Willkommen im Jagdblog des Deutschen Jagdportals

Mittwoch, 08 Juni 2022 12:40

Ungarisch Drahthaar, der etwas ruhigere Vorsteher

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Hirsche erobern Schweiz von Österreich aus

Teilen sich seit 3 Wochen Korb und Napf: Der DD Rüde Bruno und Ungarisch Drahthaar Hündin  Mici  

Schon immer faszinierte mich die Führigkeit der Ungarischen Vorstehhunde bei meinen Jagdhundeseminaren und mein Wunsch, einmal einen Drahthaar aus Ungarn zu führen, ist in Erfüllung gegangen. Seit 3 Wochen ist sie nun bei mir im Wendland, Mici, die zarte drahthaarige Magyar Vizsla Hündin. Dass sie binnen weniger Tage den fast doppelt so großen Deutsch Drahthaar Rüden Bruno um den Finger gewickelt hatte, erstaunte mich dann doch.

 Doch der heutige Morgenspaziergang offenbarte die ganze Stärke dieser Rasse.

 Hirsche erobern Schweiz von Österreich aus

Auf Flächen, wie dieser am Ortsrand von Prezelle, die aus der Bewirtschaftung fallen, nicht gemäht und nur einmal im Jahr beweidet werden, finden sich schnell wieder Rebhühner ein

Ich laufe gerne mehrere Kilometer in den kühlen Morgenstunden und bei kühlem Nordwind erreichten wir heute morgen eine Koppel, die schon mehrere Jahre aus der Bewirtschaftung genommen ist und nur noch gelegentlich von Pferden beweidet wird. Schon mehrfach stiegen hier am Rand der Koppel auf dem ungemähten Feldweg Rebühner auf, um wenige Meter danach in der von vielen verschiedenen Kräutern bewachsenen Koppel wieder einzufallen. Ich habe sie deshalb Rebhuhnwiese getauft. Kaum hatten wir den Koppeleingang erreicht, stand Mici bei gutem Wind bombenfest vor!

 

Hirsche erobern Schweiz von Österreich aus

Immer wieder nahm sie beim langsamen Vorziehen  Witterung auf

 

Hirsche erobern Schweiz von Österreich aus

Auch als ich neben ihr stand, konnte ich in aller Ruhe Fotos vom Hund machen

Doch es war nicht nur das Vorstehen , das mich faszinerte, sondern die absolute Ruhe, die der völlig unerfahrene Hund ausstrahlte. Als ob er schon seit Jahren nichts anderes machen würde, bewegte er sich erst auf mein Kommando langsam in die Wiese. Ich stellte mich neben den Hund und auf das Kommando „Voran“ zog sie einige Schritte vor und stand wieder bombenfest. Selbst Bruno, der wegen der Rebhuhnwitterung herumhibbelte, konnte sie nicht aus der Ruhe bringen. Da sie völlig unbeeindruckt blieb, ließ ich die Feldleine fallen, um das Handy hervorzuholen. Nach dem Kommando „Steh“ stellte ich mich neben den Hund und machte in aller Ruhe Fotos von der Vorstehenden Mici. Auch wenn ich den Hund nicht bis an die sich drückenden Hühner heranführte und ich somit das Durchstehen bei abstreichenden Hühnern vermied, wurde ihre extreme Ruhe bei der Vorsteharbeit deutlich sichtbar.

Diese doch für deutsche Vorsteher ungewöhnliche Ruhe bei der jagdlichen Arbeit war der Grund, mir im fortgeschrittenen Alter diese Rasse zuzulegen. Bereits in der 3. Woche bei mir wurde dieses Rassemerkmal deutlich und bestätigte mir, dass ich eine richtige Wahl getroffen habe.

Ein großes Dankeschön möchte ich an den Verein Vizsla in Not e.V. aussprechen, die mir diesen Hund vermittelt haben. 

Waidmannsheil

Euer

Stefan

Mobil 0178 6141856

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Hirsche erobern Schweiz von Österreich aus

 

 

 

Über die Rehkitzrettung mit Drohnen und Wärmbildkamera wurde in den vergangenen Jahren viel geschrieben und die Rettungsteams schiessen regelrecht aus dem Boden. In diesem Fachbeitrag möchten wir aufzeigen, wie wichtig der Wegpunkteflug für eine effektive und effiziente Rehkitzrettung ist und weshalb der manuelle Flug für die Rehkitzrettung nicht das Richtige ist.

Die Ausgangslage ist jedes Jahr die gleiche: Zwischen April bis Juni mähen die Landwirte witterungsbedingt praktisch alle gleichzeitig. Dann startet für die Rettungsteams das Wettrennen gegen die Zeit: Um möglichst viele Rehkitze retten zu können, ist es wichtig, die Rettung nicht nur effektiv („Die richtigen Dinge tun.“) sondern auch effizient („Die Dinge richtig tun.“) zu organisieren. Das bedeutet, bevor die Landwirte mit dem Mähen beginnen, möglichst viel Feldfläche abzusuchen und dies natürlich zuverlässig d.h. möglichst ohne Rehkitze zu übersehen. Denn die Rechnung ist einfach: Je effizienter geflogen wird, die Detektionssicherheit vorausgesetzt, desto mehr Rehkitze können gerettet werden.
Schon seit Beginn der Rehkitzrettung mit Drohnen, vor rund 10 Jahren, kam schnell die Erkenntnis, dass der Wegpunktflug für eine professionelle Rehkitzsuche elementar ist und gegenüber dem manuellen Flug klare Vorteile hat:
Bei der Rehkitzrettung ist es, wie vorgängig beschrieben, wegen den Zeitverhältnissen wichtig, dass die Felder effizient, aber auch mit der nötigen Detektionssicherheit d.h. dass keine Rehkitze übersehen werden, abgeflogen werden: Grundsätzlich gibt die Abdeckungs- und Abbildungsleistung der Wärmebildkamera vor, wieviel Fläche pro Flugstrecke abgeflogen werden kann. Das Feld wird zum Abfliegen in Flugbahnen aufgeteilt, diese sollten mit einigen Metern Überlappung geplant werden, um die nötige Detektionssicherheit zu gewährleisten. Im manuellen Flug ist die Orientierung nur aus Piloten- und Kamerasicht möglich, neben der Längs- besonders auch in der Seitenachsen sehr ungenau. In hügeligem Gelände kommt noch die Höhenachse hinzu. Für einen Piloten wird es praktisch unmöglich, sämtliche Parameter zu berücksichtigen und genau zu fliegen. Dadurch wird das manuelle Fliegen langsam und die Detektionssicherheit leidet.
Dies haben auch Praxisversuche bestätigt. In diesen zeigte sich, dass es selbst für sehr erfahrene Piloten nicht möglich ist, die nachfolgenden Parameter manuell mit genügender Genauigkeit und Zuverlässigkeit fliegen zu können: Flugbahnbreiten, Flugbahnlängen, Ausrichtung der einzelnen Flugbahnen, Ausrichtung der Flugbahnen im Gesamten, Überlappung sowie Flughöhe auf Bodenhöhe angepasst.
Beim Wegpunkteflug fallen diese Punkte weg, da mithilfe der vorbereiteten Flugmission die Parameter genau eingehalten werden können und nur abgeflogen wird, was wirklich nötig ist und das mit der nötigen Sicherheit. Ein weiterer wichtiger Vorteil: Einmal die Flugmission geplant, kann sie in den Folgejahren immer wieder verwendet werden. Es gibt natürlich noch weitere Vorteile, die wir in der nachfolgenden Tabelle aufgelistet haben:

