Respekt vor dem Wild und der tierschutzgerechte Umgang mit den Wildtieren muss uns allen ein wichtiges Anliegen sein. Es ist die Verantwortung der rund 50.000 Jägerinnen und Jäger in Bayern, das zusammen mit den Grundeigentümern, der Politik und den Behörden zu realisieren. Jagdvorstände, Waldbesitzer, Jägerschaft, Behörden und Politik müssen gemeinsam nach Lösungen suchen.“

BJV unterstützt Waldumbau

Als staatlich anerkannte Vertretung der Jagd in Bayern, beteiligt sich der BJV selbstverständlich an den notwendigen und sinnvollen Maßnahmen zum Waldumbau mit der waidgerechter Bejagung. Schließlich sind der BJV und seine 158 Kreisvereine die entscheidende Organisation, die den Waldumbau flächendeckend mit einer waidgerechten Bejagung flankierend unterstützen kann.

Zuviel Jagddruck schadet dem Waldumbau

Um Fehler bei der Bejagung zu verhindern, um durch falsche Bejagungsstrategien die Wildschäden möglicherweise noch zu erhöhen, müssen in eine erfolgreiche Wildbewirtschaftung alle Faktoren einfließen, die einen erfolgreichen Umbau zum Klimawald ermöglichen und gleichzeitig den Ansprüchen unserer heimischen Wildtierpopulationen gerecht werden. Führende Wissenschaftler aus der Wildbiologie, der Veterinärmedizin und des Tierschutzes teilen diese Ansicht und warnen davor, mit einer falschen Bejagung, zu hohem, oft unnötigem Jagddruck und falschen jagdlichen Methoden, die Schäden im Wald zu verstärken statt zu mindern.

BJV ist wichtiger Partner beim Aufbau des Klimawaldes

Wildruhezonen, keine Jagdzeit in den Winter hinein, keine Verkürzung der Schonzeiten und Schaffung artgerechter Wildtierlebensräume stellen für den BJV einen wichtigen Teil des erfolgreichen Umbaus zum Klimawald dar. Eine klare Absage erteilt der BJV daher all denen, die versuchen, in kleinen ideologischen Gruppen mit einseitigen Sichtweisen unter dem Deckmantel der Ökologie den Waldumbau nur zu Lasten der Wildtiere umzusetzen.

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Warum sich Jäger und Naturschützer beim gemeinsamen Ziel des Naturschutzes so schwer tun.

Jagdverpachtung Rheinland-Pfalz

Illustration: Jagdmagazin Pirsch 3/2013

Vom gemeinsamen Nenner meilenweit entfernt.

In den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg stehen Reformen des Jagdgesetzes an. In allen 3 Bundesländern zeigt sich in der Diskussion zwischen den Verbänden das das gleiche Bild: Bei der Anhörung der Träger öffentlicher Belange, zu denen sowohl die Naturschutzverbände als auch die Jagdverbände gehören, scheinen die Ansichten zur Veränderung des Jagdgesetzes unüberbrückbar, obwohl sich alle Verbände satzungsgemäß dem Naturschutz verpflichtet haben. Für den außenstehenden Betrachter ist es zunächst nicht erkennbar, weshalb Verbände, die ein gemeinsames Ziel verfolgen, sich in allen Bundesländern derart feindselig gegenüber stehen. Nach monatelangem verbalem Schlagabtausch in den Medien scheint die Kommunikationsbereitschaft auf allen Seiten auf einem Tiefpunkt angelangt. Vom sprichwörtlichen gemeinsamen Nenner scheint man weiter denn je entfernt zu sein. Doch betrachtet man die Milieus, aus denen die Verbände ihre Mitglieder speisen, wird schnell klar, warum es für die Jagdverbände einerseits und die Naturschutzverbände andererseits trotz des gemeinsamen Ziels Naturschutz kaum Möglichkeiten des Konsens geben kann.

Gesamtgesellschaftliche Milieustudie

Für große Organisationen, die ihre Existenz auf Mitglieder stützen, ist es heute unabdingbar, Milieustudien anzufertigen. Diese Studien müssen, um Trends und Entwicklungen dazustellen, möglichst jährlich neu erstellt werden. Als Basis dient immer die aktuelle Milieustudie über die Gesellschaft als Ganzes. Diese ist problemlos zu beschaffen und wird alljährlich veröffentlicht.

