Willkommen im Jagdblog des Deutschen Jagdportals

Bundesforstminister Christian Schmidt und AGDW-Präsident zu Guttenberg trafen sich zu Waldspaziergang in Berlin / Strukturprobleme im Kleinprivatwald müssen in den Fokus rücken

„Deutschland braucht einen Marshallplan für den Wald, um den vielfältigen Herausforderungen gerecht zu werden“, sagte Philipp zu Guttenberg, Präsident der AGDW – Die Waldeigentümer, anlässlich eines Waldspaziergangs mit Bundesforstminister Christian Schmidt gestern in Berlin. Der Wald müsse heute einer Vielzahl von Ansprüchen gerecht werden: als Rohstofflieferant, Klimaschützer, Erholungsort und vieles mehr. „Die Ansprüche nehmen ständig zu, daher brauchen wir ein umfassendes Programm, das die strukturellen Probleme benennt und schnell Lösungen umsetzt.“

Zu Guttenberg und Bundesminister Schmidt hatten sich gestern zu einem Waldspaziergang im Grunewald getroffen, um die aktuellen Themen rund um den Wald und die Forstwirtschaft zu diskutieren. „Mein Ziel ist es, unseren Wald zu bewahren und nachhaltig zu nutzen – in einer ausgewogenen Balance zwischen den vielfältigen Ansprüchen unserer Gesellschaft und den Interessen der Waldbesitzer“, sagte der Bundesforstminister. Holz sei der bedeutendste nachwachsende Rohstoff. „Ich setze mich dafür ein, dass mehr Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft verwendet wird – zugunsten von Klimaschutz, Arbeitsplätzen und Wertschöpfung im ländlichen Raum.“

Zu Guttenberg übergab dem Minister am Ende des Spazierganges eine Douglasie. „Die Douglasie hält dem Klimawandel stand. Da sie extreme Wetterlagen wie Hitzeperioden, Trockenheit und Unwetter aushält, sorgt diese Baumart in den Wäldern für Stabilität“, sagte der AGDW-Präsident.

Die große Mehrheit der rund zwei Millionen Waldeigentümer in Deutschland sind Besitzer kleiner Flächengrößen, die ihre Wälder unter anderem in Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen nachhaltig bewirtschaften. Rund die Hälfte der Privatwaldfläche teilen sich Betriebe mit weniger als 20 Hektar. Für den AGDW-Präsident muss die Stärkung des Kleinprivatwaldes daher ein zentrales forstpolitisches Element sein. „Ein Marshallplan für den Wald muss vor allem die Strukturprobleme im Kleinprivatwald in den Fokus nehmen“, sagte zu Guttenberg. Die vielfältigen Leistungen des Waldes für die Gesellschaft könnten nur durch die Bewirtschaftung aktiviert werden. „Hier haben wir aber zunehmend ein Problem.“ Der Schlüssel liege bei den Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen: Derzeitige Hemmnisse müssen identifiziert, auf Bundesebene koordiniert und geeignete, neue Förderinstrumente gefunden werden. „Das ist eine Mammutaufgabe für alle Beteiligten. Wir brauchen daher vor allem auch ein klares Komitment im Bund, hier koordinierend tätig zu werden“, so zu Guttenberg

Den Waldspaziergang nahm der AGDW-Präsident außerdem zum Anlass, sich am Ende der Legislaturperiode bei Bundesminister Christian Schmidt für sein Engagement für Wald und Forst zu bedanken. Hier sei viel Unterstützung gekommen, so zu Guttenberg, neue Initiativen wie der 1. Deutsche Waldtag seien aus der Taufe gehoben, bereits vorhandene wie die Charta für Holz wiederbelebt worden.

Der AGDW-Präsident hofft, dass die nachhaltige Forstwirtschaft auch in der kommenden Wahlperiode starken Rückenwind bekommt. So müssten etwa die Maßnahmen, die im Klimaschutzplan 2050 und in der Waldstrategie benannt sind, konsequent umgesetzt werden. Die Waldeigentümer würden nicht nur für stabile Wälder sorgen, sondern auch einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz, zur Artenvielfalt, zur Rohstoffsicherung und zur Erholungsfunktion leisten. „Unsere nachhaltige Forstwirtschaft ist nicht nur ein Zukunftsthema, sie nimmt auch international eine Vorbildfunktion ein: wir sind innovativ, zukunftsorientiert und verantwortungsvoll“, sagte zu Guttenberg.

 

Mit freundlichen Grüßen

Larissa Schulz-Trieglaff
Pressesprecherin

AGDW - Die Waldeigentümer
Claire-Waldoff-Str. 7
10117 Berlin
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Mobil 0160 - 140 77 67
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Donnerstag, 20 Juli 2017 16:11

 

Jäger schaffen Wohnraum zum Schutz vor invasiven Arten

Überall sind die Waschbären auf dem Vormarsch und bedrohen die Populationen unserer Singvögel, weil waschbärensichere Bruthöhlen fehlen.

Die Ausbreitung der Waschbären ist kaum noch aufzuhalten oder einzudämmen. Ihre scharfe Bejagung alleine recht nicht aus, unsere Singvögel zu schützen. Für Waschbären gibt es kaum ein Gebiet, das sie nicht besiedeln. Dort gehen sie auf die Suche nach Nahrung und zerstören Nester und Gelege. Viele Vögel finden kaum noch Nistplätze, an denen sie ungestört ihre Jungvögel groß ziehen können. Für viele Tiere wird die Ausbreitung des Waschbären zur Existenzfrage.

Wer sich mit unseren Höhlenbrütern und ihren Nistgewohnheiten beschäftigt hat, der weiß, wie wichtig für sie das knappe Gut Nisthöhle ist. Immer wieder kann man im Frühjahr den Kampf der Höhlenbrüter um die kaum vorhandenen Nisthöhlen beobachten. Marder- und waschbärensichere Nisthöhlen sind auch im gesunden Mischwald eine Rarität.

