Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten

Klöckner: Gegen die Afrikanische Schweinepest braucht es einen Mix aus Maßnahmen

Solidarische Finanzierung von Zäunen durch die Gesamtheit der Bundesländer möglich – Bundesministerium unterstützt bei EU-Beihilfen zur Prävention

Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, Julia Klöckner, begrüßt die Ankündigung Brandenburgs, an der Grenze zu Polen einen festen Zaun zu erreichten. Der Bund hat für den Zaunbau abhängig von der Seuchenlage die Rechtsgrundlage erweitert. Es sei gut, dass von dieser Möglichkeit nun auch Gebrauch gemacht werde, so die Ministerin. Wer einen Zaun bauen wolle, der könne das tun. Dabei sollten die Länder auch darauf zurückgreifen, öffentlichen Grund in Anspruch zu nehmen oder die Einwilligung der Eigentümer einzuholen – unter Berücksichtigung des verfassungsrechtlichen Schutzes von privatem Grundeigentum. Dieses Vorgehen wurde beispielsweise in Belgien kurzfristig und mit großem Erfolg praktiziert. Für die Finanzierung und die Sicherung der Zäune sind die Bundesländer zuständig.  (weiterlesen)

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29 Kadaver gefunden – Brandenburg verstärkt Krisenmanagement

Jetzt sind es schon 29 infizierte Kadaver. Mit Zäunen und Hunden soll eine weitere Ausbreitung der Seuche verhindert werden.

Die Zahl der Wildschweine, die mit der Afrikanischen Schweinepest infiziert sind, steigt weiter. Inzwischen sind in Brandenburg 29 Kadaver gefunden worden, die das für Schweine tödliche, für Menschen aber harmlose Virus in sich tragen, teilte das Bundesagrarministerium am Mittwoch mit. Hausschweine sind bislang nicht betroffen.

Um eine weitere Verbreitung zu verhindern, verschärft Brandenburg seine Anstrengungen. Im Kreis Spree-Neiße an der polnischen Grenze soll der bisherige Elektrozaun durch einen festen Zaun ausgetauscht werden, um eine weitere Einwanderung polnischer Wildschweine zu vermeiden. (weiterlesen)

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Wildbretverwertung: Wildkammer richtig einrichten

Für 84 Prozent der Deutschen ist Wildbret ein gesundes und natürliches Lebensmittel. Dabei spielen saisonale Verfügbarkeit, Nachhaltigkeit und Regionalität eine immer größere Rolle.

Wer Wild vermarkten möchte, sollte sich rechtzeitig Gedanken über mögliche Vermarktungswege machen. Der einfachste Weg stellt der Eigenverbrauch dar. Wer nur gelegentlich ein Stück Wild erlegt, dem reicht in der Regel dieser Weg der Verwertung aus. Jedoch gelten auch hier die Grundsätze bzgl. der Trichinenuntersuchung oder der amtlichen Fleischuntersuchungen, sofern „bedenkliche Merkmale“ vorliegen. Auch selbsterlegtes Wild darf ohne vorliegende Freigabe nicht verarbeitet und zum Eigenverzehr genutzt werden!

Es besteht auch die Möglichkeit zur Abgabe „kleiner Mengen“. Zunächst sei an dieser Stelle erläutert, was der Gesetzgeber unter „kleine Menge“ versteht. Die „kleine Menge“ bedeutet in diesem Fall die Strecke eines (!) Jagdtages. Dabei ist es unerheblich, ob die Strecke beim Einzelansitz oder während einer Drückjagd erlegt wurde. Vielmehr spielt der zeitliche Aspekt die entscheidende Rolle. Die Abgabe des Wildes ist hier ausschließlich „aufgebrochen und in der Decke/Schwarte etc.“ erlaubt. (weiterlesen)

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Jagd und Wildschweinzaun: Kaum noch Schwarzwild in Dänemark

Seit etwa zehn Monaten gibt es den Wildschweinzaun an der deutsch-dänischen Grenze. Dänemark ließ ihn trotz Protesten wegen der Afrikanischen Schweinepest errichten. Der Schwarzwildbestand hat sich seit 2018 drastisch reduziert.