Jagdverpachtung Rheinland-Pfalz

Parallel dazu wird eine Milieustudie über die eigenen Mitglieder erstellt, die im Zweifelsfall erheblich von der gesamtgesellschaftlichen Milieustudie abweichen kann. Die Gegenüberstellung der verschiedenen Milieustudien über einen mehrjährigen Zeitraum zeigen dann, wie sich eine Organisation parallel zur Gesamtgesellschaft entwickelt hat, bzw. in den nächsten Jahren entwickeln wird. Ob und wenn ja, wie eine Organisation sich danach auszurichten hat, entscheiden dann die Gremien der Organisation. Entscheidend alleine ist es, dass die Gremien verlässliche Daten erhalten, wie sich die Gesellschaft einerseits und ihre Mitglieder andererseits entwickelt haben, bzw. entwickeln werden. Entscheidend alleine ist es aber, dass erst nach Vorlage der Studien eine verlässliche Entscheidung gefällt werden kann. Würden uns nun die Milieustudien sowohl der Naturschutzverbände als auch der Jagdverbände vorliegen, würden wir sehr schnell erkennen, weshalb es zu keiner konstruktiven Zusammenarbeit der Verbände trotz völlig identischen Interessen (Naturschutz) kommt. Da keine verlässlichen Milieustudein der Jagd- und Naturschutzverbände vorliegen, kann man auch nur tendenziell die Milieuunterschiede der Verbände aus den eigenen Kenntnissen aufzeigen.

Das tendenzielle Milieu der Naturschutzverbände

Jagdverpachtung Rheinland-Pfalz

 

Jagdverpachtung Rheinland-Pfalz

Die Mitglieder der Naturschutzverbände sind, das ergibt sich aus dem Zuwachs der letzten Jahre, eher im jüngeren Umfeld zu suchen. Die hohen Spendeneinnahmen zeigen zudem, dass viele Mitglieder aus dem wirtschaftlich besseren Gesellschaftsschichten stammen. Der Anteil der Akademiker wird ebenfalls hoch sein. Diese Gruppe junger Akademiker weist heute im Lebenslauf in der Regel ein oder mehrere Auslandsaufenthalte nach und gilt als weltoffen und innovativen Ideen aufgeschlossen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich die Naturschutzverbände weit überdurchschnittlich mit Mitgliedern und Spendern aus dem „sozial-ökologischen“ und des „adaptiv-pragmatischen Milieus“ speisen.

Das tendenzielle Milieu der Jagdverbände

Jagdverpachtung Rheinland-Pfalz

 

Jagdverpachtung Rheinland-Pfalz

Bei den Jagdverbänden zeigt sich, völlig im Gegensatz zu den Naturschutzverbänden, ein ganz anderes Bild. Eine völlig überalterte Mitgliederschaft ist sicherlich weit davon entfernt, Mitglieder zu haben die dem performenden oder expeditivem Milieu angehören. Im Gegenteil, die in den Verbänden organisierte Jägerschaft kann als überwiegend dem „konservativ etablierten“ und „traditionellen Milieu“ zugeordnet werden. Da Spender, das ergibt sich aus der Logik, überdurchschnittlich wohlhabend sein müssen, um überhaupt spenden zu können und da die Jagdverbände faktisch kein Spendenaufkommen besitzen, wird das traditionelle Milieu gegenüber dem konservativ etablierten Milieu noch überwiegen. Durch die häufig lokal lebenden Mitglieder der Jagdverbände fehlt es oft an globalem Denken, was die Zugehörigkeit zu den überwiegenden Milieugruppen verstärkt.

Mediation durch einen Mediator aus dem "Milieu der bürgerliche Mitte"

Jagdverpachtung Rheinland-Pfalz

Natürlich zeigen solche Studien nur Tendenzen auf. Wenn aber zwei Organisationen ihre Mitglieder und Unterstützer aus überwiegend zwei so unterschiedlichen Milieus speisen, wird offensichtlich, dass sich selbst bei nahezu identischen Satzungszielen erhebliche Kommunikationsprobleme ergeben. Es geht hier eben schon lange nicht mehr um die Sache, sondern um die Vormachtstellung einer bestimmten Milieugruppe beim Thema Naturschutz. Beide Gruppen sind aufgrund ihrer Zugehörigkeit weit auseinanderliegender Milieus zu einer sachliche Diskussion nicht fähig. Es bedarf einer Mediation durch einen Mediator aus dem Milieu der bürgerlichen Mitte, um eine Brücke zwischen den tendenziell so unterschiedlichen Milieus der Verbände zu schlagen.