Vorteile Wegpunkteflug

• Fläche ist garantiert abgedeckt
• Effizienteres Fliegen
• Flughöhe ab Boden automatisch berechnet
• Die Spurbreite und Flughöhe kann an das Objektiv
der Wärmebildkamera angepasst werden
• Flugpläne sind wiederverwendbar: Einmal planen,
mehrfach nutzbar
• Flugpläne können der Flugplatzleitung vorgelegt
werden, falls eine Bewilligung nötig ist

Nachteile Wegpunkteflug

• Grundkenntnisse im Wegpunkteflug notwendig
• Einmaliger Planungsaufwand vor dem Flug

Quelle: Rehkitzrettung Schweiz

Die Vorteile liegen auf der Hand. Doch weshalb gibt es vereinzelte Piloten die noch manuell ohne Wegpunkteflug fliegen? In Gesprächen zeigten sich immer wieder die gleichen Gründe: Mangelnde Ausbildung und Erfahrung in der Rehkitzrettung, Respekt vom Aufwand der Wegpunkteplanung, Befürchtungen gegenüber der GPS-Genauigkeit oder Befürchtungen gegenüber einer auftretenden Pilotenaufmerksamkeit oder ganz einfach „Bis jetzt ging es auch so…“.
Der Verein Rehkitzrettung Schweiz kann auf über 10 Jahre Erfahrung in der Rehkitzrettung mit Drohnen zurückblicken und besteht aus mehreren hundert Rehkitzrettungs-Pilot:innen. Der Verein lebt einen regen Wissensaustausch - ganz im Sinne von «Wissen – die einzige Ressource, die sich vermehrt, wenn man es teilt.»: Alle diese Befürchtungen konnten in Zehntausenden von Flugstunden widerlegt werden. Die Vorteile des Wegpunktefluges liegen auf der Hand – selbst der einzige wirkliche Nachteil mit dem Planungsaufwand konnte praktisch eliminiert werden: Mit den zur Verfügung stehenden Werkzeugen kann der Planungsaufwand sehr klein gehalten werden:
Mit den heutigen Wegpunkteplaner die von den Drohnenherstellern zur Verfügung gestellt werden, können Flugmissionen schnell & einfach geplant werden. Die Rehkitzrettung Schweiz geht sogar noch weiter: Um die Rehkitzrettung noch effektiver & effizienter zu gestalten, wird bei der Rehkitzrettung Schweiz das Tool "UAV Editor" eingesetzt. Mit dem UAV Editor wird eine noch einfachere und schnellere Planung & Organisation von den Feldern für Piloten und Koordinatoren gewährleistet.
Die Felder, die vorgängig in der Karte der Feldanmeldung eingezeichnet wurden, werden, wenn keine automatische Zuordnung möglich ist, durch den Koordinator dem zuständigen Piloten zugeteilt. Der Pilot kann den Wegpunkteflug im UAV Editor mit ein paar wenigen Mausklicks und mithilfe eines vollautomatischen Algorithmus generieren und die Flughöhe wird automatisch an das Gelände angepasst. Die geplante Flugmission kann anschliessend an eine beliebige Drohnenapp wie DJI Pilot, Litchi oder Yuneec Data Planner übermittelt und abgeflogen werden.
Dies vereinfacht die Planung und Organisation für alle involvierten Stellen, Landwirt/Jäger, Pilot und Koordinator, nochmals deutlich.
Die Wegpunkteplanung schränkt die Flexibilität auf dem Feld nicht ein: Sollte es auf dem Feld zum Beispiel spontan ein zusätzliches Feld abgeflogen werden, kann dieses zwar nicht ganz so bequem wie mit dem UAV Editor zuhause, aber trotzdem sehr schnell vor Ort mit der Drohnenapp des Herstellers geplant werden. Dies ist, vorgängig ein paar Mal durchgespielt, mit wenigen Klicks erledigt.
Was gibt es beim Wegpunkteflug zu beachten?
Die Flughöhe und -geschwindigkeit wird abhängig von der Gras Höhe und der Auflösung der Wärmebildkamera gewählt. Der Flugbahnabstand muss abhängig von der Flughöhe der Drohne, der Auflösung und Sichtbereich (Objektiv) der Wärmebildkamera angepasst werden und eine genügende Überlappung des Wärmebildes gewährleistet werden. Als Beispiel: Bei einer DJI Mavic 2 Enterprise Advanced mit einer WBK-Auflösung von 640x512 Pixel hat sich bei einer Flughöhe von 70m (Sichtbereich ohne Überlappung 62m) einen Flugbahnabstand von 35-43 Metern und einen Feldrandabstand von 15-20 Metern bewährt. Als Fluggeschwindigkeit bewährte sich 4-5 m/s.
Bei hügeligem oder unebenem Gelände sollte die Flughöhe unbedingt auf die Bodenhöhe angepasst werden, da sich sonst der Sichtbereich der Wärmebildkamera verändert und keine zuverlässige Suche möglich ist. (Tipp: Im UAV Editor automatisch und mit sehr genauen Höhendaten möglich.)
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass eine effektive & effiziente Rehkitzrettung nur mit Wegpunkteflug möglich ist – die Vorteile gegenüber einem manuellen Flug sind für Pilot und Tier einschneidend. Die jahrzehntelange Erfahrung hat dies in der Praxis bestätigt. Mit den Tools die für die Wegpunkteplanungen zur Verfügung stehen, können die Flugmissionen vorgängig schnell und einfach geplant werden – im spontanen Fall auch vor Ort. Hier hat sich besonders das Tool „UAV Editor“ bewährt. Vollständigkeitshalber kann aber auch festgehalten werden, dass es einen einzigen Fall gibt, in welchem manuell geflogen werden kann: Einen ebenen schmalen Grasstreifen bei welchem auf dem Wärmebild auf beiden Seiten eine klare Abgrenzung (bspw. Strasse) sichtbar ist. Für alles andere: Es führt kein Weg am Wegpunkteflug vorbei.

