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Zu Guttenberg: Beitrag zum Klimaschutz durch Entscheidung des Parlamentes bestätigt

Das Europaparlament hat die Einwände der Waldeigentümer bei ihrer gestrigen Abstimmung über die LULUCF-Verordnung (land use, land use-change und forestry) aufgenommen, mit der die Treibhausgasaufnahme und -emissionen in der Land- und Forstwirtschaft erfasst werden sollen. „Dies ist ein Etappensieg für die nachhaltige Forstwirtschaft in Europa“, sagte Philipp zu Guttenberg, Präsident der AGDW – Die Waldeigentümer, „damit wird ihr Beitrag zum Klimaschutz und zur Bioökonomie deutlich anerkannt.“
Die Abgeordneten des Europaparlaments haben sich gestern u.a. mehrheitlich für flexible Regeln hinsichtlich der Waldnutzungsgrenzen entschieden. Jetzt gelte es, so der AGDW-Präsident, in den anstehenden Trilogverhandlungen zwischen EU-Kommission, Parlament und Rat das volle Potential der nachhaltigen Waldbewirtschaftung und des nachgelagerten Holz- und Papiersektors als einen wichtigen Baustein zur Abschwächung des Klimawandels zu verankern. Zu Guttenberg: „Forst und Holz leisten einen enorm wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zum Ausbau der Bioökonomie. Gottseidank ist das auch in Brüssel angekommen und verstanden worden!“
Die LULUCF-Verordnung ist die dritte Säule der EU-Klimaschutzpolitik, die das Pariser Klimaschutzabkommen in den EU-Mitgliedstaaten umsetzt. Da Bäume beim Wachstum CO₂ aufnehmen und der Kohlenstoff auch in langlebigen Holzprodukten gespeichert wird, leistet der Sektor Forst und Holz einen wertvollen Beitrag zur Reduzierung der Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre.
Immerhin nehmen Europas Wälder laut Eurostat jährlich rund zehn Prozent der gesamten EU-Treibhausgasemissionen auf. Mit Auslaufen des Kyoto-Protokolls (2020) und zur Umsetzung des Pariser Abkommens will die EU das weltweit erste LULUCF-Anrechnungssystem installieren. Bislang waren die EU-Mitgliedstaaten lediglich verpflichtet, über ihre Treibhausgasaufnahme und -emissionen zu berichten.

Mit freundlichen Grüßen

Larissa Schulz-Trieglaff
Pressesprecherin

AGDW - Die Waldeigentümer
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AGDW – Die Waldeigentümer und bayerische Waldbesitzer mit Gemeinschaftsstand beim Bürgerfest des Bundespräsidenten/Gelebter Generationenvertrag und ehrenamtlich Engagierte standen im Vordergrund

In diesem Jahr haben die Waldeigentümer bereits das zweite Mal mit einem eigenen Stand am Bürgerfest des Bundespräsidenten im Park von Schloss Bellevue teilgenommen. Wie bereits in den vergangenen Jahren stand die Würdigung des ehrenamtlichen Engagements im Vordergrund der Veranstaltung. „Die ehrenamtlich Engagierten müssen viel stärker in den Vordergrund rücken“, sagte Philipp zu Guttenberg. „Ohne das Ehrenamt würden unsere Strukturen wie ein Kartenhaus zusammenklappen.“ Partner des Gemeinschaftsstandes der AGDW – Die Waldeigentümer waren dieses Mal der Bayerische Waldbesitzerverband und die Forstwirtschaftliche Vereinigung Oberpfalz.

Höhepunkt war der Besuch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und von seiner Frau Elke Büdenbender am Stand der Waldeigentümer. Zu Guttenberg hatte dem Bundespräsidenten ein Holzkunstwerk, ein fast zwei Meter großes Relief, übergeben, das der spanische Künstler Damián Valles Castro angefertigt hatte.