waidmannsheil

Euer

stefan

Der Artikel erschien erstmalig am 21.10.2013 auf dem Jagdblog- das etwas andere Jagtagebuch

Die Deutsche Wildtier Stiftung reicht die erste geröhrte Petition offiziell beim Landtag Baden-Württemberg ein

Freiheit für den Rothirsch! Über 36.000 Hirschfreunde unterstützen die erste geröhrte Petition „Freiheit für den Rothirsch“ der Deutschen Wildtier Stiftung mit ihrer Stimme. Die Petition wurde jetzt offiziell beim Landtag Baden-Württemberg eingereicht. Jede Stimme steht für eine Sekunde Hirschröhren – unterm Strich ergeben die Stimmen der Unterzeichner über zehn Stunden donnerndes Röhren!

Hintergrund der Aktion: Der Rothirsch darf in Baden-Württemberg nur in fünf gesetzlich festgelegten Rotwildbezirken existieren. Diese Gebiete umfassen etwa 4 % der Landesfläche. „Kein anderes Bundesland gibt dem Hirsch so wenig Platz zum Leben wie Baden-Württemberg“, erklärt Hilmar Freiherr von Münchhausen, Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung.

Jetzt muss der Landtag reagieren. „Der Petitionsausschuss holt nun vom Landwirtschaftsministerium Baden-Württemberg eine Stellungnahme ein“, so Münchhausen. „Bis zur Vorlage dieser Stellungnahme sammeln wir weiter Stimmen für den Rothirsch“, sagt Hilmar Freiherr von Münchhausen. Die bestehende baden-württembergische „Rotwildrichtlinie“ auf Basis einer völlig veralteten gesetzlichen Regelung von 1958 läuft in diesem Jahr aus. „Sie darf aus Sicht der Deutschen Wildtier Stiftung nicht verlängert werden“, fordert Münchhausen.

Klicken Sie hier: www.HilfdemHirsch.org

Eva Goris
Pressesprecherin
Telefon: 040 9707869-13
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.DeutscheWildtierStiftung.de

Naturschule

 

Samstag, 01 Februar 2020 19:38

Jagd in Bayern – gefragt wie nie

geschrieben von

Entgegen dem Trend in Deutschland, hat die Zahl der Jagdprüfungen in Bayern wieder zugenommen
Bayerischer Jagdverband (BJV), die offiziell anerkannte Vertretung der Jagd in Bayern und anerkannter Naturschutzverband
Der BJV wird immer jünger und weiblicher
Fast 2.300 Frauen und Männer sind 2019 in Bayern zur Jägerprüfung angetreten. Im Gegensatz zum bundesweiten Trend hat die Zahl der Jägerprüflinge in Bayern auch heuer wieder zugenommen.

Die staatliche Jägerprüfung ist die Voraussetzung, um einen Jagdschein zu lösen. Sie umfasst viele unterschiedliche Fachgebiete, wie Wildbiologie, Jagdpraxis, Waffenkunde, Hundewesen, Fleischhygiene, Naturschutz, Land- und Forstwirtschaft, Jagd-, Waffen-, Tier- und Naturschutzrecht. Die anspruchsvolle Prüfung – sie wird nicht ohne Grund „Grünes Abitur“ genannt – besteht aus drei Teilen: einem schriftlichen Teil, einem mündlichen Teil und einem praktischen Teil, auf dem vor allem der sichere Umgang mit der Waffe geprüft wird. Für die Vorbereitung auf die Jägerprüfung bieten die BJV-Kreisgruppen und Jägervereine Ausbildungskurse an.

Das Interesse am Jagdschein ist so hoch wie nie

„Jagdschein machen“ ist in, ganz besonders bei jungen Frauen. „Ein Grund für das große Interesse an der Jagd, ist die zunehmende Sensibilisierung der Menschen für die Natur, für ökologische Zusammenhänge, für Artenschutz, Wildnis und die Sehnsucht nach Naturerleben hautnah“, so BJV-Vizepräsident, Biologe und Ausbildungsleiter im BJV, Thomas Schreder.

Die Jagd in Bayern ist attraktiv und notwendig

Bayern ist flächenmäßig das größte Jagdland in der Bundesrepublik und bietet eine Vielfalt an Lebensräumen und heimischen Wildtieren, wie sie sonst kaum zu finden sind: Bergreviere mit Gams und Rotwild, klassische Feldjagden mit Reh, Hase, Fasan und Rebhuhn, typische Schwarzwild-Reviere in ausgedehnten Eichen- und Buchenwäldern oder eine spannende Wasserjagd an den vielen Flüssen und Seen. Die Jagd sorgt für einen artenreichen und gesunden Wildbestand in einem ausgewogenen Verhältnis zu seinen natürlichen Lebensgrundlagen.