Flensburg/Kopenhagen (dpa/lno) - Der Bestand freilebender Wildschweine in Dänemark ist seit Anfang 2018 von etwa 150 auf heute rund zehn Tiere reduziert worden. Dies teilte ein Sprecher der dänischen Naturverwaltung (Naturstyrelsen) der Deutschen Presse-Agentur auf Nachfrage mit.

Auch der umstrittene Wildschweinzaun zum Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest (ASP) entlang der deutsch-dänischen Grenze, der Anfang Dezember 2019 fertiggestellt worden war, trägt demnach zur Reduzierung der Population bei. «Die Überwachung des Zauns und die regelmäßigen physischen Kontrollen der gesamten Zaunlänge zeigen keinerlei Spuren von Wildschweinen, die von Deutschland nach Dänemark eingewandert wären.» Alles in allem scheine die Kombination der verschiedenen Maßnahmen, darunter der Zaun, aber auch die intensive Jagd auf Schwarzwild, zu wirken, sagte der Sprecher. (weiterlesen)

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TV-Tipp: MDR-Reportage: Hitze, Stürme, Käferplage - Das Waldsterben geht weiter

Während der Mensch noch debattiert, ist die Natur schon mittendrin im Klimawandel. Und die Folgen sieht man inzwischen auch direkt vor der Haustür. Verheerende Stürme, abgestorbene Bäume und von Käfern zerfressene Wälder. Seit 2018 wurden bereits über 140.000 Hektar Wald durch Hitze, Dürre und Schädlinge zerstört. 

"Exakt - Die Story" geht es heute Abend um 20.30 im MDR-Fernsehen

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Polen: ASP grassiert unvermindert weiter ASP in Polen

Während die Ausbrüche der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen in Brandenburg die deutschen Landwirte in Atem hält, grassiert die Tierseuche in Polen unvermindert weiter. Die Oberste Veterinärbehörde bestätigte gestern einen neuen ASP-Fall in einem polnischen Schweinemastbetrieb.

Betrieb liegt in bislang seuchenfreier Region
Bei dem betroffenen polnischen Betrieb soll es sich um einen Hof mit insgesamt 34 Tieren im Süden der Wojewodschaft Masowien handeln. Sorgen bereitet Fachleuten nicht nur die Tatsache, dass es in dieser Region bislang noch keinen Ausbruch der Seuche gegeben hatte. Mit dem aktuellen Fall ist die Afrikanische Schweinepest nun auch seit Jahresbeginn bereits in 90 Schweinehaltungsbetrieben aufgetreten. Dabei mussten insgesamt rund 53.000 Hausschweine gekeult werden.

Fast täglich neue Funde in Polen (weiterlesen)

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Rein rechnerisch 643 Wildunfälle pro Tag

Das Risiko von Wildunfällen steigt: Im vergangenen Jahr gingen nach Angaben des Automobilclubs von Deutscbhland (AvD) 234.860 Verkehrsunfälle mit Wildtieren in die Statistik ein. Das entspricht rechnerisch 643 Fällen pro Tag. Gegenüber dem Vorjahr beträgt der Anstieg aller Wildunfälle nur knapp ein Prozent, jedoch sind die Unfälle mit Damwild um acht Prozent und die mit Rotwild um 11,3 Prozent gestiegen, während Schwarzwild (Wildschweine) als Unfallgegner gleichzeitig um fast ein Drittel zurückgegangen sind. Dennoch sind Zusammenstöße mit Wildschweinen mittlerweile auch nicht mehr in Städten, etwa in der Nähe von Grünanlagen, auszuschließen. Die meisten Wildtiere sind vor allem in der Morgen- und Abenddämmerung aktiv, die jetzt im Herbst früher einsetzt.