Der Jagdverein Lehrprinz e.V. und das Deutsche Jagdportal starten deshalb die Aktion „Keine Kanzel ohne Nistkasten“.

§ 11 Tierschutz-Gesetz

Ziel der Aktion ist es, dass wir Jäger es schaffen, dass jede neu gebaute Kanzel ein Nistkasten für Höhlenbrüter bekommt. Er wird am Eckpfosten der Kanzel angebracht und kann schnell im Frühjahr bei der Hochsitzkontrolle gereinigt werden.

Der Nistkasten wird aus Resten von Schalbrettern gefertigt, das Dach ist zusätzlich mit Dachpappe abgedichtet. Mit einem beweglichen Frontteil kann der Nistkasten mühelos mit wenigen Handgriffen gereinigt werden. Mit einer Montageleiste wird der Nistkasten am Hochsitz mit 2 Schrauben befestigt, damit er nicht entwendet werden kann.

Auch ist es wichtig, dass Spaziergänger beim Anblick eines Hochsitzes sehen, dass wir Jäger aktiv den Artenschutz unserer Singvögel unterstützen. „Jagd ist aktiver Naturschutz“ darf nicht länger eine leere Floskel sein, sondern muss schon am Hochsitz erkennnbar werden.

Wer den am Hochsitz angebrachte Nistkasten auch noch fotografiert und uns das Foto zusendet, der wird auf einer extra eingerichteten Facebookseite geehrt.

Die hier gezeigten Nistkästen wurden an 8 in diesem Jahr neu errichtete Hochsitzen im Eigenjagdbezirk Trampe in Brandenburg Kreis Barnim montiert.

Unterstützen Sie die Aktion mit dem Kauf der Nistkästen. Es gibt sie im Paket zu

3 Nistkästen inklusiv Versand innerhalb Deutschlands für 46,90 Euro
6 Nistkästen inklusiv Versand innerhalb Deutschlands für 89,90 Euro

Größere Lieferungen auf Anfrage.

Jagdverein Lehrprinz e.V.
Cöthener Str.26
16259 Falkenberg/Mark
Telefon: 033458 64247
Mobil 0178 6141856
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§ 11 Tierschutz-Gesetz

Samstag, 15 Juli 2017 16:42

Deutscher Feuerwehrverband und Waldeigentümer warnen vor Waldbrandgefahr durch Brandstiftung

Brandstiftung und leichtsinniges Verhalten als häufigste Brandursache / Philipp zu Guttenberg und Hartmut Ziebs bitten Waldbesucher um besondere Aufmerksamkeit.

Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) hat die Waldbrandstatistik für das Jahr 2016 veröffentlicht. Die gute Nachricht ist, dass sich die Zahl der Waldbrände im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahr fast halbiert hat und um 43 Prozent (2016: 608 Waldbrände; 2015: 1.071) zurückgegangen ist. Dabei wurde mit 232 Waldbränden die größte Anzahl in Brandenburg verzeichnet. Die schlechte Nachricht: Ein großer Teil der Waldbrände ist auf Brandstiftung zurückzuführen.
Daher warnen der Deutsche Feuerwehrverband und die AGDW - Die Waldeigentümer vor dieser Gefahr und rufen die Waldbesucher dazu auf, besonders aufmerksam zu sein. „Waldbrände gefährden Menschenleben - auch das von Einsatzkräften -, und zerstören die Existenz ganzer Familienforstbetriebe“, sagte Philipp zu Guttenberg, Präsident der AGDW – Die Waldeigentümer. „Da Wälder viele Generationen für ihr Wachstum benötigen, braucht es Jahrzehnte, bis ein zerstörter Wald wieder nachgewachsen ist.“
Fast die Hälfte der Waldbrände im vergangenen Jahr ist auf Brandstiftung und leichtsinniges Verhalten zurückzuführen. 158 Waldbrände auf 40 Hektar wurden vorsätzlich herbeigeführt - damit ist die Brandstiftung die häufigste Brandursache. 140 Waldbrände auf 64 Hektar entstanden durch Fahrlässigkeit. „Prävention ist hier wichtig, um den Wald auch für kommende Generationen zu erhalten. Die Feuerwehren arbeiten nicht nur im Einsatzfall eng mit den Forstbehörden und den Waldbesitzern zusammen“, sagte Hartmut Ziebs, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes.
Dass Brandstiftungen auch in diesem Jahr eine Hauptursache für Waldbrände sind, zeigt sich in Brandenburg: Bei den 101 Bränden, die zwischen März und Juni registriert wurden, wird vermehrt von Brandstiftung als Ursache ausgegangen.
Vor diesem Hintergrund warnen die beiden Präsidenten zu Guttenberg und Ziebs vor dieser Gefahr. An Tagen anhaltender Trockenheit sollten Waldbesucher besonders aufmerksam sein und sofort reagieren, wenn der Ansatz eines Brandes entdeckt wird. Gleichzeitig warnen sie aber auch davor, beim Spaziergang durch den Wald selbst einen Brand zu verursachen.
Zu Guttenberg wies auf die Gesetze und Regeln hin, die im Wald gelten: Dazu zählt, dass man ein Grillfeuer nur an offiziellen Feuerstellen entzünden darf. Bei offenem Feuer außerhalb des Waldes muss man einen Mindestabstand von 100 Metern zum Waldrand einhalten. Und ganz wichtig: Zwischen dem 1. März und dem 31. Oktober gilt in vielen Bundesländern ein absolutes Rauchverbot im Wald, in einigen Bundesländern gilt das Rauchverbot für das ganze Jahr.
Der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes wies darauf hin, dass bei Entdeckung eines Brandes sofort die Feuerwehr alarmiert werden müsse. Hartmut Ziebs: „Wählen Sie den kostenfreien Notruf 112. Die Leitstelle fragt dann nach präzisen Angaben zu Ort und Umfang des Brandes und sendet entsprechend Einsatzkräfte.“ Welche Ausmaße ein Waldbrand einnehmen könne, sei in Portugal wieder deutlich geworden. „Daher ist es wichtig, sich als Waldbesucher verantwortungsbewusst zu verhalten und aufmerksam gegenüber dieser Gefahr zu sein“, sagte Ziebs.