Der Bayerische Jagdverband – ein moderner Naturschutzverband

Attraktiv ist für viele neue Jagdscheininhaber auch die Mitgliedschaft im Bayerischen Jagdverband und seinen Kreisverbänden. Der BJV ist die alleinige offiziell anerkannte Vertretung der Jägerinnen und Jäger in Bayern und eine starke Stimme für die Jagd und unser Wild. Neuausgerichtet weg vom grünen Lodenimage hin zu einem zeitgemäßen Interessensverband spricht der BJV die Neuansteiger an.

Der BJV wird jünger und weiblicher

Von 70.000 Jagdscheininhabern in Bayern sind knapp 50.000 im BJV organisiert, Tendenz steigend. Die Zahl der Mitglieder steigt kontinuierlich an. In den letzten 5 Jahren konnte der BJV rund 3.300 zusätzliche Mitglieder gewinnen, der Zuwachs lag bei knapp 7 Prozent, so hoch wie noch nie. Dabei wird der Verband jünger und weiblicher. Fast 18 Prozent der Mitglieder sind unter 40 Jahre alt, der Anteil der über 60jährigen liegt nur noch bei 45 Prozent. Der Anteil an Jägerinnen liegt bei knapp 10 Prozent, auch hier Tendenz steigend. In den Ausbildungskursen liegt der Anteil der Jägerinnen heute schon bei fast 30 Prozent.

Datei: Pressemitteilung Jagd in Bayern (PDF-Datei)

Jagd ist gelebter Naturschutz

Herausgeber: Bayerischer Jagdverband e.V., Hohenlindner Str. 12, 85622 Feldkirchen,
Tel.: 089 / 990 234-0, Fax: 089 / 990 234-35, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!,
Web: www.jagd-bayern.de

Der Bayerische Jagdverband (BJV) ist ein staatlich anerkannter Naturschutzverband mit rund 50.000 Mitgliedern. Er ist die politische Vertretung der Jägerinnen und Jäger in Bayern
Haben Sie Fragen zu Themen rund um Wild, Jagd, Natur und Naturschutz? Interessieren Sie Zahlen und Fakten? Dann helfen wir Ihnen gerne weiter:
Pressesprecher: Thomas Schreder (ts),
Tel. 089 – 990 234 77, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit und Presse: Dr. Gertrud Helm (gh),
Tel.: 089 – 990 234 38, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Wie so oft basiert ein qualitativ hochwertiges und erfolgreiches Produkt und dessen Anwenderfreundlichkeit auf einer stetigen Produktpflege. Mit "Das gibt´s doch…" ist der seit Jahrhunderten gebräuchliche Jagd- oder Pirschstock gemeint.

Warum ist unser "EASYMOUNTAINSTICK (EMS-Jagd)" nun so anders? Ganz einfach, er ist teleskopierbar. Dies ist eine Eigenschaft, die es natürlich bei unzähligen Varianten von Zielstöcken gibt, welche jedoch nur eine begrenzte Belastbarkeit zulassen bezüglich Aufstützen beim Gehen in bergigem oder unwegsamen Gelände. Kurzum, der EMS-Jagd vereint die Vorteile eines Einbein-Zielstockes mit der Belastbarkeit eines Pirschstockes in Verbindung mit einer absolut sicheren Teleskopier- und Arretierfunktion in drei Längen-Einstellungen: 130 / 180 / 220cm. Darüber hinaus sorgt der EMS-Jagd durch den hohen Aufstützeffekt beim Bergabgehen für eine enorme Knieentlastung und bergauf für eine deutliche Krafteinsparung in den Beinen. Knieschmerzen bergab - ein Problem, über das aus unserer Erfahrung z.B. viele Bergwanderer klagen.

Vermutlich hat es nun der aufmerksame Leser schon erkannt: eine Teleskopierbarkeit kann nur in einem hohlen Gegenstand erfolgen - in unserem Fall bestehend aus zwei hochfesten GFK-Rohren. Somit liegt es natürlich in der Natur der Sache, dass der EMS-Jagd im Vergleich zu einem herkömmlichen Haselnussstock deutlich leichter ist. Dies dürfteim unwegsamen Gelände ein gravierender Vorteil sein. Last but not least ist der EMS-Jagd mit einer Spitze aus einem Kunststoff-Stahlverbund mit kleinem sog. Teller versehen, was einem Einsinken in weichem Waldboden vorbeugt oder in der Lang-Einstellung das sichere Überspringen von Bachläufen/Gräben ermöglicht.

