Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten

Der Wald. Ein Freizeitpark?

Wenn flüchtende Wildtiere Mountainbiker und Wanderer für „Fressfeinde“ halten
Wird der Wald zu stark für Freizeitaktivitäten genutzt, verschreckt dies die Wildtiere – da gilt es, Kompromisse zu finden. Warum das so wichtig ist, erklären wir hier.

HAMBURG, 25. JANUAR 2021 Lockdown-Müde zog es die Menschen beim ersten Schnee während der Covid-Pandemie trotz behördlicher Warnungen und Straßensperrungen in die Naherholungsgebiete. Der Massenansturm von Rodlern, Wanderern und Freizeitsportlern schien nicht zu stoppen. Eltern zogen Kinder im Schlitten durch den Wald, Hundehalter ließen ihre Tiere ungehindert stöbern. Jogger und Mountainbiker starteten mit Stirnlampen ausgerüstet ihre Querfeldeintour bereits in der morgendlichen Dämmerung. „Es ist zwar schön, dass die Menschen in den schweren Zeiten des Lockdowns die Natur wieder entdecken“, sagt Prof. Dr. Klaus Hackländer, Vorstand der Deutschen Wildtier Stiftung. „Doch der Mensch sollte sich dort wie ein Gast benehmen. Der Wald ist auch die Wohnung der Wildtiere.“   (weiterlesen)

 

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Forstpolitik:  Landesforstbetrieb Brandenburg steht vor einer Reform

von Oliver Gabriel

28. Januar 2021  Der Umweltminister Axel Vogel hat am 22. Januar ein Gutachten über den Landesforstbetrieb Brandenburg vorgestellt. Erstellt hat es nach einer Ausschreibung im Frühjahr 2020 die BSL Managementberatung GmbH aus Mainz. Auf Grundlage ihrer Vorschläge steht dem Landesbetrieb nun eine Neuorganisation bevor, die am 1. Januar 2022 in Kraft treten soll. Den Gesetzesentwurf dafür will Minster Vogel bis Mitte dieses Jahres vorlegen.

Die Eckpunkte für die Reform
Die Zahl der Mitarbeiter soll von heute 1.420 bis zum Jahr 2030 aud 1.280 sinken. Zum Vergleich: Die im Jahr 2019 gescheiterte Reform des Landesforstbetriebes sah eine Personalzielzahl von 1.150 Stellen vor. Vogel sagte zu, dass es keine Kündigungen geben wird.
Die Zahl der Waldarbeiter soll auf 340 steigen. Dafür werden in den kommenden Jahren jährlich 30 Waldarbeiter neu eingestellt.
Das Landeskompetenzzentrum, die Waldarbeitsschule Kunstespring, die Bewilligungsbehörde für Fördermittel und die Forstbaumschulen sollen personell gestärkt werden.
Bei den Waldschulen für die Waldpädagogik seien 47 Stellen nur 32 Stellen nötig.   (weiterlesen)

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FDP-Kritik- Jagdgesetz: Jäger nur noch Erfüllungsgehilfen für die Forstwirtschaft?

Der FDP-Politiker Karlheinz Busen ärgert sich über das neue Bundesjagdgesetz, dass dem Wild die Rückzugsräume nimmt und zum Feind erklärt wird. Die Liberalen haben einen waidgerechten Gegenentwurf.

Der jagd- und forstpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Karlheinz Busen, kritisiert den von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner vorgelegten Gesetzentwurf zur Novellierung des Bundesjagdgesetzes scharf.

"Der Gesetzentwurf zum Bundesjagdgesetz von Frau Klöckner kommt einer Degradierung aller Jäger zu Erfüllungsgehilfen für die Forstwirtschaft gleich. Statt einen Ausgleich zwischen Wald und Wild herzustellen, soll ein Keil zwischen Jägerschaft und Förstern getrieben werden. Mindestabschussquoten, die mittelbar mit Frau Klöckners Entwurf eingeführt werden sollen, haben mit Waidgerechtigkeit nichts zu tun. Es ist auch verfassungsrechtlich höchst zweifelhaft, ob das Erlegen von Wild überhaupt die erste Wahl bei der Vermeidung von Verbissschäden sein darf", sagte er.   (weiterlesen)

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Diskussion im Grünen Salon der BOKU: Der Wald. Ein Freizeitpark?

Hier die Aufzeichnung in voller Länge.

Podiumsdiskussion im Grünen Salon: Der Wald. Ein Freizeitpark?