 

Autoren:
- Mario Kaufmann (Rehkitzrettung mit Drohnen seit 2013)  Homepage: Rehkitzrettung Schweiz
- Bruno Holliger (Forschung & Technik Rehkitzrettung Schweiz)  Homepage: Rehkitzrettung Schweiz 
- Livio Son (Rehkitzrettung mit Drohnen seit 2019)  Homepage: Rehkitzrettung Linthgebiet

 

Hirsche erobern Schweiz von Österreich aus

 

 

Baden-Württemberg: Zehn Prozent des Waldes werden geschützt

Der Kaminbrand hatte die Holzverkleidung im Dachgeschoss entzündet 

Das Dachgeschoss wurde ein Raub der Flammen, aber auch das Büro im Erdgeschoss wurde das Büro vom Löschwasser so sehr beschädigt, dass wir einige Tage nicht posten konnten.

Am Karfreitag ereilte uns bei den Revierarbeiten der Anruf: „In Ihrem Haus brennt es!“
Ein Kaminbrand hatte das Dachgeschoss in Brand gesetzt. Als wir ankamen hatte die Feuerwehr den Brand bereits gelöscht und suchte nur noch nach Glutnestern in der Dämmung im Dachgeschoss. Doch das Feuer und das Löschwasser hatte ganze Arbeit geleistet. Das Haus war komplett unbewohnbar, durch die Geschossdecke war Löschwasser in das Büro eingedrungen und hatte die Rechner unbrauchbar gemacht.

 Glücklicherweise wurde niemand verletzt und seit heute, 2 Tage nach Ostern  sind wir wieder online und es geht wie gewohnt weiter.

Beim heutigen Abriss einer Reviereinrichtung wurde unsere momentan sehr dynamische Teuerung sichtbar.

Heute ging es alleine hinaus bei herrlichem Frühlingswetter ins Revier und ich wollte endlich eine alte Kanzel entsorgen. Neben dem Kuhfuß und schwerem Hammer sollte aber der Akkuschrauber nicht fehlen, schließlich gab es sicherlich das eine oder andere Bauteil wie Scharniere, Hochsitzfenster oder Sitzbretter noch zu retten. Da der Sitz keinen Unterbau mehr hatte und nur noch als geschlossener Erdsitz fungierte, war die Demontage alleine problemlos möglich.

Am Hochsitz angekommen stellte ich fest, dass hier ein echter Fachmann, wahrscheinlich ein Schreinermeister, einen Hochsitz gebaut hatte. Die sehr wertvollen 2,50 cm starken Nut – und Federbretter, mit denen die Hochsitzwände errichtet waren, konnten - da alle verschraubt- fast alle wiederverwendet werden.
Auch das sehr stabile Dach hatte keinen Schaden genommen und so konnte ich  es im Ganzen demontieren und es zum Abtransport an einen Baum lehnen. Nur die Dachpappe muss erneuert werden.

Doch bei der Demontage der Wände kam die eigentliche Überraschung. Der Hochsitz war vor allem deshalb so stabil, weil er am Boden, in der Mitte und am Dach mit jeweils 4 verzinkten Schwerlastwinkelverbindern verschraubt war. Ich staunte nicht schlecht, denn jeder dieser Schwerlastwinkelverbinder wies noch den Strichcode mit DM Preis auf.

Winterzeit bei Hirsch und Adler

 

Nach 2 Stunden war der Hochsitz komplett demontiert, ein fast 4 Quadratmeter großes Dach, einige Quadratmeter tadellose Nut- und Federbretter können wiederverwendet werden und 12 einwandfreie Lasteckwinkel wanderten für den nächsten Hochsitzbau in die Werkzeugkiste.

Zuhause angekommen recherchierte ich den heutigen Preis dieser Schwerlastwinkelverbinder verzinkt 90/90. Hier das Ergebnis:

Vor über 20 Jahren, solange ist die Währungsumstellung her, kosteten diese Schwerlastwinkelverbinder noch 1,17 DM, was einem Wert von 0,60 Euro entsprach. Bei einem namhaften Baumarkt erhält man diese Schwerlastwinkelverbinder für sage und schreibe 1,10 Euro.
Einen soliden Handwerksmeister, der einen solch stabilen Hochsitz errichten kann, sucht man heute wahrscheinlich vergebens, und wenn man ihn dann gefunden hat, wird er kaum die Zeit haben, eine solch stabile Hochsitzeinrichtung zu erstellen.

Winterzeit bei Hirsch und Adler

 

Die sehr dynamische Preisentwicklung in unseren Baumärkten haben aber auch ihren Vorteil: Es wird wohl wieder mehr darauf geachtet, alte Baustoffe der hohen Kosten wegen, wiederzuverwerten, denn die Löhne und Gehälter halten mit der Inflation nicht ansatzweise Schritt. Insofern hat die dynamische Preisentwicklung der heutigen Zeit auch etwas Gutes.

Für mich haben sich die 2 Stunden Abrissarbeit einer Reviereinrichtung bei den heutigen Baumarktpreisen auf jeden Fall gelohnt!