Des Weiteren hatten die Waldeigentümer eine Reihe prominenter Gäste aus Politik und Kultur: Darunter waren Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt, Staatssekretär Dr. Hermann Onko Aeikens, der österreichische Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter, der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, sowie der Entertainer und Schauspieler Jürgen von der Lippe.

„Das Bürgerfest ist eine ausgezeichnete Chance, die bayerischen Waldeigentümer in Berlin vorzustellen“, betonten Josef Ziegler, Präsident des Bayerischen Waldbesitzerverbandes, und Josef Liegl, Vorsitzender der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Oberpfalz. Auch in ihren Verbänden gibt es ein stark ausgeprägtes ehrenamtliches Engagement. Bestes Beispiel ist die frisch gekürte bayerische Waldkönigin Johanna Gierl, die sich in den kommenden zwei Jahren für die nachhaltige Forstwirtschaft einsetzen wird und auf dem Bürgerfest über ihr Engagement informiert hat.

Thema der Waldeigentümer bei einer Talkrunde des Bürgerfestes war in diesem Jahr der gelebte Generationenvertrag, da die Familienforstbetriebe ein wichtiger Pfeiler für die Waldbewirtschaftung sind. Zu Guttenberg teilte sich das Podium mit Moritz Raben, einem jungen Waldeigentümer aus Mecklenburg-Vorpommern und Mitbegründer der Jugendorganisation „Jugend der Waldeigentümer“, und mit Waldkönigin Johanna Gierl. Im Anschluss diskutierte er mit einer Reihe junger Waldeigentümer über künftige Kooperationen und Möglichkeiten der Unterstützung.

Mit freundlichen Grüßen

Larissa Schulz-Trieglaff
Pressesprecherin

AGDW - Die Waldeigentümer
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Zu Guttenberg: Nachhaltige Waldbewirtschaftung hat hervorragende Ökobilanz

Waldbericht 2017 der Bundesregierung gibt umfassenden Überblick über Zustand des Waldes / Auswirkungen des Klimawandels und Stärkung der Strukturen im Kleinprivatwald als große Herausforderungen

„Der Wald in Deutschland ist in einem sehr guten und vitalen Zustand“, sagte Philipp zu Guttenberg, Präsident der AGDW – Die Waldeigentümer, heute in Berlin anlässlich der Verabschiedung des Waldberichts 2017 durch das Bundeskabinett. „Die Waldfläche ist angewachsen, der Bestand an alten Bäumen hat zugenommen, der Holzvorrat ist auf einem Höchststand.“ Gleichzeitig aber gebe es eine Anzahl zentraler Herausforderungen, die von der künftigen Bundesregierung angegangen werden müssten. „Dazu zählen die Auswirkungen des Klimawandels auf den Wald, die Sicherstellung der Bewirtschaftung im Kleinprivatwald und die gesellschaftlichen Kosten, die durch die Stilllegung von Waldflächen entstehen“, so der AGDW-Präsident. Zu Guttenberg hatte vor kurzem bereits einen Marshallplan gefordert, der sich der großen strukturellen und organisatorischen Probleme im Kleinprivatwald annehmen soll.

Erfreulich sei, so der AGDW-Präsident, dass der Bericht den Beitrag der nachhaltigen Waldbewirtschaftung zum Klimaschutz klar benennt: „Besonders wirksam für den Klimaschutz ist es, wenn Holz anstelle von energieintensiven Rohstoffen genutzt wird“, heißt es an einer Stelle. Und: „Bei einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung und Holzverwendung entstehen kaum Emissionen.“ Zu Guttenberg: „Die nachhaltige Waldwirtschaft ist der ökologische Wirtschaftszweig schlechthin, sie hat eine hervorragende Ökobilanz.“

Gleichzeitig setzen die Folgen des Klimawandels dem Wald und der Waldwirtschaft deutlich zu: Unwetter, Trockenheit, Waldbrände sowie wald- und holzzerstörende Schädlinge (etwa Borkenkäfer, Kiefernspinner, Eichenprozessionsspinner) zählen dazu. „Die Daten aus der Klimaforschung sprechen eine deutliche Sprache“, sagte zu Guttenberg, „wer den Klimawandel heute noch leugnet und effektiven Pflanzenschutz in die Schmuddelecke schieben will, der ignoriert entweder die Fakten oder lebt hinter dem Mond“.