Die Waldbrandstatistik 2016 finden Sie unter:

Wichtig für Waldbesucher: Waldbrandwarnstufen

Vielerorts geben Hinweistafeln Auskunft über die aktuelle Brandgefahr in den Wäldern. Die Gefahrenlage wird in Waldbrandwarnstufen angegeben, die von Stufe 1 (sehr geringe Gefahr) bis zur höchsten Waldbrandwarnstufe 5 (sehr hohe Gefahr) abgestuft sind. Ab Stufe 3 kann das Verlassen der Wege untersagt werden, ab Stufe 4 können von den Behörden bestimmte Areale sogar ganz gesperrt werden. Damit soll verhindert werden, dass durch fahrlässiges Verhalten ein Waldbrand ausgelöst wird.

Mit freundlichen Grüßen

Larissa Schulz-Trieglaff
Pressesprecherin

AGDW - Die Waldeigentümer

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Mittwoch, 05 Juli 2017 12:24

Die Deutsche Wildtier Stiftung sagt, warum Rebhuhn-Küken in Deutschland kaum noch Überlebenschancen haben

Hamburg/ Göttingen, 4. Juli 2017. Feld und Wiesen sind zurzeit eine einzige Kinderstube. Als Nesthäkchen aller Tiere kommen jetzt im Juli die Rebhuhn-Küken auf die Welt. Aber während Entenküken oder Jungtauben genug Futter finden, müssen Rebhuhn-Küken schon vom ersten Tag an ums Überleben kämpfen. „Die Küken-Sterblichkeit ist in den vergangenen Jahrzehnten enorm gestiegen“, sagt Dr. Andreas Kinser von der Deutschen Wildtier Stiftung. Wildbiologen sind sich da einig: Der Mangel an geeignetem Lebensraum für Brut und Kükenaufzucht ist die Hauptursache für den Rückgang des Rebhuhnbestands in Deutschland. „Europaweit ist die Rebhuhnpopulation seit 1980 um 94 Prozent eingebrochen. Die Küken verhungern schlichtweg“, berichtet Kinser.
Als Nestflüchter folgen Rebhuhn-Küken ihren Eltern auf Schritt und Tritt und lernen so ganz schnell, wo sie ihr Futter finden. Der gerade erst geschlüpfte Nachwuchs lebt fast ausschließlich von tierischem Eiweiß. Vor allem Ameisenlarven stehen auf ihrem Speiseplan, die meist auf lichten Bodenstellen und an Feldrändern zu finden sind. Und genau hier liegt das Problem: Durch die intensive Landwirtschaft gibt es quasi keine offenen Bodenstellen mehr, auf denen Ameisen und andere Insekten existieren. Der häufige Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft gibt den letzten Insekten den Rest.

Damit das Rebhuhn wieder auf die Beine kommt, unterstützt die Deutsche Wildtier Stiftung ein Projekt der Universität Göttingen (siehe Infobox). „In unseren Untersuchungsgebieten legen Landwirte strukturreiche Blühflächen für die Rebhühner an.“, erklärt Projektleiter Dr. Eckhard Gottschalk von der Abteilung Naturschutzbiologie der Universität Göttingen. „Das Besondere daran ist, dass es einen Teil mit älterer Vegetation gibt, in dem die Altvögel genügend Deckung zum Brüten finden, und einen frisch eingesäten, lichten Vegetationsbereich, in dem sich die Küken an Spinnen und Larven satt futtern können“, so Gottschalk weiter. In den frisch eingesäten Bereichen der Blühflächen ist die Insektendichte vier Mal höher als in einem Getreideacker.

Als sogenannte Agrarumweltmaßnahmen werden diese freiwilligen Artenschutzleistungen der Landwirte mit einem finanziellen Ausgleich des Landes Niedersachsen oder durch Projektmittel honoriert. Allerdings: Die öffentlichen Mittel für solche wertvollen Leistungen sind knapp bemessen und nur wenige Landwirte nehmen an Agrarumweltmaßnahmen teil. „Der Löwenanteil der landwirtschaftlichen Förderung wird im Moment per Gießkanne verteilt. Damit wird es keine Trendwende beim Rebhuhn geben“, so Andreas Kinser. „Wir fordern eine gezielte Unterstützung von Landwirten, die bei der Produktion Rücksicht auf Wildtiere nehmen!“

 

Schießstand

Foto: Wikipedia

Dienstag, 04 Juli 2017 10:33

Meine Damen und Herren, liebe Freunde,

es ist an der Zeit wieder einmal festzuhalten, was uns die Populationsdynamik der Wölfe bisher beschert hat, wieviel dieser Raubtiere nun unser Land unsicher machen.
Dass wir uns dabei nicht auf die offiziellen Zahlen, wenn es die überhaupt gibt, verlassen können, ist von vornherein klar, denn das Verschweigen und Abwiegeln ist System.
Niemand ist in der Lage genaue Zahlen zu nennen. Aber eine annähernde Mindestanzahl zu bestimmen ist notwendig, um die Gefahr zu erkennen, in der sich Deutschland befindet.
Es ist schon ein Unterschied ob sich die Zahl seinerzeit von 50 Tieren auf hundert Tiere verdoppelt hat, gegenüber 2014 wo in einem gleichen Zeitraum 1.000 erreicht wurden, es aber immer noch keine Reaktion darauf gab. Nun wird gar die Marke von 2.000 Wölfen gerissen werden. (warscheinlicher Herbstbestand 2017)