Waidmannsheil

Euer

Stefan

Mobil 0178 6141856

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Winterzeit bei Hirsch und Adler

Am Wochenende starteten die Retrieverfreunde in Gemünden am Main ihren diesjährigen German Cup 2022 und der Mitinhaber des Jagdportals, Rainer Kern, war mit von der Partie.

Mit dem Retrieverrüden (Lesser Burdock) Dundee ging Rainer Kern im Team 17 an den Start und mit Sarah Esser und Hubert Dziambor wurden in 2 Tagen insgesamt 10 Aufgaben gelöst.

Am Ende stand das Team als Gewinner mit 528 Punkten fest!

Nicht nur, dass es allen immensen Spaß gemacht hat, es sind natürlich alle mächtig stolz auf ihre Hunde und im Juni geht's zum IWT nach Österreich. Wir dürfen gespannt sein.

Dank gilt allen, die durch das Bereitstellen des Geländes und der Organisation zum Gelingen beigetragen haben.

Auch das Jagdportal gratuliert dem Chef aufs herzlichste!

 

Waidmannsheil 

 

Stefan Fügner

Gämsen im Schwarzwald – erst Bedrohung

Das Team 17 mit Sarah Esser,  Hubert Dziambor und Rainer Kern gewinnen den German cup 2022 in Gemünden am Main

 

Donnerstag, 17 März 2022 14:11

Onlinekurse für Jagdscheine im Trend

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Die Themen Digitalisierung und E-Learning sind nach wie vor ein Trend, der langsam auch Einzug in traditionellen Branchen findet. Während Onlinekurse in anderen Bereichen bereits seit Langem für die Vorbereitung auf verschiedenste Prüfungen angeboten werden, sind in den letzten 2 Jahren vor allem in Branchen wie Führerschein, dem Angelschein aber auch dem Jagdschein Kursanbieter entstanden.

Vorteile eines Onlinekurses

Der Vorteil eines Onlinekurses gegenüber einem klassischen Präsenzkurs liegt ganz klar auf der Hand. Durch den Wegfall des Hin- und Rückwegs kann eine ganze Menge Zeit gespart werden. Bei den derzeitigen Spritpreisen ist auch die Einsparung für die Fahrtkosten nicht zu vernachlässigen.

Aufgrund der Flexibilität können die Inhalte jederzeit gelernt werden, egal ob Zuhause auf der Couch oder unterwegs in Bus und Bahn. So kann die Lernzeit optimal eingeteilt und genutzt werden. Zudem können Inhalte so oft wie nötig wiederholt und die Prüfungssituation mehrmals durchgespielt werden. Dies ist per App einfach deutlich bequemer als mit Stift und Papier.

Durch den Online-Support haben Nutzer in der Regel keinen Qualitätsverlust bei Unklarheiten und Fragen, wodurch der Unterschied zu einem Vor-Ort-Kurs kaum mehr vorhanden ist.

Fortschritt in ähnlichen Branchen bereits groß

Dass das Konzept eines Onlinekurses gut funktioniert, zeigt sich auch in ähnlichen Branchen. So gibt es bereits seit vielen Jahren im Bereich Angeln einige Kursanbieter, die eine komplett digitale Vorbereitung auf den Angelschein ermöglichen. Ausführliche Informationen zum Angelschein gibt es auf Angelmagazin.de.

Angehende Angler lernen im Onlinekurs alle relevanten Inhalte für die Fischerprüfung und können dies ganz flexibel per App (Smartphone oder Tablet) und Computer tun.

Nach dem Absolvieren des Onlinekurses kann ein passender Prüfungstermin ebenfalls direkt über den eigenen Kurszugang gebucht werden.

Reicht ein Onlinekurs alleine für eine Prüfungszulassung aus?

Die Antwort ist ganz klar: Nein. Während beispielsweise beim Angelschein je Bundesland das Absolvieren des Onlinekurses völlig ausreicht, um zur Fischerprüfung zugelassen zu werden, sind die Inhalte des Jagdscheines deutlich komplexer und praxislastiger.

Vor allem Inhalte zum Jagdhundewesen, zur Waffenkunde oder zur Jagdpraxis lassen sich nur sehr bedingt in einem Onlinekurs abbilden. Hier bedarf es einer Schulung von echten Experten, die vor Ort etwa den Umgang mit der Waffe zeigen.

Auch der Umgang mit dem geschossenen Wild will präzise gelernt sein.

Ist ein Onlinekurs eine gute Ergänzung zum Präsenzkurs?

Ein Onlinekurs ermöglicht es, die prüfungsrelevanten Inhalten bequem von Zuhause zu lernen. Daher kann ein solcher Kurs eine gute Ergänzung sein, dies hängt immer vom Jagdschüler selbst ab.

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die Inhalte durch eine hohe Zahl an Wiederholungen besser und effektiver gelernt werden können, als mit ausgedruckten Materialien. Dies erhöht auch den Spaß am Lernen, wodurch dieses besser vorangeht.

Letztendlich ist es sicherlich auch eine Preisfrage, wie viel einem der zusätzliche Komfort bei der Ausbildung wert ist. Ein Jagd-Onlinekurs kostet schnell ein paar hundert Euro, der Kauf will daher gut überlegt sein.

Grüße

Christoph Hein

Feldstraße 1
27809 Lemwerder

Mobil: 015128871722
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https://angelmagazin.de/

Spitzensportler in Not: Wenn der Habicht Hilfe braucht

Aktuelle Meldung auf der Homepage des Landesjagdverband Sachsen

Bei der Googlesuche nach dem Jagdpächter landete die verzweifelte Dame wie viele Hilfesuchende bei Meldungen über krankes Wild beim Jagdportal

Eigentlich hatte ich den Anruf des verzweifelten Bürgers an einem Freitagnachmittag schon lange erwartet. Heute war es dann soweit.