Zur Komplettierung des EMS-Jagd bieten wir als Zubehör selbstverständlich eine Zielauflage mit Schnellverschluss an, die komfortabel in unterschiedlichen Positionen an jedem Jagdstock mit einem Durchmesser von 17 bis 35mm angeclipt werden kann.

 

Um nun die eingangs erwähnte Produktpflege auf den Punkt zu bringen, bieten wir demnächst einen EMS-Jagd in Echtholzrohr-Ausführung an, welche noch einmal deutlich leichter sein wird. Als äußerst angenehm ist hier natürlich die Oberflächenhaptik von Holz hervorzuheben, wodurch das angenehme Gefühl eines herkömmlichen Haselnussstockes erreicht wird.

Es würde mich sehr freuen wenn unser EMS-Jagd bei der Jägerschaft auf Interesse stößt. Alle weiteren Details entnehmen sie bitte unserer unten stehenden Homepage.

Waidmannsheil

Frederic König
Technische Leitung

creativwerk
Entwicklung & Design
Gailling 22a
85625 Baiern
Tel. +49(0)8093/9048970
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Homepage: www.easymountainstick.de

 

 

Beyer: „Das ist ein Tiefpunkt der Debatte und eines Naturschutzverbandes unwürdig! Die SDW wird sich ungeachtet der NABU-Äußerungen weiter konsequent und unbeirrbar für den Waldnaturschutz ein-setzen“.
Eberswalde  Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) in Brandenburg hat sich angesichts jüngster Falschbehauptungen und Unterstellungen durch den Landesvorsitzenden des NABU entsetzt gezeigt. „Ich hätte es noch Anfang der Woche nicht für möglich gehalten, dass sich ein ehemaliger Staatsbediensteter dermaßen öffentlich vergisst“, so der Vorsitzende der Schutzgemeinschaft Gregor Beyer. Die der SDW nur über Umwege zugegangene NABU-Pressemitteilung vom Mittwoch dieser Wo-che sei ein Tiefpunkt in der umweltpolitischen Debatte des Landes. Zudem stelle sich die Frage, was den Vertreter eines der größten Grundbesitzer in Brandenburg (= NABU) dazu bringe, derart diskredi-tierend über Initiativen herzuziehen, die in landespolitischer Verantwortung klimaschützende Lösungen für eine zukunftsträchtige Industieransiedlung und den Schutz unserer Kulturlandschaft vorschlagen.

Die SDW stellt daher klar: Die NABU-eigenen Vorschläge für die Eingriffskompensation sind augen-scheinlich nicht ansatzweise konkurrenzfähig, weil Stückwerk, im ganzen Land verteilt und weder ver-gleichsweise kompakt noch so eingriffsnah, wie das in Rede stehende Konzept. Demgegenüber bietet das von der SDW befürwortete Grundeigentümerbündnis „Wald für Wald pro TESLA“ ein unter Klima-schutzaspekten wirksames und in diesem Umfang beispielloses Aufforstungsprojekt. Es kann nicht nur arme Kiefernmonokulturen durch artenreichen Mischwald ersetzen, sondern im Ergebnis mehr als drei-mal so viel neuer standortangepasster und klimastabiler Wald bei intensiver und ausdrücklich ge-wünschter forstfachlicher Begleitung durch die wissenschaftlichen Einrichtungen in Eberswalde geschaffen werden.
„Die SDW als Naturschutzverband wäre doch mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn sie ein solches Vorhaben nicht mit allem Nachdruck unterstützt. Mir ist völlig unbegreiflich, wie sich der NABU, zumin-dest aber sein Landesvorsitzender, gegen ein solches musterhaftes Waldaufforstungsprojekt stemmen kann. Anderswo kämpft der NABU um jeden einzelnen Baum. Hier versucht er, einen ganzen Wald zu verhindern, der so eingriffsnah und klimastabil wie möglich entstehen soll. Und das in Zeiten, wo wir uns um unsere Wälder solche Sorgen machen. Ich finde das für einen Verband, der das Wort Natur-schutz im Namen führt, nicht nur fachlich neben der Spur, sondern schlicht unwürdig“, so Gregor Beyer.

