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Seeotter: Lukratives Comeback

Sie sind der Ausrottung nur knapp entgangen: Die Rückkehr des pazifischen Seeotters gilt als ein Paradebeispiel erfolgreichen Tierschutzes. Allerdings verlief die Wiederansiedlung nicht konfliktfrei. Doch wie Forscher nun am Beispiel der Küste von Vancouver Island verdeutlichen, hat sich die Erholung unterm Strich auch ökonomisch gelohnt: Die positiven Effekte der putzigen Raubtiere auf die Leistungsfähigkeit der Meereswelt und den Tourismus überwiegen die Verluste bei der Krebs-, Seeigel- und Muschelfischerei. Ähnliche Kosten-Nutzen-Rechnungen könnten auch in anderen Fällen den Wert von Renaturierungen verdeutlichen, sagen die Wissenschaftler.

Ihr niedliches Aussehen und der Werkzeuggebrauch haben sie berühmt gemacht: Seeotter nutzen Steine, um auf dem Rücken schwimmend harte Beutetiere wie Muscheln auf ihrem Bauch zu öffnen. Außerdem sind sie für ihre tragische Geschichte – allerdings mit positivem Ausgang – bekannt: Die im Nordpazifik einst weit verbreiteten Pelztiere wurden im 18. und 19. Jahrhundert wegen ihres Fells bis an den Rand der Ausrottung gejagt. (weiterlesen)

Seeotter