Zeit: Dienstag, 26. Jänner 2021, 17 Uhr

Im ersten Winter der Covid-Pandemie gerät der Wald als Ausweichort der Freizeitnutzung stärker in den Fokus. Die Interessen von Mensch, Tier und Natur wollen gleichermaßen beachtet werden. Wie könnte eine Lösung für ein nachhaltiges Zusammenleben mit der Natur aussehen?

Begrüßung:

Univ.Prof. DI. Dr. DDr.h.c. Hubert Hasenauer
Rektor der Universität für Bodenkultur Wien

Moderation:

Mari Lang
ORF Sportredaktion

Es diskutieren:

Bundesministerin Elisabeth Köstinger
Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus
Univ.Prof. Dr. Ulrike Pröbstl-Haider
Institut für Landschaftsentwicklung, Erholungs- und Naturschutzplanung, BOKU
Univ.Prof. Dipl.Biol. Dr. Klaus Hackländer
Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft, BOKU
DI Andreas Januskovecz
Forstdirektor der Stadt Wien

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Jagdhundeausbildung:  Bodenjagd für Einsteiger

Mittel der Wahl beim Einarbeiten des Erdhundes ist meist die Schliefenanlage. Berufsjäger Daniel Bastian rät, zunächst beim Tierarzt einen Nachweis über die Vollständigkeit des Gebisses ausstellen zu lassen. In Deutschland ist es Pflicht, dass der Hund durch einen Schieber vom Fuchs getrennt wird. Beißt der Vierläufer im Eifer des Gefechts in das Gitter, kann ein Stück Zahn abbrechen. Bei einer Zuchtschau könnte das zum Problem werden. Außerdem sollte der Vierläufer durchgezahnt sein, bevor er in die Schliefenanlage geschickt wird. Denn berührt er mit dem zu dieser Zeit empfindlichen Gebiss die Stäbe, kann es sein, dass er die Arbeit am Fuchs mit Schmerz verbindet und nur schwer wieder zum Bedrängen zu animieren ist.

Vorarbeit beim Welpen

Dennoch ist es möglich, die Bauarbeit vor und während des Zahnwechsels zu fördern. Rohre aus verschiedenen Materialien können als eine Art Zwangswechsel vom Lebensraum zur Futterstelle eingebaut werden. Je früher der Hund das Dunkel kennenlernt, desto leichter fällt ihm später das Einschliefen. Schlaue Köpfe der AG Hadamar haben sich zum Üben etwas Tolles einfallen lassen: Aus Press-Spanplatten haben sie einen quadratischen Durchlass gebaut – mit einem Schlitz an der Oberseite. (weiterlesen)

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Mehr als ein Hobby - Wild im Wald: Warum zwei Thüringerinnen auf die Jagd gehen

von Rita Kundt

27.1.2021  Die neue Jägerschaft ist jung und zunehmend weiblich. In den Kursen für den Jagdschein sitzen inzwischen 25 Prozent Frauen. Wird Jagen zum Trend? Die Thüringerin Lisa Eisoldt machte vor drei Jahren ihre Prüfung.

Jäger sind alte Männer mit Feder am Hut? Ja, auch. Aber immer mehr junge Frauen und Männer machen den Jagdschein. Sie interessiert nicht nur das Schießen.

Neue Generation auf dem Hochsitz: Zwischen Passion und Pflicht
Neben Brauchtum und Naturerlebnis rückt zunehmend der Artenschutz ins Visier. "Vor meinem ersten Schuss auf ein Tier, ist mir das Herz in die Hose gerutscht. Das war ein Rehbock. Ich überlege auch heute lange, bevor ich schieße. Denn ich will sauber treffen, damit das Tier nicht leiden muss", erzählt Lisa Eisoldt.

"Ich spüre auch die Verantwortung gegenüber Wald und Wild. Hege gehört unbedingt dazu."  Lisa Eisoldt Jägerin  (weiterlesen)

Hier der Film dazu

 

 

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Zollbeamte kontrollierten einen Lieferwagen. Dabei stellten sie Schweinefleischwaren fest, die positiv auf ASP getestet wurden.