Neben der positiven Entwicklung zu einem stabilen und vitalen Wald gibt es eine Reihe von Einflüssen, die menschengemacht sind und den Waldökosystemen zusetzen. Der AGDW-Präsident verwies auf beunruhigende Faktoren, die der aktuelle Waldbericht der Bundesregierung auflistet. Dazu würde die Luftverunreinigung zählen z. B. durch hohe Mengen Stickstoff, die Grundwasser und Bäume belasten. Auch die Flächenzerschneidung sei Besorgnis erregend. Denn laut Waldbericht gelten gerade mal 1,3 Mio. Hektar Wald (von insgesamt 11,4 Mio. Hektar) als unzerschnitten. „Auch diese Fakten, die ein dicht besiedeltes Land wie Deutschland ausmachen, dürfen nicht ignoriert werden.“

Der Kleinprivatwald braucht einen Marshallplan, so zu Guttenberg. Der Waldbericht fordert Maßnahmen und benennt bereits bestehende Förderungen etwa über die GAK (Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“). Schließlich besteht die Hälfte der Privatwaldfläche – rund 2,7 Mio. Hektar – aus Waldflächen unter 20 Hektar, die schwer zu bewirtschaften sind. Etwa 430.000 Waldbesitzer sind bereits in rund 3.600 forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen organisiert. „Die bereits existierenden Zusammenschlüsse müssen gestärkt und bei ihrer Professionalisierung unterstützt werden“, sagte der AGDW-Präsident. „Insgesamt braucht der Kleinprivatwald mehr Rückenwind.“

Zahlen und Fakten

Der Wald:

Waldfläche: 11,4 Mio. Hektar (32 Prozent der Landfläche)
Baumarten: Vier Baumarten prägen den Wald: Fichte (25 Prozent der Waldfläche), Kiefer (22 Prozent), Buche (15 Prozent), Eiche (10 Prozent)
Altersstruktur: Die Waldfläche mit alten Bäumen hat zugenommen. Das Durchschnittsalter liegt bei 77 Jahren.
Waldverjüngung: Diese erfolgt zu 85 Prozent natürlich. 13 Prozent der jungen Bäume sind gepflanzt.
Waldbrände: Jährlich werden rund 300 Hektar Wald von Waldbränden geschädigt. Hauptbetroffen sind die Bundesländer Brandenburg, Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen.

Die Waldeigentümer:

Von den 11,4 Millionen Hektar Wald in Deutschland sind 67 Prozent Privatwald sowie Kommunal- und Körperschaftswald.
Fast die Hälfte (48 Prozent) der 11,4 Millionen Hektar ist Privatwald, der von rund 2 Millionen Waldeigentümern nachhaltig bewirtschaftet wird.
Rund die Hälfte der Privatwaldfläche teilen sich Betriebe mit weniger als 20 Hektar. Nur 13 Prozent des Privatwaldes gehören zu Betrieben mit einer Größe über 1.000 Hektar.
Die AGDW setzt sich für die Interessen der privaten Waldeigentümer sowie der Körperschaften und Kommunen ein.

 

Das Cluster Forst und Holz bietet rund 1,2 Millionen Menschen in fast 130.000 Betrieben Arbeit und steht für rund 180 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr.
Neue Trends: Dazu zählen die Bestattungswälder oder Ruheforste. Mittlerweile sind Baumbestattungen an rund 500 Standorten möglich.

Mit freundlichen Grüßen

Larissa Schulz-Trieglaff
Pressesprecherin

AGDW - Die Waldeigentümer
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Mobil 0160 - 140 77 67
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