Nach einem kurzen „Guten Tag“ kam sofort eine Entschuldigung wegen des Anrufs am Freitagnachmittag und die Frage einer verzweifelten Dame, wer denn Jagdpächter hier in der Gemeinde x im Landkreis Bayreuth wäre. Ein Reh läge vor ihrer Tür im Vorgarten und könne sich kaum noch bewegen. Meine Handynummer auf der Eingangsseite des Jagdportals wäre nun jetzt ihre letzte Hoffnung.
Ohne sie weiter das Leid des Rehs schildern zu lassen unterbrach ich sie und bat sie, in der Gemeinde in der Liegenschaftsverwaltung anzurufen, dort wisse man, wer der Jagdpächter ist, außerdem hätte ich bereits durch einen Artikel „Wer ist der Jagdpächter in meiner Region?“ auf dem Jagdportal auf dieses ungelöste Problem hingewiesen. Ich glaubte damals, dass sich mit dem Artikel die ständigen Anrufe nach der Frage nach dem zuständigen Jagdpächter erledigen würden.
Die Dame sagte mir, sie hätte den Artikel auch gelesen, aber die dortigen Ratschläge bringen sie am Freitagnachmittag nicht weiter, auf der Gemeinde ist bis Montag früh keiner erreichbar.
Ich musste die verzweifelte Dame mit dem sterbenden Reh alleine lassen, ohne jedoch die Dame darauf hinzuweisen, dass wir vom Jagdportal schon viel unternommen haben, um dieses Problem zu lösen, sich aber bis heute niemand dafür zuständig fühlt. Ich erklärte ihr auch den Grund des ungelösten Problems:
Weil Beamte am Wochenende nicht arbeiten und weil die Jagdpächter sich weigern, ihre Reviere ins Internet zu stellen, muss das Tier wohl noch bis Montag früh leiden. So ist das halt in Deutschland:

Der vorgeschobener Datenschutz und bürgerferne Dienstzeiten sind in Deutschland heilige Güter und müssen streng geschützt werden!

Die Jäger und Jagdpächter sind schon ein ulkiges Völkchen. Da schimpfen sie über ihr grottenschlechtes Bild in der Öffentlichkeit und wenn es dann eine einmalige Chance gäbe, dass Image zu verbessern, finden sie 1.000 Ausreden, warum sie diese Chance nicht nutzen.

Ich würde schon mal gerne wissen, was mir Jäger, denen das Bild in der Öffentlichkeit nicht egal ist, raten, wenn ich solche Anrufe erhalte. Einfach immer nur den Hinweis geben, man möge das Tier einfach leiden lassen, irgendwann stirbt es von alleine und die Schuld auf die untätigen Beamten und Jagdpächter zu schieben, kann auf Dauer keine Lösung sein. Auf die  Handynummer des Jagdportals mit der 24/7 Bereitschaft werden wir vom Jagdportal nicht verzichten und sie weiter in Betrieb halten. 

Wer eine Idee hat, wie man das Problem lösen kann, der darf mir gerne eine email senden.

Dieses Beispiel der Gemeinde Schöntal in Baden-Württemberg zeigt, dass es kein Datenschutzproblem ist, sondern es sich um ein Untätigkeitsproblem handelt.

Waidmannsheil

Euer

Stefan Fügner

Aktuelle Meldung auf der Homepage des Landesjagdverband Sachsen

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Telefon 0178 6141856

Jeder, der Kinder hat und diese versucht, verantwortungsvoll in unserer wohlstandsverwahrlosten Gesellschaft groß zu ziehen, kommt um das Thema Hyperaktivität, Aufmerksamkeitsdefizithyperaktivitätssyndrom, auch ADHS oder Zappelphilippsyndrom genannt, nicht herum. Verfolgt man aufmerksam die Publikationen im Internet, stellt man als Jagdhundeausbilder schnell erschreckenden Parallelen zur Jagdhundeerziehung fest. Da aber sowohl bei der Hundeerziehung als auch bei den Kindern keine Erfolge erzielt werden, sondern die Probleme erkennbar nur verlagert werden, muss das Problem wohl ganz woanders zu suchen sein.

Trotz Pfeil im Hals: Ente geht es gut

BGS Hündin Dana (12) und  Brandlbracken Rüde Amadeus (1) warten auf den Einsatz ohne Leine und ohne Führerkontakt bei absoluter Ruhe auf der offenen Ladefläche am Sammelplatz. Die Therapie bei hyperaktiven Jagdhunden basiert auf 2 sehr einfachen Grundsätzen: 1. immer absolute Ruhe.  2. Der Gehorsam steht immer über allen Reizen

 

Hyperaktivität bei Menschen:
Bei der Eingabe von ADHS als Suchphrase bei google landet man direkt bei www.netdoktor.de/krankheiten/adhs/  Diese Seite spricht bei ADHS von einer psychischen Störung, also von einer Art Krankheit, was sich auch in der Unterteilung der Homepage zeigt.

Dort heißt es wörtlich:
„ADHS steht für Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung. Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität sind die Hauptmerkmale. Wird die Störung nicht behandelt, beeinträchtigt sie die schulische und berufliche Leistungsfähigkeit und die sozialen Kontakte. ADHS gehört zu den häufigsten psychischen Störungen in der Kindheit. In vielen Fällen bleibt sie lebenslang bestehen.“

Erkennen Sie als Jagdhundehalter Parallelen zu ihrem Hund? 

Ich möchte Sie nun aber ab hier bitten, wenn Sie glauben, dass es sich bei der Hyperaktivität unserer Kinder und Jagdhunde um eine psychische Störung, also eine Art Krankheit handelt, das Lesen dieses Artikels unverzüglich abzubrechen und auf keinen Fall weiterzulesen, weil ich nicht möchte, dass Sie meinetwegen den Glauben an unsere aufgeklärte Gesellschaft verlieren.

Alle anderen Jagdhundehalter, deren Neugier ich geweckt habe, bitte ich, im 2. Schritt nachfolgende Fragen zu beantworten:

Sind Sie ein(e) Hundehalter(in) , der (die) schon mehrere Hundeschulen erfolglos besucht hat?

Haben Sie dort  Geld bezahlt, ohne auch nur einen Schritt beim Gehorsam weitergekommen zu sein?

Sind Sie bei der Erziehung Ihres Hundes der Verzweiflung nahe und sind Sie bereit, vor der weiteren Erziehung ihres Jagdhundes eine neue Diagose zuzulassen?  