Das Hessische Landeslabor in Gießen hat bei Fleischwaren, welche bei einer Zollkontrolle im Landkreis Offenbach (Hessen) beschlagnahmt wurden, das Afrikanische Schweinepest-Virus nachgewiesen. Wie das Landeslabor bekannt gibt, hatten Zollbeamte einen Lieferwagen mit rumänischen Kennzeichen bereits am 19. Dezember kontrolliert. Dabei wurden 500 Kilogramm Fleischwaren – u.a. Rohwürste, rohes Hackfleisch, rohe Schweinefleischteile sowie Geflügelteile – entdeckt und sichergestellt. Das zuständige Veterinäramt veranlasste eine Untersuchung der Fleischprodukte im Hessischen Landeslabor hinsichtlich ASP-V und der Klassischen Schweinepest (KSP), aber auch auf Influenzaviren bei den Geflügelprodukten.  (weiterlesen)

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Die „leichtgemachte Hundeerziehung“ geistert mal wieder durch das Netz

Die Coronakrise hat auch große Auswirkungen auf den Hundeschulmarkt: Immer mehr im Homeoffice befindliche Bürger legen sich einen Hund zu, schließlich ist man viel zu Hause und kann sich, weil man nun genügend Zeit hat, den schon immer gewünschten Hund zulegen. Er soll einen dann bei den täglichen Spaziergängen begleiten und genug Zeit für die Erziehung des Hundes hat man schließlich auch.

Dies führt zu einem sprunghaft ansteigenden Bedarf an Hundeerziehungsratgebern, die einem bei der Bewältigung der Probleme mit dem Vierbeiner helfen, was wiederum unsere in der Coronakrise nach Aufträgen suchenden Marketingexperten auf den Plan ruft. Seit einigen Tagen geistert nun eine sehr aufwendige Werbekampagne der Doguniversity UG aus Oberhausen durch die sozialen Netzwerke.

Als ich mich mit der Homepage der Doguniverity UG beschäftigte und die Homepage aufsuchte, viel mir sofort der Hinweis auf die kostenlose Hundefibel auf, die mit dem Slogan „Hundeerziehung leicht gemacht“ wirbt. (weiterlesen)

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Kritik am „günstigen Erhaltungszustand“  Wissenschaftler: Wölfe in Deutschland nicht gefährdet

26.01.2021  Der Wolf kehrt zurück – auch nach Hessen.

Geisenheim/Freiburg – Nachdem im Revier der Stölzinger Wölfin erstmals auch ein Rüde genetisch nachgewiesen wurde und die Bildung eines Rudels bevorstehen könnte, wird die Frage nach dem Umgang mit den Raubtieren drängender.

Isegrim ist in Deutschland und in der EU streng geschützt. Auch dann, wenn Wölfe wiederholt Schafe reißen so wie die Stölzinger Wölfin, dürfen sie nur in Ausnahmefällen abgeschossen werden. Der Grund dafür ist, dass das Raubtier als bedrohte Art gilt. Dem widersprechen mehrere deutsche Wissenschaftler nun.

Wölfe in Deutschland: Bis 1500 Tiere

„Es gibt schätzungsweise 1200 bis 1500 Wölfe in Deutschland. Das klingt erst mal nicht viel. Aber Wölfe sind sehr mobil und wandern extrem weite Strecken. Die Population in Deutschland ist keine eigenständige, sondern gut vernetzt mit Polen“, erklärt Prof. Eckhard Jedicke von der Hochschule Geisenheim im Rheingau. Die Zahl der Raubtiere, ihr exponentielles Wachstum und das mit der hohen Wanderfreudigkeit zusammenhängende geringe Inzuchtrisiko führe zu dem Schluss, dass Wölfe in Deutschland aus fachlicher Sicht nicht gefährdet sind. Selbst dann, wenn man nun anfangen würde „regulativ“ in den Bestand einzugreifen, also zu jagen. Zu dieser Einschätzung kommt Jedicke in einem aktuellen Artikel in der Fachzeitschrift „Naturschutz und Landschaftsplanung“.  (weiterlesen)

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Der Wolf, der Wald, die Weide und die Missverständnisse

Beim Artenschutz läuft schon lange so einiges Schief und die meisten Lösungsansätze greifen viel zu kurz, wie eine neue Studie zeigt

In einer Studie haben sechs namhafte Wissenschaftler zum Komplex Wolf, Landwirtschaft und Naturschutz zusammengetragen, was schief läuft im Artenschutz. In der breiten Öffentlichkeit kam aber nur an, dass der Wolf zum Problem wird. Dabei ist das Raubtier nur eine Randerscheinung im Kampf gegen Naturzerstörung im großen Stil. Auch durch die Energiewende mit Biomassenutzung und das Bauernsterben.

Wer die ganze Studie liest, merkt schnell: Es läuft insgesamt viel schief, schon seit vielen Jahrzehnten. Und die meisten Lösungsansätze greifen viel zu kurz. Weil Artenhilfsprogramme oft nur Symbolcharakter haben. Und weil die Akteure nicht selten untereinander streiten, statt gemeinsame Interessen zu bündeln: Jäger gegen Förster, Weidetierhalter gegen Wolfsfreunde, Klimaschützer gegen den Rest der Welt.   (weiterlesen)

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