Das sind ca. 200 Rudel/Paare, also 400 Fähen und Rüden.
Welpen ca. 750
Jährlinge im Rudel ca. 550
Wanderwölfe, vor allem 2-jährige, ca. 450
Mortalität, abzuziehen ca. 150

Die Bundesländer tragen wie folgt dazu bei: (jeweils Tiere aller Kategorien)
Sachsen 450
Brandenburg 500
Niedersachsen 400
Sachsen-Anhalt 300
Mecklenburg-Vorpommern 100
Übrige Bundesländer 250, dies sind vor allem Wanderwölfe, vereinzelt auch sesshafte Einzelwölfe. Rudel sind dort noch nicht bekannt.Die nächsten Bundesländer, in denen eine Rudelbildung erwartet wird, sind Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein.
Die Raubtiere streifen in allen Bundesländern, was Wolfs-Sichtungen, Wildtierrisse, aber auch schon Nutztierrisse bezeugen.
Die Wölfe in Baden-Württemberg stammen mit Sicherheit aus der Population Italien-Frankreich-Schweiz, was wohl auch für Rheinland-Pfalz zutrifft.

Wem diese Zahlen nicht gefallen - wir freuen uns über jede konstruktive Kritik.

Unsere Zahlen haben wir unter Anderem aus der Jägerschaft. Dazu zählen wir auch die Informationen aus
www.wolfszone.de
Rubrik "Fakten und Mythen"
Untergliederungspunkt" Populationsdynamik"

Leider brechen die gut recherchierten Daten 2013 ab. Für die Folgejahre liegt eine Tabelle vor, die auf angenommene jährliche Zuwachsraten von 33% basiert. Dass Wissenschaftler auch höhere Zuwachsraten kennen zeigt die Grafik auf Seite 3.
Unsere Daten zeigen eine Übereinstimmung mit denen von Prof. Hell, Slowakei, einem Land, das sich schon immer mit diesen Raubtieren auseinandersetzen musste. Die Arbeit von Prof. Hell lässt an Kontinuität und Seriosität keine Zweifel gelten. (Prof. Dr. Pavel Hell, *verstorben*, Forstliche Forschungsanstalt Zvolen, schärfster Kritiker der deutschen Wolfspolitik)

Meine Damen und Herren, liebe Freunde, verfolgen Sie die rote Kurve, die der Populationsdynamik lt. Prof. Hell entspricht, und Sie wissen was in wenigen Jahren auf uns zukommen könnte - nein, zukommen soll, wenn es nach den Verlautbarungen der Ständigen Kommission der Berner Vereinbarung, der EU-Kommission und der Frau Bundesminister für Umweltschutz geht. Sie lehnen jeden Eingriff ab ("Problemwölfe" ausgenommen).
Ihr Ziel, was sie weitgehend verschweigen, ist, dass die Wölfe das Wild so dezimieren sollen, dass auf Dauer die Jagd auf Schalenwild und die Jagd überhaupt, keine Basis mehr hat. Öffentlich verbreiten sie die Lüge, dass die Population bald stagnieren wird, u.a. weil die Großraubtiere keine geeigneten Landschaften und keine Nahrung mehr finden würden.

Man muss sich nur die Landkarte ansehen um festzustellen, dass die Mittelgebirge vom Erzgebirge bis zur Eifel, sowie die Länder Bayern, Hessen, Baden-Württemberg, Thüringen, Rheinland-Pfalz - Gebiete bzw. Länder ohne Wolfsrudel sind. Darüberhinaus bieten die Bundesländer mit Rudeln ebenfalls noch reichlich Platz und Wild.

Man muss wissen, wenn nur das Nahrungsangebot stimmt, ist für die Wölfe alles Andere zweitrangig. Die Gebiete ohne Wolfsrudel bieten für viele Jahre Wild im Überfluss, das bestimmt noch mehr als fünf Jahre reicht. In fünf Jahren kann sich die Zahl der Wölfe verzehnfachen, so wie wir es von 2012 bis 2017 gesehen haben. Nach Adam Riese könnte dann das Jahr 2022 uns einen überreichlichen Segen von 20.000 Wölfen bieten.
In der Hoffnung, dass dies niemals Wirklichkeit wird, verbleibt Ihre

IG Sichere Weidewirtschaft
Sprecher Peter Brandt
Josephinenstr. 3
01069 Dresden
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Sonntag, 02 Juli 2017 16:30

Die traurige Nachricht kam unerwartet. Ein Züchter und Kooperationspartner des VLAB-Habichtskauzprojektes rief in der Geschäftsstelle in Erbendorf an und teilte mit, dass seine beiden erst wenige Tage zuvor geborenen Habichtskäuze nicht mehr am Leben seien. “Wir waren über den Tod der Tiere sehr traurig, beinahe entsetzt”, teilte VLAB-Chef Johannes Bradtka auf der Internetseite des Verbandes mit. “Die wertvollen und seltenen Jungeulen waren nämlich für unser Wiederansiedlungsprojekt fest eingeplant.” Würden noch mehr Tiere sterben? Würde der Projektbeginn vielleicht sogar gefährdet sein?

Doch heute, am 28.Juni 2017, war es dann soweit: Die ersten kleinen sechs Habichtskäuze wurden von den Züchtern, dem Opel-Zoo in Kronberg/Taunus und dem Nationalpark Bayerischer Wald, abgeholt und zur Eingewöhnung in eine geräumige Voliere mitten im Steinwald gebracht. Sobald sie sich an ihren neuen Lebensraum und die ihnen artgemäße Jagd auf Mäuse gewöhnt haben, sollen sie Ende Juli/Anfang August freigelassen werden und sich dann in einem Radius von rund 50 km um das Auswilderungsgebiet verbreiten. Sehr wichtig ist auch, die Jungtiere nicht auf den Menschen zu prägen. Ein Besichtigung der Voliere ist daher nicht möglich. Zwischenzeitlich bringen Helfer des VLAB vierzig Brutkästen für die Vögel an, die von einer Behindertenwerkstatt angefertigt worden waren. Für weitere 30 Kästen hatte der Forstbetrieb Fichtelberg der Bayerischen Staatsforsten die Verantwortung übernommen.