Wenn Sie alle Fragen mit „ja“ beantwortet haben, dann holen Sie sich,  bevor Sie weiterlesen, eine Flasche eines guten Rotweins, schenken Sie sich ein Glas davon ein, trinken einen Schluck, lehnen Sie sich entspannt zurück und lesen Sie im 3. Schritt beim Leeren der Weinflasche den nachfolgenden Artikel.

 

Kinder und Hunde als Opfer einer gigantischen Konsumgesellschaft

Um Ihrem Erziehungsproblem, das Sie mit Ihrem Hund haben, auf den Grund zu gehen, muss man wissen, das es in einer modernen Konsumgesellschaft immer eine Symbiose zwischen der Lösung eines Problems einerseits und dem lukrativen Geschäft andererseits gibt. Ohne diese Verknüpfung von Problemlösung und lukrativem Geschäft funktioniert in einer Konsumgesellschaft nichts mehr, auch nicht die Hundeerziehung.

So auch bei der angeblichen Krankheit ADHS. Dieses Phänomen verhaltensauffälliger Kinder (fast immer Buben) ruft nachfolgende Akteure unserer Konsumgesellschaft auf den Plan. 

Hier die Akteure und ihre Funktionen:

Die gestressten Eltern ohne Zeit für die Erziehung ihrer Kinder haben ein ungelöstes Verhaltensproblem mit ihrem Kind. Soziale Ausgrenzung droht, wenn man nichts beim verhaltensauffälligen Kind unternimmt!

Die Lehrer(innen) sehen einen unhaltbaren Zustand im Verhalten des Kindes. Ein Kind in einer Klasse mit solchen Symptomen ist unhaltbar!

Der(die) Therapeut(in) diagnostiziert die psychische Erkrankung oder Störung!

Die Pharmaindustrie generiert Milliardenumsätze mit dem Verkauf von Medikamenten auf Basis von Amphetaminen (Drogen)

Die Krankenkassen sorgen dafür, das alle Kosten der Problemlösung der Hyperaktivität auf die Gesellschaft umgelegt werden.

Der nimmer enden wollende Wirtschaftskreislauf einer funktionierenden Konsumgesellschaft ist perfekt in Gang gesetzt. Die Lösung des Problems liegt allerdings in weiter Ferne.

 

Am Anfang steht die Fehldiagnose von verkannten Fähigkeiten

Durch meine Jahrzehnte lange Beschäftigung mit dem Phänomen der Hyperaktivität bei Jagdhunden wurden mir die erschreckenden Parallelen bei Kindern und Jagdhunden immer offensichtlicher.
Jagdhunde wurden über Jahrhunderte dazu gezüchtet, dem Menschen als Helfer bei der Jagd zu dienen. Bei Ihnen lässt sich ein hohe (angezüchtete) Reizempfindlichkeit feststellen. Man kann diese Reizempfindlichkeit auch als kaum kontrollierbare und nicht zu stillende Neugier bezeichnen. Auch wir Menschen haben uns immer diese starke Neugier unserer Mitmenschen zu Nutze gemacht, sonst hätten  wir Menschen nicht  so viele kreative Erfinder und leistungsstarke Persönlichkeiten in den Jahrhunderten der Menschheitsentwicklung hervorgebracht.  Auch mir hat diese jagdhundetypische Hyperaktivität die  besten Jagdhunde beschert!  Viele Erfindungen und Entdeckungen der Menschheit gehen auf diesen neugierigen Menschentyp zurück. Auch ein Jagdhund muss überdurchschnittlich neugierig und zielorientiert agieren, will er erfolgreich mit uns jagen. Wird solch ein Hund nur noch als Statussymbol gehalten, ohne dass seine Fähigkeiten abgerufen werden, ist das Chaos in unserer Gesellschaft vorprogrammiert.

Die heutige Gesellschaft glaubt aber, ohne diese neugierigen und agilen Menschen auszukommen. Ihre überdurchschnittlich hohe Reizempfindlichkeit gepaart mit hohem Tatendrang erzeugt in einer nach Mittelmaß, Durchschnittlichkeit und Angepasstheit strebende Gesellschaft eine fortwährende Unterforderung. Dieser fortwährende Drang nach Beschäftigung dieser Hyperaktiven wird dann als Unangepasstheit und somit unerwünscht eingestuft. Daraus folgt:

Der junge neugierige Mensch darf kein Mensch mehr sein, der junge neugierige Jagdhund darf kein Jagdhund mehr sein.

Keine Frage, diese Hunde und Kinder benötigen eine ganz eigene, vor allem sehr zeitaufwendige Erziehung, die heute kaum noch jemand bereit ist, zu erbringen, schließlich müssen beide Eltern arbeiten. Unterbleibt jedoch diese spezielle Erziehung, potenzieren sich die Probleme. Aber hier von psychischer Erkrankung zu sprechen ist Grundweg falsch. Allerdings ist unter Betrachtung der Regeln einer Konsumgesellschaft diese Diagnose  aber schlüssig, schließlich muss zur Bewältigung des Problems Hyperaktivität eine konsumorientierte Lösung her.

 

Die gewinnmaximierende Hundeschule als Problemlöser in der Konsumgesellschaft

Weder die Akteure der Hyperaktivität bei Kindern wollen das Unterforderungsproblem bei gleichzeitiger Reizüberflutung unserer Kinder lösen, noch gehen die Hundeschulen auf das Problem des hyperaktiven Hundes wirklich ein. Die Diagnose, warum ein Hund nicht in der Lage ist, sich in unsere Familie zu integrieren, obwohl er es kann, unterbleibt. Die echte Diagnose des Problems würde das Modell der Konsumgesellschaft in Frage stellen. Wie auch bei unseren Kindern.

Die  Konsumgesellschaft behandelt die Symptome  aber nicht die Ursachen, um sich die Konsumenten als fortwährende Nachfrager zu erhalten.

 

Therapieansatz bei Hyperaktivität: Ruhe, Ruhe und nochmals Ruhe!