Offenbar ließen die TESLA-Pläne beim NABU die Dollarzeichen in den Augen leuchten. Da könne es dann schon einmal vorkommen, dass man es mit den Fakten nicht mehr so genau nehme, von „Erpres-sungsversuchen“ schwafele und z.B. die Mitgliedschaft von Naturschutzverbänden im Forum Natur „ver-gesse“. Anstatt sinnvolle Naturschutzprojekte Dritter zu verunglimpfen, solle der NABU der Öffentlichkeit eher seine Doppelzüngigkeit erläutern. Vor Ort betreibe er eine Verhinderungsstrategie seines Kreis-verbandes, der öffentlich zur Unterstützung aller Initiativen gegen die Giga-Factory aufruft, während der Landesverband so tut, als „prüfe“ er das Projekt unvoreingenommen und ernsthaft. Gleichzeitig lässt sich die NABU-Geschäftsführerin im Tagesspiegel Anfang Januar zitieren, dass der Kieferwald, für den anderswo ein Ersatzwald aufgeforstet werden soll, kein gravierendes Problem sei. Die ökologischen Auswirkungen seien überschaubar.
Gregor Beyer zeigt sich überzeugt: „Der NABU wäre doch wohl ohne Zweifel der Erste, der selbst von Klagerechten Gebrauch machen würde, wenn sich auch nur der geringste aufspießbare Mangel bei dem Projekt zeigt, sofern der geforderte Ausgleich für den Eingriff in Natur und Landschaft nicht auf NABU-eigenen Spielwiesen stattfindet. Von Erpressungsversuchen, wie Herr Schmitz-Jersch, würde ich in diesem Zusammenhang nicht sprechen wollen, wohl aber von Heuchelei“, so Gregor Beyer ab-schließend.

Zusammenfassend bleibe es für die SDW dabei: Es geht um die Rodung von Wald, der kompensierbar ist. Dafür gilt: Wald muss Wald bleiben oder wieder Wald werden!

Gregor Beyer

 

SDW Brandenburg e.V.

Geschäftsführer Felix Mueller

+49 (3334) 2779133
+49 (151) 74122895
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https://www.sdw-brandenburg.de
Brunnenstraße 26a, 16225 Eberswalde

 

Thesen der SDW Brandenburg zur Versachlichung der TESLA-Debatte

Seit Ende letzten Jahres nimmt in der politischen wie öffentlichen Debatte das Vorhaben der Firma TESLA, im brandenburgischen Grünheide eine „Gigafactory“ zur Produktion von Elektroautomobilen errichten zu wollen, einen breiten und emotional intonierten Raum ein. Da die Umsetzung dieses Vor-habens mit der notwendigen Rodung nicht unbedeutender Waldflächen verbunden ist, sind essenzielle Fragen des Schutzes unserer heimischen Wälder berührt.
Nach gegenwärtigem Kenntnisstand wurde das Bauvorhaben in mehrere planerische Phasen unterteilt. Während der ersten Phase, welche bis Ende Februar 2020 andauern soll, ist die Rodung eines Wald-gebietes mit einer Ausdehnung von etwa 94 Hektar geplant. Das Waldgebiet ist nahezu ausschließlich von der Baumart Kiefer geprägt und weist daher eine vergleichsweise geringe Artenvielfalt auf. Bei Ab-schluss der letzten planerischen Phase soll der Waldbestand um weitere 60 Hektar gerodet werden. Der Autobauer stellt in Aussicht, die durch das geplante Bauvorhaben entstehenden Beeinträchtigungen der Natur um ein Dreifaches über der nach §15 Bundesnaturschutzgesetz vorgeschriebenen Gesetz-gebung zu kompensieren.
Die SDW Brandenburg betrachtet es mit Sorge, dass insbesondere in jüngster Zeit politische Stimmen laut geworden sind, die die Frage der notwendigen Kompensation geplanter Waldrodungen missbrau-chen, um insgesamt und aus offenbar anderweitig gelagerten Motiven Stimmung gegen das geplante Vorhaben zu machen. Die SDW lehnt diese Instrumentalisierung des berechtigten Schutzansatzes für unsere Wälder ab und ruft zu einer Versachlichung der Debatte auf. Zweifelsfrei kann der leider nicht vermeidbare Waldverlust real ausgeglichen werden.
Als Reaktion auf das geplante Vorhaben hat sich zudem jüngst eine mit hoher waldbaulicher Kompetenz ausgestattete Initiative gegründet, welche in Aussicht stellt, Flächen zur Kompensation in unmittelbar räumlicher Nähe zu dem geplanten Werksgelände zur Verfügung stellen zu können. Sie ist darüber hinaus in der Lage, die administrativen und technischen Voraussetzungen für die Wiederaufforstung zu leisten und erklärt sich bereit, alle damit verbundenen Aufgaben zu übernehmen. Vor diesem Hinter-grund reduzieren sich aus Sicht des brandenburgischen Landesverbandes der SDW die Bedenken nicht auf die Frage nach dem „ob“, sondern auf die Frage nach dem „wie“.
Konkret heißt das: Die SDW Brandenburg fordert TESLA auf, Kompensationsleistungen gänzlich in Projekte zur Neuaufforstung artenreicher und klimastabiler Mischbestände einfließen zu las-sen. In dem Zusammenhang gilt es zu beachten, dass Waldbesitzer nur dann unterstützt werden soll-ten, wenn mithilfe der Maßnahmen künftig arten- und strukturreichere Mischwälder erzielt werden kön-nen. Vor diesem Hintergrund formuliert die SDW Brandenburg die nachfolgenden 10 Thesen für die weitere Begleitung des Vorhabens:

1) Bei den zur Rodung in den verschiedenen Phasen des Bauvorhabens anstehenden Waldflä-chen handelt es sich weitgehend um Kiefernreinbestockungen jüngerer und mittlerer Altersklas-sen, die ausnahmslos realkompensationsfähig sind. Es sind bislang keinerlei Waldflächen oder Einzelbaumindividuen im Vorhabensgebiet bekannt, die aufgrund ihres herausgehobenen
Biotopwertes nicht ausgeglichen werden könnten, bzw. deren Werthaftigkeit die Möglichkeit für eine Realkompensation als fraglich erscheinen ließe.

2) Die SDW begrüßt es, dass die Firma TESLA unabhängig von der rechtlichen Verpflichtung zum Ausgleich des Eingriffs in die Waldbestände im Verhältnis 1:1 eine freiwillige Überkompensation im Faktor drei angekündigt hat. Da zu vermuten ist, dass der ausstehende immissionsschutzrechtliche Bescheid für das Vorhaben die gesetzliche Kompensation regeln wird, fordert die SDW zeitgleich mit der Bescheiderteilung den Abschluss eines zivilrechtlichen Vertrages, in welchem TESLA die Überkompensation verbindlich und mit einklagbarem Rechtsanspruch mit einem - vorzugsweise der Flächenagentur Brandenburg - oder aber mehreren Partnern regelt.

3) Die Kompensation der Rodungsflächen darf ausschließlich durch Begründung neuer Waldflächen oder aber durch ökologische Wertverbesserung bestehender Waldflächen vorgenommen werden. Bei der Bilanzierung der Kompensation ist daher strikt zwischen dem realen Entstehen neuen Waldes und der Wertverbesserung bestehenden Waldes in einem angemessenen Verhältnis zu unterscheiden. Die Firma TESLA hat eine solche Ausgleichsbilanzierung im Detail und flächenscharf der Öffentlichkeit gegenüber darzulegen.

4) Zweifelsfrei sind als Kompensationsleistung langfristig Waldstrukturen zu entwickeln, die sich durch eine messbar höhere Widerstandsfähigkeit auszeichnen. Gerade im Hinblick auf künftig zu erwartende Klimaereignisse ist diese Option aus forstfachlicher Sicht als eine enorme Chance für klimaangepasste Waldetablierungs-, bzw. Umbaumaßnahmen zu betrachten.
Nicht zu vergessen ist dabei das zukunftsträchtige und klimafreundliche Profil von TESLA sowie die absehbar positiven, sozioökonomischen Gesamteffekte.

5) Die SDW Brandenburg lehnt es grundsätzlich ab, dass Kompensation von Wald durch Maßnahmen realisiert wird, die normales forstliches Handeln eines Waldeigentümers
darstellen. Dazu zählen insbesondere Pflanzungen im Rahmen von Vor- oder Unterbauten, die im Rahmen mittel- oder langfristig geplanter Holzerntemaßnahmen erforderlich gewesen wären. Kompensationsmaßnahmen müssen immer eine Maßnahme darstellen, die vom Waldeigentümer im Rahmen planmäßigen forstlichen Handelns nicht vorgesehen gewesen wären und die langfristig auf eine ökologische Wertverbesserung des Bestandes abzielen.

