Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten

Vor der Schutzhundeausbildung steht die Arbeit am absoluten Gehorsam, oder: Was der Jäger von der Schutzhundeausbildung lernen kann

Wer wie ich seine ersten Gehversuche, und das im wahrsten Sinne des Wortes am Schutzhund und dessen Ausbildung startete, reibt sich bei der Betrachtung der Chronologie der Jagdhundeausbildung oft verwundert die Augen.

Edda, wie unsere Schäferhundhündin hieß, wurde angeschafft, als ich gerade 4 Jahre alt war, um auf unseren Betrieb aufzupassen, weil ständig eingebrochen wurde. Edda hatte als einer der letzten Schutzhunde den Nachweis „hieb- und stichfest“ zu sein, erbracht. Eine kleine runde Veränderung der Fellfarbe am Oberschenkel war Zeugnis dieses Ausbildungsschrittes. Man rammte den Hunden damals ein kleines etwa 2 cm langes Messer in den Oberschenkel und der Hund durfte nicht mucken oder den Figuranten loslassen. Zeigte der Hund auch bei körperlichen Schmerzen den Gehorsam, war er „hieb- und stichfest“. Doch für den Dienst in der Polizeihundetaffel fehlte ihr der absolute Gehorsam, sie wurde trotz mehrjähriger Ausbildung ausgemustert. Sie hatte den Figuranten ohne ihn vorher ausgiebig zu verbellen angegangen. Dieser fehlende Gehorsam führte zum Ausschluss aus der weiteren Schutzhundeausbildung.

Der Befehl des Fassen und Loslassens muss binnen Sekunden vom Schutzhund umgesetzt werden. Ein nur geringes Zögern beim Fassen oder ein weiteres Festhalten des Figuranten, obwohl der Befehl des Loslassens gegeben wurde, führen zum sofortigen Ausschluss aus der Schutzhundeausbildung.
Beim Schutzhund muss der Gehorsam immer, auch in der stressigsten Situation, den Schutztrieb überlagern!!  (weiterlesen)

Niemals, auch nicht in einer Stressituation, darf der Schutzhund den Kontakt zum Führer abreißen lassen! 

 

Notification
Kommentar schreiben (0 Kommentare)

Wer ist der Jagdpächter in meiner Region?

Eine gute Suchmaschinenoptimierung beim Deutschen Jagdportal mit unerwarteten Nebenwirkungen

Immer häufiger rufen hilfesuchende Bürger beim Deutschen Jagdportal an, die mit der Jagd gar nichts zu tun haben. Es sind keine Jäger, die Hilfe bei der Freischaltung Ihres Accounts in der Community der Jagdportals benötigen oder Anzeigenkunden, die eine Beratung beim Schalten einer Kleinanzeige oder beim Eintrag in die Jagddatenbank wünschen.

Eine ständig steigende Anzahl an Notrufen erreichen uns von Bürgern aus ganz Deutschland, die den für ihr Anwesen zuständigen Jagdpächter suchen. Waren es anfangs nur gelegentliche Anrufe, erreichen uns diese Anrufe mittlerweile täglich und das mehrfach.
Durch unsere Suchmaschinenoptimierung erscheint bei Google bei der Angabe der Suchphrase „Jagdpächter“ das Jagdportal auf dem ersten Platz. Das wiederum führt dazu, dass Bürger, die den Jagdpächter in ihrer Region suchen, auf dem Jagdportal landen. Dort erscheint dann auch oben unsere Mobilfunknummer, die eigentlich für Mitglieder unserer Community eingerichtet wurde, um schnelle Hilfe bei Softwareproblemen leisten zu können. Doch mittlerweile dient die Leitung als Kummerkasten von Bürgern, die verzweifelt den zuständigen Jagdpächter in ihrer Region suchen, weil sie ein Wildtier leiden sehen oder es tot im Garten liegt.

Als wir mit unserem unserem Artikel „Vorbildliches Jagdpächterverzeichnis der Gemeinde Schöntal“ auf das Problem aufmerksam machen wollten, ernteten wir aus der Jägerschaft mehr Ablehnung als Zustimmung, wollen doch viele Jagdpächter und Jäger nicht im Internet genannt werden, schon gar nicht mit einer Revierkarte. Schade, da durch eine schnelle Revierpächtersuche oft viel Tierleid erspart werden könnte, geht es bei den Anrufen oft darum, ein Wildtier von seinem Leid zu erlösen.  (weiterlesen)

Notification
Kommentar schreiben (0 Kommentare)

Die Drückjagd verrät, ob der Jagdpächter es will – und kann

Wieder stehen wir an derselben Stelle wie vor einem Jahr, als pandemiebedingt Bewegungsjagden abgesagt wurden. Mit dem Unterschied, dass in diesem Jahr flächendeckende Lockdowns (noch) nicht vorgesehen sind und im Freien 2G+ Veranstaltungen wie Drückjagden möglich bleiben könnten. Ein glückliches Privileg! Weshalb die Devise für uns Jäger/innen lauten muss: „Wenn schon, denn schon!“ Auch der Glaubwürdigkeit wegen.