Immer wieder bin ich fassungslos, wenn verzweifelte Hundehalter mir ihren hyperaktiven Jagdhund vorstellen. Viele von ihnen haben ein halbes Dutzend und mehr Hundeschulen erfolglos besucht, bis sie zu mir kommen.  Im wesentlichen kann man diese zwei immer wieder gleichen und  falschen Therapieansätze der Hundeschulen bei Hyperaktivität diagnostizieren:

1. Fehler: Bewegungsaktivitäten ohne geistige Forderung und Ruhephasen
Man rät in den Hundeschulen zu täglichen Bewegungsaktivitäten, um den Hund auszulasten. Immer mehr wird der Hund, der sowieso schon in unserer hektischen Welt unter Reizüberflutung leidet, weiter „gepusht“. Stöckchen werfen, Fahrradfahren und mit anderen Hunden toben bis zur völligen Erschöpfung!

Wäre dieser Therapieansatz bei einem Jagdhund, der keine Verwendung mehr in seinem ursprünglich  Bereich der Jagd hat,  noch hinnehmbar, unterbleibt danach die notwendige Ruhephase. Da in der heutigen Gesellschaft die Zwingerhaltung verpönt ist, kommt der Hund nach diesen Aktivitäten ins Haus zu den Kindern und somit nicht mehr zur Ruhe, die er aber nun dringend braucht. Stattdessen wird er dem erneuten Stress durch tobende Kinder und einer unruhigen und hektischen Familie ausgesetzt. Das Gehirn des Hundes kommt den ganzen Tag nicht mehr zur Ruhe. Ein Zustand, der den Hund mit seiner überzogenen Neugier und seinem Tatendrang zur Verzweiflung treibt.

2. Fehler: Der notwendige Gehorsam schränkt die Freiheit zur Persönlichkeitsentfaltung ein
Ein weiterer völlig falscher Erziehungsansatz bei Hyperaktivität ist die Freigabe jeden Verhaltens ohne Grenzen durch den(die) Führer(in). Alles, was der Hund selbständig tut, wird unter dem Aspekt seiner Freiheit gesehen, die zu seiner Persönlichkeitsentfaltung notwendig ist. Jede Einschränkung seiner Aktivitäten durch Gehorsam wird kritisch hinterfragt. Fehlende Ruhe und die fehlende Bereitschaft, dem Hund durch Gehorsam klare Grenzen zu setzen, erzeugen im Gehirn des Hundes nun ein völliges Chaos, sodass der Normalbürger ohne Kenntnisse der Psyche eines Jagdhundes den Hund irgendwann nicht mehr zu bändigen weiß.

Doch so bleibt der Hund und sein Halter der Hundeschule, ganz im Sinne der Konsumgesellschaft, lebenslang als Nachfrager ohne gelöstes Erziehungsproblem erhalten. Im Sinne unserer Konsumgesellschaft läuft alles bestens!

Die Menschen und die Hunde, bei denen heute ADHS diagnostiziert wird, sind ein Opfer einer Gesellschaft geworden, in denen überdurchschnittliche Neugier und scheinbar unerschöpflicher Tatendrang als lästig und als negative Eigenschaft bei der Integration in die Gesellschaft gesehen wird. Somit finden sie nur noch Verwendung als notwendiges Objekt in der Beratungsindustrie einer Konsumgesellschaft.

 

Buchempfehlung zum Thema

Trotz Pfeil im Hals: Ente geht es gut

Das Buch „Der hyperaktive Hund“ von Maria Hense hat mich zum Schreiben dieses Artikels animiert, weshalb ich nicht versäumen möchte, die Leser auf dieses lehrreiche Buch aufmerksam zu machen. Das Buch ist im animal learn Verlag erschienen und kostet bei amazon 28,00 Euro

Die Autorin:
Maria Hense, Jahrgang 1968, erhielt 1993 ihre Approbation zur Tierärztin. Ihr schon während des Studiums ausgeprägtes Interesse an der Verhaltenslehre vertiefte sie durch Beobachtungen von Wölfen, Pudelwölfen und Hunden sowie in zahlreichen Fortbildungen über Ethologie, Haltung und Verhalten von Haustieren sowie Verhaltenstherapie.
Ihr Wissen setzt sie in der eigenen verhaltenstherapeutischen Praxis, in Form von Trainertätigkeiten auf Hundeplätzen und in Hundeschulen sowie durch Seminare und Vorträge in die Praxis um. Ihre Ziele: psychisch gesunde, alltagstaugliche Hunde, zufriedene Besitzer, artgerechte Beschäftigung des Hundes. Insbesondere die Arbeit mit so genannten „Problemhunden“ ist Maria Henses Spezialgebiet.
Dabei setzt sie auf Problemlösungen, die Hund und Mensch nicht unter Druck setzen und ohne Zwangsmittel auskommen. Maria Hense ist anerkanntes Mitglied der Pet Dog Trainers of Europe (PDTE) um die Norwegerin Turid Rugaas.

Eine Rezension zu diesem Buch:
„Ich habe schon dutzende Hundebücher gelesen, doch das hier ist eines der besten von allen. Der Leser erfährt, welche Ursachen Überaktivität beim Hund haben kann. Lernt einzuschätzen, ob er tätig werden muss oder ob noch alles im "grünen Bereich" ist. Ob der eigene Hund eben nur sehr aktiv oder doch wohl hyperaktiv ist und darunter leidet. Dem Leser werden Trainingsprogramme an die Hand gegeben, um dem Hund aber auch sich selbst den Allltag leichter zu machen. Vor allem aber: Das Buch steckt voller prima Tipps, auf die man auch selbst hätte kommen können. Da zumindest ich aber nicht auf diese ganz einfachen Ideen gekommen bin, hat sich allein schon deshalb die Lektüre dieses Arbeitsbuches gelohnt.“

waidmannsheil

Euer

Stefan

 Trotz Pfeil im Hals: Ente geht es gut

Stefan Fügner ist Mitinhaber des Deutschen Jagdportals und Vorsitzender des Jagdverein Lehrprinz e.V.

Telefon: 0178 6141856

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Keine Frage, der Markt für Begehungsscheine ist aus der Sicht der Pächter ein Markt, bei dem das knappe Angebot den Markt bestimmt.

Nicht nur aus diesem Grunde sehe ich mich darin bestätigt, dass unter diesen Marktverhältnissen Suchende von Jagdgelegenheiten ohne Hinweis, sich an den Kosten der Jagd zu beteiligen, kaum Chancen haben.