In den kommenden Jahren sollen weitere junge Käuze den “Pionieren” folgen und irgendwann eine stabile, sich selbst tragende Population begründen. Das wäre eine kleine Sensation. Den bisher gibt es in Bayern nur eine Kleinpopulation im Nationalpark Bayerischer Wald und in dessen Randbereichen mit einem hohen Isolations- und Aussterberisiko. Der von Südosten nach Nordwesten verlaufende nahezu zusammenhängende, nur gering fragmentierte und dünn besiedelte Mittelgebirgskamm entlang desSauwaldes (Donau), Böhmerwaldes, Oberpfälzer Waldes, Steinwaldes, Fichtelgebirges und Thüringer Waldes stellt eine herausragende Ausbreitungsachse für die waldbewohnende Eulenart dar. Eine Ausweitung des Habichtskauzbestandes nach Nordwesten ist daher ein wertvoller Puffer gegen bedrohliche Bestandsschwankungen für dessen Kleinvorkommen im Bayerischen Wald und eine Erhöhung der genetischen Variabilität.

Der Habichtskauz soll als wichtige Leitart für verschiedenste Artengruppen dienen, um die Biodiversität und die Lebensräume der Nordbayerischen Kultur- und Waldlandschaften und im angrenzenden Sachsen, Thüringen und Tschechien zu verbessern. Er ist aber auch eine
hervorragende Schirmart (Umbrella Species), die gefährdeten, jedoch weniger öffentlichkeitswirksamen Artengruppen - beispielsweise Pilzen, Insekten und Moosen - Aufmerksamkeit und Schutz verleihen kann. Das VLAB-Habichtskauzprojekt wird über einen Zeitraum von zehn Jahren mit rund 650 000 Euro Kosten kalkuliert. Es ist außerhalb eines Nationalparks für Deutschland bisher einmalig. Die Wiedereinbürgerung stößt auf breite gesellschaftliche Akzeptanz und wird von zahkreichen Organisationen und Unternehmen unterstützt. Alle natur- und tierschutzrechtlichen Genehmigungen wurden erteilt; die IUCN-Richtlinien (IUCN - International Union of Conservation of Nature, Weltnaturschutzorganisation) für eine Wiedereinbürgerung werden eingehalten. Das Gebiet wurde von namhaften Experten (Dr. Friedrich Buer, Prof. Dr. Jörg Müller) als geeignet beurteilt.

Die Protagonisten

Treibende Kraft:

Johannes Bradtka, Förster und VLAB-Vorsitzender

Johannes Bradtka ist Vorsitzender des Vereins für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern (VLAB). Der 60-jährige ist Förster bei der Bayerischen Forstverwaltung. Bevor er zusammen mit dem Dirigenten und Umweltschützer Enoch zu Guttenberg und zahlreichen weiteren Mitstreitern aus ganz Bayern vor zwei Jahren den VLAB als „konservative“ Alternative zu den großen, etablierten Ökoverbänden aus der Taufe hob, war er viele Jahre beim Bund Naturschutz (BN) in Bayern aktiv.

Zusammen mit der Bürgerinitiative „Unser Hessenreuther Wald“ gelang es ihm 2008, eine geplante Autoteststrecke in dem idyllischen Naturgebiet der Nordoberpfälzer Hügellandschaft zu verhindern.
Bradtka ist leidenschaftlicher Naturliebhaber und ausgewiesener Experte für Flechten und Waldnaturschutz und hat einen Lehrauftrag an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Weihenstephan-Triesdorf inne. Sein Lebensmotto stammt von dem chinesischen Philosophen Laotse:

„Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut."

Porträt im BR-Radio:

http://www.br.de/radio/bayern2/gesellschaft/notizbuch/gruenes-portraet- johannes-bradtka- aus-erbendorf-100.html

Projektleiter:

Andreas Schmiedinger, Diplom-Agrarbiologe und VLAB-Geschäftsführer

Seit 01. Oktober 2015 leitet der 50 jährige Diplom-Agrarbiologe Andreas Schmiedinger die VLAB-Geschäftsstelle in Erbendorf. Nach einem Studium an der Universität Hohenheim bei Stuttgart mit den Schwerpunkten Standortkunde, Waldbau, Pflanzenbau, Ökotoxikologie und Umweltanalytik wirkte der gebürtige Oberfranke bei verschiedensten institutionellen Projekten verantwortlich mit:

Beispielsweise bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), bei der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) oder als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Biogeografie der Universität Bayreuth.

Der Agrarbiologe arbeitete als Koordinator an der Umweltstation „Natur-Kultur Fichtelgebirge e.V.“.
Er organisierte im Rahmen der Erstellung des Pflege- und Entwicklungsplanes für den Naturpark Frankenwald Arbeitskreise mit Behörden und Kommunalvertretern. Als selbstständiger Agrarbiologe widmete er sich vielen Themen und Fragestellungen aus dem Bereich Umwelt- und Naturschutz. Er war auch an einer Reihe wissenschaftlicher Publikationen beteiligt. Für seine Facharbeit „Untersuchungen an Eulengewöllen unter besonderer Berücksichtigung des Sperlingskauzes im Fichtelgebirge“ erhielt er die Ehrenurkunde des Verbandes Deutscher Biologen e.V.