6) Die SDW Brandenburg lehnt außerdem grundsätzlich Kompensationsmaßnahmen ab, die keinen thematischen Zusammenhang zum Schutz von Wäldern begründen oder aber auf Wälder abstellen, z. B. Bruchwälder, die keinen thematischen Zusammenhang zu den zum Ausgleich
anstehenden Waldbildern auf terrestrischen Sandstandorten erkennen lassen. Insbesondere lehnt die SDW eine Kompensation in Form von fachfremden Naturschutzprojekten ab, deren primäre Wirkung darin läge, dass finanzielle Mittel in die Haushalte von Naturschutzverbänden und/oder Stiftungen umgeschichtet werden, ohne dass es zur Realkompensation des Waldverlustes kommen würde.

7) Ferner ist sicherzustellen, dass die als Kompensation umgesetzten Maßnahmen auch über den gesetzlich vorgesehen Abnahmezeitraum von fünf Jahren hinaus weiterbegleitet werden und durch langfristige Pflege stabile Waldgesellschaften entstehen, die auf den entsprechenden Standorten klimastabile Wälder gewährleisten. Dabei ist auf eine begleitende Pflege für mindestens 30 Jahre abzustellen und die langfristige pflegerische Nutzung auf den Flächen muss gewährleistet sein. Ein aktives Pflegekonzept, welches ökologischen- und forstökonomischen Gesichtspunkten nachhaltig gerecht wird, ist konsequent und nachweisbar umzusetzen und der „Verwilderung“ der Flächen durch Sukzession vorzuziehen.

8) Die SDW Brandenburg sieht sich neben der Notwendigkeit einer politischen und juristischen Begleitung des Investitionsvorhabens von TESLA in der Pflicht, einen praktischen Beitrag dazu zu leisten, dass das insgesamt innovative und industriepolitisch für Brandenburg überaus bedeutsame Vorhaben von TESLA real verwirklicht werden kann und die zweifelsfrei bestehenden Entwicklungspotentiale für die betroffene Region um Grünheide eintreten. Aus diesem Grund ist die SDW bereit, sich auch praktisch in die Bereitstellung von „Ausgleich- und Ersatzflächen“ einzubringen und hat dazu mit regionalen Partnern das Projekt „Wald bleibt Wald für TESLA“ mitinitiiert. Im Rahmen dieses Projektes sollen unter Unterstützung der SDW, des Landesforstbetriebes Brandenburg (LFE) und der wissenschaftlichen Begleitung durch das Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde (LFE) 300 Hektar Wald als Realkompensation nachhaltig und dauerhaft entwickelt werden.

9) Unabhängig von der Betroffenheit rund um die notwendige Waldrodung und deren Ausgleich ist es nach Auffassung der SDW unzweifelhaft, dass das Thema der Bereitstellung von Wasser bzw. dessen zukünftigen Verbrauchs im Rahmen der Inbetriebnahme der Gigafactory, die eigentliche planerische Herausforderung darstellt. Die SDW geht daher davon aus, dass die langfristige Verfügbarkeit des Wasserbedarfes in enger Zusammenarbeit mit der regionalen und überregionalen Wasserwirtschaft geklärt wird. Dabei sind die noch ausstehenden wasserrechtlichen Genehmigungen insbesondere auch unter dem Gesichtspunkt zu erlassen, dass es langfristig zu keinerlei Beeinflussungen des Landschaftswasserhaushaltes kommt, die zu Schäden oder Zuwachsminderungen an den Waldbeständen in den betroffenen Landkreisen führen könnten. 

10) Über Vorgenanntes hinaus ist sich die SDW Brandenburg bewusst, dass das Investitionsvorhaben von TESLA in einem ungewöhnlich kurzen - aber investitionspolitisch durch aus sinnvollem - Zeithorizont verwirklicht werden soll. Damit hat das Vorhaben auch rechtlich und planungsseitig Modellcharakter und ist gesellschaftspolitisch von besonderem Interesse. Die SDW geht gegenwärtig davon aus, dass die sich ergebenden Fragen rund um „Ausgleich- und Ersatz“ für die Eingriffe in die bestehenden Waldgesellschaften gelöst werden können. Sie lässt jedoch keinerlei Zweifel daran, dass sie gerade wegen des bestehenden Modellcharakter konsequent den Weg der Verbandklage beschreiten wird, wenn sich Bescheidung und/oder Umsetzung der Kompensation entgegen den vorgenannten Erwartungen als defizitär erweisen sollten. 


Potsdam, 26.01.2020 Beschlossen durch den Landesvorstand des SDW Landesverbandes Brandenburg.

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