Wir haben die  Meldungen unserer Abonnenten, die um vorzeitige Löschung (oft schon nach wenigen Wochen) ihrer Anzeige baten, ausgewertet und sind zu einem sehr eindeutigen Ergebnis gekommen:   

Anzeigen von Begehungsscheinsuchenden, in denen deutlich eine auf eine finanzielle Beteiligung hingewiesen wird, werden sehr schnell - oft von mehreren Pächtern gleichzeitig- direkt nach Onlinestellung ihres Gesuchs kontaktiert. Es zeigt aber auch, dass die Abonnements in unserem Kleinanzeigenmarkt für Jagdgelegenheiten von vielen Pächtern gelesen werde, da diese sehr öffentlichkeitsscheu sind und nicht gerne eigene Anzeigen aufgeben, schließlich sollen die Reviernachbarn nicht mitbekommen, dass sie eine finanzielle Beteiligung in ihrem Revier ansteben. Außerdem gilt zu bedenken, dass nur 15% der Jäger einen Facebookaccount haben und viele Jagdpächter deshalb nur außerhalb von Facebook unterwegs sind. 

Man muss ja nicht jedes Angebot annehmen, was dann in den Emailordner flattert, aber ein Jagdpachtsuchender, der in seiner Announce nur mit Revierarbeiten statt finanzieller Beteiligung wirbst, geht in der Masse der Suchenden unter. Es sind tatsächlich überwiegend Jagdpächter im Jagdportal unterwegs, die eine finanzielle Beteiligung für ihr Revier suchen. 

Also: Wer ernsthaft eine Jagdmöglichkeit in einer von Begehern überfüllten Region sucht, der sollte auf eine finanzielle Beteiligung an den Revierkosten hinweisen, und sei es, um überhaupt in Kontakt zu kommen.

Waidmannsheil

 

Euer

 

Stefan Fügner 

Telefon 0178 6141856

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Jäger beunruhigen Vorfälle in Dreeke Die Wölfin hat keine Skrupel

Donnerstag, 03 Februar 2022 11:03

Gesucht: Jagdpächter fürs Waldrevier

geschrieben von

2.2.2022 - Kolumne Jagd Heute von Frank Christian heute

Derzeit stehen wieder Reviere zur Neuverpachtung an. In NRW ist die Nachfrage so groß, dass nicht selten 20 und mehr Interessenten um die künftige Jagderlaubnis buhlen. Paradiesische Zeiten für Verpächter, sollte man meinen. Doch bei Eigenjagdbesitzern und Jagdgenossenschaften hat sich herumgesprochen, dass die Wiederbewaldung nicht funktionieren wird, wenn Rehe und Hirsche nicht ab sofort „anders“ bejagt werden. Doch wie eine „andere“, sprich intensivere Bejagung genau aussehen soll und auch funktioniert, darüber gibt es in den Jagdgenossenschaften meist keine konkreten Vorstellungen. Bei den Jäger/innen übrigens oft auch nicht. Die meisten gehen davon aus, dass sie für die waldorientierte Jagd geeignet sind, weil sie

- den Jagdschein haben und
- bereit sind, mehr Rehe zu schießen als der Vorgänger.

Was alleine nicht ausreicht. Know-how, viel Zeit und Arbeit, (jagd-) handwerkliches Geschick, viele gute Stöberhunde sowie die Bereitschaft, auch andere im „eigenen“ Revier auf Augenhöhe und ohne Jagdneid mitschießen zu lassen, sind wichtige Bausteine der waldorientierten Jagd.

Bei vielen Verpächtern ist mittlerweile durchgesickert, dass man sein Revier nicht mehr unbedingt an den Höchstbietenden verhökern sollte, wenn man eine Gegenleistung beziehen will. Also gehen viele Jagdgenossenschaften und Verpächter her und verpachten ihren Jagdbezirk für – sagen wir mal 20 € anstatt 30 € pro Hektar und Jahr. Als Gegenleistung (um nicht das böse Wort Dienstleistung zu gebrauchen) für diesen Rabatt muss der künftige Pächter – sagen wir 12 Rehe anstatt 8 Rehe pro 100 Hektar – schießen. Ein schöner Kompromiss, denkt man sich auf der Jagdgenossenschaftsversammlung und auch der neue Jagdpächter reibt sich in Vorfreude die Hände. Er braucht nun deutlich weniger zu zahlen als der Vorgänger und soll ein bisschen mehr schießen – warum nicht?

Leider werden Reviere mit solch halbgaren Jagdpachtbedingungen nicht zum erwünschten Wiederbewaldungserfolg gelangen. Schön wäre es, wenn es so einfach ginge! Aber die Rehwildbestände sind in den meisten Waldregionen derart hoch und der Verbissdruck so gewaltig, dass die vier Rehe pro 100 ha, die nun mehr geschossen werden, in der Verjüngung nicht mehr als der Tropfen auf den heißen Stein bewirken. Von Revieren, in denen durch eine intensivierte Jagd artenreiche Naturverjüngungen entstehen konnten, ist bekannt, dass mitunter vier- oder fünfmal mehr Rehe geschossen werden mussten als zuvor. Zumindest für einige Jahre. Viele der Reviere mussten deutlich mehr als 20 Rehe pro 100 ha Wald schießen, um den Verbissdruck auf die Krautschicht des Waldes endlich zu mildern. Übrigens, ohne dass die Rehbestände dadurch erheblich reduziert worden wären.

Verpächtern und Jäger/ innen muss bei Jagdverpachtungen klar sein, dass die erfolgreiche Bejagung eines Waldrevieres einen extrem hohen Aufwand voraussetzt, der mit der herkömmlichen Hegejagd nicht zu vergleichen ist. Und wer ein Revier tatsächlich so bejagt, dass der Wald in seiner ganzen Artenvielfalt ohne jeden Zaun wachsen kann, der hat einen tollen Job gemacht. Der bezahlt werden müsste!

Rechtsunsicherheit um Wolfsjagd in Schweden

Mit der Übernahme einer Waldjagd kommt viel Arbeit auf die verantwortlichen Jäger/innen zu, besonders beim Bau der Ansitzeinrichtungen.

Die Kolumne erschien erstmalig auf der Seite Ökologie Heute von Frank Christian Heute

 

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