Schirmherr:

Andreas Kieling, Naturfotograf und Tierfilmer

Andreas Kieling, 1959 im thüringischen Gotha geboren, floh 1976 als Sechzehnjähriger aus der DDR.
Er reiste durch Grönland, fuhr mit dem Mountainbike durch den Himalaja, arbeitete als Seemann und Förster. Seit 1990 bereist Kieling als Naturfotograf und Dokumentarfilmer die Welt. Für ihn sind Abenteuer nicht Selbstzweck; sie dienen ihm dazu, das Leben in der Wildnis zu dokumentieren, davon zu lernen, ohne die eigenen Grenzen zu vergessen. Heute ist Andreas Kieling einer der bekanntesten deutschen Tierfilmer; seine Filme wurden vielfach preisgekrönt. Vor allem den großen Grizzlys kam er bei seiner Arbeit besonders nahe. Kaum jemand hat soviel Zeit mit den braunen Riesen verbracht und ist mit den Gewohnheiten und Eigenarten so vertraut wie er. Mehrere Monate im Jahr ist Kieling auf Expeditionen und Drehreisen rund um den Globus unterwegs, vorwiegend in den dünn besiedelten Gegenden Alaskas. Die restliche Zeit lebt Andreas Kieling mit seiner Familie auf einem Bauernhof in der Eifel. Er veröffentlichte Reportagen und Aufnahmen in zahlreichen Tageszeitungen sowie großen Magazinen wie „Geo" und „Stern". Seine Filme werden weltweit über National Geographic Channel ausgestrahlt. Dem deutschen Publikum ist er u.a. durch die ZDF-Serie „Terra X: Kieling – Expeditionen zu den Letzten ihrer Art" bekannt. Für den ARD-Dreiteiler „Abenteuer Erde - Yukon River" wurde er mit dem Panda Award, dem Oscar des Tierfilms ausgezeichnet.

Kieling gehört auch zu den schärfsten Kritikern eines ungezügelten Ausbaus der Windkraft zu Lande und der zum Teil kriminellen Praktiken der „Windmafia“. 2016 veröffentlichte er auf Facebook ein über 1,3 Millionen Mal (Stand Juni 2017) aufgerufenes Video zum „Drama am Himmel“. Dort hält er Vögel, die von Windkraftanlagen getötet wurden, in die Kamera und berichtet über die offenbar absichtliche Zerstörung eines Schwarzstorchnestes, um den Bau von Windräder zu ermöglichen. „Ich bin so wütend, ich könnte kotzen.“

https://www.facebook.com/Andreas.Kieling/videos/10153547311807085/

Johannes Bradtka
Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern (VLAB)staatlich anerkannte Umwelt- und Naturschutzvereinigung
Registergericht Weiden i.d.OPf | Registernummer: VR 200 146
Hauptgeschäftsstelle D-92681 Erbendorf |Schlossstraße 104 | Tel.: 09682 1831680
https://www.landschaft-artenschutz.de
https://www.facebook.com/landschaftartenschutz/

Hundemeute

 

Donnerstag, 29 Juni 2017 21:09

 

Auf den Flächen der Deutschen Wildtier Stiftung in Mecklenburg-Vorpommern blüht jetzt die vom Aussterben bedrohte Orchidee in zartem Violett

Klepelshagen, 28. Juni 2017. Zart und unauffällig reckt sich das steifblättrige Knabenkraut (Dactylorhiza incarnata) auf der Kienbruchwiese in Klepelshagen der Sonne entgegen. Auf den weißen, winzigen Blütenkelchen ein zartes Leopardenmuster in Violett. Unaufdringlich, aber betörend, verströmt es seinen süßen Duft. Eine Diva, die im Stillen glänzt. Das Tragische an ihrem Schicksal: Während berühmte Verwandte wie die hochgezüchtete Zimmerorchidee (Phalaenopsis) auf Platz drei der beliebtesten Blumen aller Deutschen steht, kämpft das Knabenkraut ums Überleben. Auf der 1,5 Hektar großen Kienbruchwiese der Deutschen Wildtier Stiftung in Klepelshagen wächst die hochbedrohte Sumpfblume in aller Bescheidenheit. Und das nur, weil sich ein Mitarbeiter der Deutschen Wildtier Stiftung liebevoll um die bedrohte Wiesen-Schönheit kümmert.

„Ihr Seltenheitswert und die hohen Lebensansprüche machen diese Orchidee so besonders“, sagt Michael Tetzlaff, Orchideen-Experte und Landschaftspfleger der Deutschen Wildtier Stiftung.

Wie alle Diven dieser Welt hat auch das steifblättrige Knabenkraut hohe Ansprüche. „Das größte Problem aller wilden Orchideen ist das rasante Verschwinden ihrer Lebensräume“, erklärt Michael Tetzlaff. „Das steifblättrige Knabenkraut etwa braucht ausschließlich Feuchtwiesen – und die hat der Mensch längst trockengelegt!“ Auch ein Nährstoff-Überschuss im Boden, der durch Überdüngung in der Landwirtschaft entsteht, macht es den Orchideen schwer. Knabenkraut blüht nur auf einem nährstoffarmen und kalkhaltigen Boden. Außerdem braucht es im Winter nasse und im Sommer trockene „Füße“.

Die Orchidee ist außerdem von der Bewirtschaftung durch den Menschen abhängig. „Steht das Gras zu hoch, wird das Knabenkraut einfach überwachsen – es mangelt ihm dann an Luft und Licht; die Wurzeln verkümmern und die Orchidee stirbt.“ Was früher Schafe und Kühe weggefressen haben, muss heute mühevoll von Hand weggeschnitten werden. Deshalb greift Tetzlaff selbst zur Sense. Das kostet Zeit und Engagement. „Wenn wir uns nicht für das Knabenkraut einsetzen, blüht es im nächsten Jahr nicht mehr.“

Der Lebensraum „Feuchtwiese“ ist wertvoll. Nachhaltig genutzte Flächen in Klepelshagen sichern seltenen Pflanzenarten einen geschützten Lebensraum. Darunter finden sich viele, die wie das steifblätterige Knabenkraut auf der Roten Liste stehen.