Die Energie, die bei einer Kollision mit einem Tier frei wird, ist beträchtlich und steigt in Abhängigkeit von der Fahrgeschwindigkeit beim Aufprall exponentiell. Wird ein 20 Kilogramm wiegender Rehbock mit Tempo 60 angefahren, beträgt die Wucht des Aufpralls rund 800 Kilogramm. Speziell bei Reh-, Dam- und Rotwild mit ihren langen Beinen, sind Zusammenstöße für alle Beteiligten in der Regel fatal: Stoßstange und Kühlergrill des Autos hauen dem Tier buchstäblich die Beine weg. Der Körper des Tieres landet auf der Motorhaube und trifft anschließend nahezu ungebremst auf die Windschutzscheibe. Die bietet oft nicht ausreichenden Schutz, so dass das Tier durchaus auch im Fahrzeuginneren landen kann. (weiterlesen)

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Startschuss für die Revierjäger Ausbildung 2020/2023

Der Bundesverband Deutscher Berufsjäger e.V. bekommt wieder Zuwachs. Auch 2020 treten 24 junge Frauen und Männer die 3-jährige Ausbildung zur Revierjägerin oder zum Revierjäger an der BBS II Northeim an. Zwei Neuerungen gibt es: Strenge Hygienemaßnahmen auf Grund der Corona-Pandemie und die Jagscheinpflicht schon im Vorfeld.

Ende August fiel der diesjährige Startschuss für die 3-jährige Ausbildung zum Revierjäger oder zur Revierjägerin in der BBS II Northeim. Dieses Jahr gibt es in der Berufsfachklasse für das Lehrpersonal und die 22 Herren und 2 Damen eine zusätzliche Herausforderung. Unter strengen Coronaauflagen empfing Oberstudienrat Jens Hepper die Schülerinnen und Schüler des Ausbildungsjahrganges 2020 vor dem Schulgebäude. Er wies direkt auf die strenge Mundschutzpflicht in den öffentlichen Bereichen der Schule hin. Auch der Sicherheitsabstand, sowie erhöhte und strenge Hygienemaßnahmen sind Standard des Hygienekonzeptes und müssen vorerst in den Schulalltag integriert werden.

Jagdschein ist wieder Voraussetzung   (weiterlesen)

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Einstellung zur Jagd hat sich positiv entwickelt

Repräsentative Umfrage im DJV-Auftrag: Heute steht ein Fünftel mehr Menschen positiv zur Jagd als 2003. Zahl der kritischen Stimmen hat sich halbiert. Naturschutzleistungen der Jäger finden mehr Beachtung.

Die Jagd in Deutschland findet mehr Zustimmung. Insgesamt sind heute mehr als die Hälfte der Befragten positiv zur Jagd eingestellt - ein Fünftel mehr als noch im Jahr 2003. (Quelle: DJV)
Die Jagd in Deutschland findet mehr Zustimmung. Insgesamt sind heute mehr als die Hälfte der Befragten positiv zur Jagd eingestellt - ein Fünftel mehr als noch im Jahr 2003. Der Anteil der Menschen, die Jagd eher kritisch sehen, hat sich im selben Zeitraum mehr als halbiert auf 22 Prozent. Das sind die zentralen Ergebnisse einer repräsentativen Befragung des unabhängigen Instituts IfA Marktforschung Bremer + Partner im Auftrag des Deutschen Jagdverbandes (DJV). (weiterlesen)

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Waldschutz: „Nehmt den Förstern den Wald weg“

Forstwirt*innen sagen, sie müssen mit ihrem Wald Geld verdienen. Waldwissenschaftler*innen sagen: Wenn es mit der Waldwirtschaft so weitergeht wie bisher, überlebt der Wald nicht. SWR Umweltredakteur Werner Eckert erklärt, woran das liegt und was wir tun müssen, um Wälder langfristig zu schützen.

Wie viele seiner Kollegen kann auch Förster Friedbert Ritter im Norden von Rheinland-Pfalz. nicht fassen, wie es um die 100-jährigen Fichten in seinem Forst steht: „Im Grunde genommen ist das derselbe Effekt wie beim Weihnachtsbaum im Wohnzimmer. Der Baum ist trocken und verliert seine Nadeln. Diese Bäume sind alle tot."

Unter der Rinde zeigt er auf die Spuren seines ärgsten Feindes: Der Borkenkäfer hat den Bäumen den Garaus gemacht.

er ist schuld – Borkenkäfer oder Forstwirtschaft? (weiterlesen)

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