Kostenloses Bildmaterial: www.Presse.DeutscheWildtierStiftung.de

Eva Goris
Pressesprecherin
Telefon: 040 9707869-13
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www.DeutscheWildtierStiftung.de

Über den Jagdgebrauchshundeverband - JGHV

 

Mittwoch, 28 Juni 2017 11:05

Deutsche Wildtier Stiftung kritisiert: Bauvorhaben und Windkraft stehen künftig über Artenschutz

Hamburg, 23. Juni 2017. Wenn Windkraftanlagen ohne Rücksicht auf geschützte Arten wie Fledermäuse und Rotmilan errichtet werden, kommen sie unter die Räder. Denn Natur- und Artenschutz stören häufig, wenn es um wirtschaftliche Interessen geht. Mit der gestern am späten Abend beschlossenen Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes hat die Bundesregierung kurz vor der parlamentarischen Sommerpause Tatsachen geschaffen: Auf Betreiben des Bundesumweltministeriums wurde eine Neuregelung beschlossen, die bei Baumaßnahmen wie z.B. von Windkraftanlagen geltendes Gesetz zum Schutz von Arten aufweicht. Viele Arten stehen aufgrund der intensiven Landnutzung in Deutschland ohnehin schon enorm unter Druck - nun verschärft sich die Situation weiter. Tote Adler unter Windenergieanlagen, Feldhamster unter Beton eingeschlossen - in Zukunft kaum mehr ein Problem.

„Wie rücksichtlos diese Ziele verfolgt werden, zeigt die Neuregelung im Rahmen des Paragraph 44 des Bundesnaturschutzgesetzes: „Es wurde mit einem Federstrich gegen Natur- und Artenschutz entschieden“, kritisiert Professor Dr. Fritz Vahrenholt, Alleinvorstand der Deutschen Wildtier Stiftung. Fakt ist: Es ist jetzt legal, wenn z.B. durch den Betrieb von Windkraftanlagen Wildtiere getötet werden!

Besonders der neue Ausdruck der „Signifikanz“ ist problematisch. Erst ab dieser undefinierten Schwelle soll das bisherige Tötungsverbot wirken. Doch wer entscheidet, wie viele tote Tiere signifikant sind? Das geltende EU-Recht für geschützte Arten kennt diesen Begriff ebenfalls nicht.

„Im Interesse der Windkraftlobby setzen sich Bundesregierung und Bundestag mit dieser Entscheidung über das Tötungs- und Verletzungsverbot von Wildtieren hinweg“, bedauert Professor Dr. Vahrenholt. Über 25.000 Windenergieanlagen drehen mittlerweile in Deutschland ihre Rotoren. Der Raum wird knapp. Besonders im windarmen Süden Deutschlands werden die Anlagen daher zunehmend auch in Wäldern gebaut, wo der ökologische Schaden oft beträchtlich ist. Der Tod von Schwarzstorch, Wespenbussard und seltenen Fledermäusen wird nun als unvermeidbar dargestellt und damit quasi legalisiert.

„Wir können nur hoffen, dass dieser ungeheuerliche Angriff auf den Naturschutz in der nächsten Legislaturperiode wieder rückgängig gemacht wird und protestieren aufs Schärfste“, sagt Professor Dr. Fritz Vahrenholt, Alleinvorstand der Deutschen Wildtier Stiftung.

Die Änderung des Naturschutzgesetzes im Wortlaut:

„….Zudem kann auch für Vorhaben privater Träger die Ausnahmevorschrift des § 45 Absatz 7 Satz 1 Nummer 5 in Anspruch genommen werden, wenn zugleich hinreichend gewichtige öffentliche Belange ihre Realisierung erfordern. Zu diesen Belangen gehört der Ausbau der Erneuerbaren Energien.“

Eva Goris
Pressesprecherin
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Freitag, 23 Juni 2017 13:31

Höchste Waldbrandgefahrenstufe in Brandenburg und Bayern / Waldbrand gefährdet Menschenleben und Existenz von Forstbetrieben / Regeln beachten: Kein Feuer machen, Rauchverbot beachten

In Teilen Bayerns und im Südosten Brandenburgs hat der Deutsche Wetterdienst in dieser Woche die höchste Waldbrandgefahrenstufe ausgerufen. In weiten Teilen Deutschlands, vor allem im Süden, im mittleren und östlichen Teil, gilt außerdem bereits Stufe 4. „Angesichts anhaltender Trockenheit und hoher Temperaturen sollten Waldbesucher besonders vorsichtig sein“, sagte Alexander Zeihe, Hauptgeschäftsführer der AGDW – Die Waldeigentümer. „Waldbrände gefährden sowohl Menschenleben wie auch die Existenz von Waldbauern und privaten Forstbetrieben.“ Zeihe wies darauf hin, dass ein Wald, der durch einen Brand beschädigt oder vernichtet wurde, nicht zu ersetzen ist. „Wälder wachsen über Generationen. Daher braucht es viele Jahrzehnte, bis ein zerstörter Wald wieder nachgewachsen ist.“

Ein großer Teil der Waldbrände ist auf leichtsinniges Verhalten oder sogar Brandstiftung zurückzuführen. Allein in Brandenburg wird bei den 101 Bränden, die im Zeitraum zwischen März und Juni registriert wurden, vermehrt von Brandstiftung als Ursache ausgegangen. Vor diesem Hintergrund weist der Bundesverband der Waldeigentümer die Waldbesucher darauf hin, in Tagen anhaltender Trockenheit besondere Vorsicht und Aufmerksamkeit walten zu lassen. So solle darauf geachtet werden, beim Spaziergang durch den Wald selbst keinen Brand zu verursachen und etwa Zigaretten zuhause zu lassen.

Der Hauptgeschäftsführer der AGDW – Die Waldeigentümer machte bei dieser Gelegenheit deutlich, dass auch im Wald Gesetze und Regeln gelten. Dazu zählt, dass man ein Grillfeuer nur an offiziellen, fest eingerichteten Feuerstellen entzünden darf und danach das Feuer ständig kontrollieren muss. Bei offenem Feuer außerhalb des Waldes muss man einen Mindestabstand von 100 Metern zum Waldrand einhalten. Und ganz wichtig: Zwischen dem 1. März und dem 31. Oktober gilt bundesweit in allen Wäldern absolutes Rauchverbot. Zeihe: „Wer sich an diese Regeln hält, riskiert keinen Waldbrand.“

Außerdem solle man in diesen Tagen besonders aufmerksam sein und sofort reagieren, wenn der Ansatz eines Brandes entdeckt wird. Dann muss sofort die Feuerwehr alarmiert werden. Alexander Zeihe nennt die Punkte, die die Feuerwehr zur Einschätzung der Lage unbedingt wissen muss: „Nach dem 112-Wählen kommt es auf präzise Antworten auf vier Fragen an: Wo brennt es? Brennen Böden oder Bäume? Sind Menschen oder Gebäude in Gefahr? Von welcher Stelle aus wird angerufen?“ Ist die Feuerwehr an der Brandstelle angekommen, wird sie von ortskundigem Forstpersonal unterstützt.

Mehr über die Waldeigentümer:

www.waldeigentuemer.de

Mit freundlichen Grüßen

Larissa Schulz-Trieglaff

Pressesprecherin

AGDW - Die Waldeigentümer

Claire-Waldoff-Str. 7

10117 Berlin

Fon 030 - 311 66 76 - 25

Mobil 0160 - 140 77 67

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JGHV Prüfungen

 

Mittwoch, 21 Juni 2017 15:27

Nachdenkliches über den Wolf und seine Beute von Eva Nessenius 

Für viele Wolfsfans verwandelt sich ein fühlendes Lebewesen angeblich automatisch in einen Gegenstand, wenn es vom Wolf angefallen wird. Sie nennen den Gegenstand „Beute“. Eine Beute ist eine Sache. Sie nennen das Tier dann nicht mehr bei seinem Artnamen oder seinem individuellen Namen, sondern sie nennen es „Beutetier“ oder ganz einfach „Beute“.

Sie begründen die behauptete Verwandlung in einen Gegenstand mit seiner Funktion. Kann diese Funktion ein fühlendes Lebewesen denn in einen Gegenstand verwandeln?

Wölfe verspeisen eine Beute lebend

Hier wird eine unsachliche Versachlichung eines fühlenden Wesens vorgenommen, welche mit einer nun eintretenden Funktion innerhalb des Nahrungsnetzes begründet werden soll. Dabei wird die Tatsache einfach ausgeblendet, dass das Tier sehr wohl weiterhin ein fühlendes Lebewesen ist, für das die Tierschutzgesetze gelten.

Ein Landwirt wurde zu € 4000.- Geldstrafe und Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt, weil er mit seiner Erntemaschine zwei Rehkitze überfahren hat. Er hatte vergeblich versucht, von einem Jäger Hilfe zu erhalten, der die Ricke mit den Kitzen finden und vertreiben sollte, was diesem aber in Ermangelung eines Vorstehhundes nicht gelang. Der Landwirt wollte nicht aufs Ernten verzichten, fuhr einfach los und überfuhr wissentlich beide Kitze, was er auf keinen Fall hätte tun dürfen, es war ein Verstoß gegen § 17 Abs. 1 und 2 a und b des Tierschutzgesetzes. Dieses Gesetz gilt somit auch für unsere Wildtiere.

Der Landwirt und das Gerichtsurteil:

„Irgendetwas müssen die Wölfe doch fressen, von Salat können sie sich nicht ernähren,“ sagen die Wolfsfans. Das ist wahr. Aber wie kann die Empathie des Menschen aufhören einzig und allein aufgrund einer theoretischen Um-Definition eines Lebewesens zu einem Gegenstand? Kann diese abstrakte Um-Definition das Tierschutzgesetz außer Kraft setzen? Nein, so einfach kann man es sich nicht machen. Das Leid eines Tieres, das bei lebendigem Leibe gefressen wird, kann nicht weggeredet werden, noch kann das Handeln von Personen entschuldigt werden, die solches Leid durch Befürwortung oder Mithilfe bei der Ausbreitung von Wölfen fördern. Wer Wölfe bei uns haben möchte, muss bereit sein, sich dieses Leid mit eigenen Augen anzuschauen, die Schmerzensschreie so eines Tieres auf sich wirken zu lassen, und sich dann zu überlegen, ob er das so akzeptabel findet und seinen Mitmenschen mit dieser Einstellung noch in die Augen schauen kann.

Das Wort „Beute“ benutzen viele entweder in völliger Ahnungslosigkeit oder aber als Ausrede für ihren erschreckenden Mangel an Empathie. Wenn jemand sich so ein Video mit Ton anschaut, kann er laut vor sich hin sprechen „Das ist eben jetzt Beute“, und kann versuchen, mit diesem Wortgebrauch seine Empfindungen zu unterdrücken. So kann man sich selbst belügen.

Wenn ein Landwirt seine Ernte einholen will und wissentlich zwei Rehe überfährt, sind sie keine Beute. Aber welchen Unterschied macht das denn für die Rehe? KEINEN !

Wodurch wird denn das Reh zu einem Gegenstand? Ganz einfach: Durch den Tod. Ein totes Tier hat keine Empfindungen mehr und darf als Beute verwertet werden. Ein lebendes Tier ist kein Gegenstand, sondern ein fühlendes Wesen. Es darf weder angefahren noch lebend angefressen werden. Ein Großraubtier, das seine Beutetiere nicht tötet bevor es sie frisst, ist in Gebieten, in denen Menschen leben und damit konfrontiert werden, inakzeptabel. Ausreden lasse ich nicht gelten.

Eva Nessenius

Montag, 19 Juni 2017 22:07

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