Vor genau einem Jahr habe ich in der Kolumne geschrieben: „Die Streckendaten (der Corona- Drückjagden) werden die fahrlässige Untätigkeit der Jagdpachtreviere aufzeigen.“ Was sich vollends bewahrheitet hat und auch in diesem Jahr bestätigt – einen Lerneffekt kann man der Jägerschaft beim besten Willen nicht unterstellen: Vor kurzem war ich auf einer Revier übergreifenden Drückjagd, an der 45 Reviere teilgenommen haben. Ergebnis: 33 Rehe. Das entspricht 0,7 Rehen pro Revier. Das Gebiet liegt in einem unserer Hauptschadensgebiete mit Kahlschlägen soweit das Auge reicht. Das Beispiel zeigt, dass in kaum einem konventionell bejagten Pachtrevier der Ernst der Lage erkannt, geschweige denn gehandelt wird. Aller Absichtserklärungen und offizieller Vorsätze der Verbände zum Trotz passiert in den Revieren: nichts. Oder sehen Sie auf jeder Kalamitätsfläche neu errichtete, geeignete Hochsitze stehen? Ich sehe auf meinen Fahrten durch die Schadensgebiete da bislang fast gar nichts. Das jagdliche Tagesgeschäft in den Pachtrevieren verharrt in stoischer Passivität. Nach dem Motto: „Der Wald stirbt, was juckt’s mich“. Hauptsache es sind viele Tiere im Revier! Apropos: In den Revieren der o. g. Drückjagd tummeln sich nicht nur sehr viele Rehe, die eine diverse Waldverjüngung verhindern. Nachdem von Jagpächtern seit 15 Jahren sehr „erfolgreich“ Muffel ausgesetzt wurden, hat man dort nun auch Damwild zum jagdlichen Vergnügen freigesetzt. Die Behörden schauen tatenlos zu. Oder stützen die illegalen Ansiedlungen sogar!   (weiterlesen)

Notification
Kommentar schreiben (2 Kommentare)

Kaliber für die Drückjagd: Das universelle Maß fürs Ausland

Frank Heil, 1.12.2021

Vor allem Auslandsjäger machen sich regelmäßig Gedanken über das perfekte und universelle Kaliber für die Drückjagd.

Ein passendes und universell einsetzbares Kaliber für die Drückjagd zu finden, ist nicht gerade leicht. Gerade für Jagdreisende, die viel Zeit auf ausländischen Drückjagden verbringen ist die Beantwortung dieser Frage mitunter entscheidend, gilt es doch vielen verschiedenen Wildarten. Ein Waffen- und Kaliberexperte gibt ihnen daher wichtige Tipps für die Suche nach dem richtigen Drückjagdkaliber.

Richtige Drückjagdlaborierung

Anlässlich einer Gesellschaftsjagd im Ausland hochgemachtes Schalenwild ist vollgepumpt mit Adrenalin und zeigt sich gegenüber vertraut äsendem als wesentlich schusshärter. Die Todesfluchten und Nachsuchen werden länger. Dann hilft es, wenn ein Ausschuss vorhanden ist, der möglichst viel Schweiß liefert. Obwohl – wie Befragungen ergaben – die meisten Jäger mit ihrer vertrauten Alltagswaffe und -munition auch auf Bewegungsjagden erscheinen, lohnt es sich, nach einem speziellen Kaliber für die Drückjagd zu suchen. Die Anforderungen an eine solche: Die Laborierung muss von den „Nebenwirkungen“ her vom Jäger zu verkraften sein (Treffersitz wichtiger als Geschoss und Kaliber). Die Empfehlung: das Kaliber/die Laborierung wählen, die vom Drückjagdteilnehmer gerade noch zu ertragen ist. Und die Anforderungen an das Geschoss: schnelles Ansprechen im Ziel, überzeugende Stoppwirkung, relative Unempfindlichkeit gegenüber Hindernisse in Flugbahn sowie hohe Ausschusswahrscheinlichkeit bei möglichst geringer Hinterland-Gefährdung.   (weiterlesen)

Gewehr liegt auf dem Schoss eines Jägers, der auf dem Waldboden sitzt und in den Wald schaut.Die Büchse immer parat – auf der Drückjagd kann es jederzeit hektisch werden. 

 

Notification
Kommentar schreiben (0 Kommentare)

Wolf in Deutschland: Zahl der Rudel und Wolfsrisse wächst stark

2.12.2021
Die Anzahl der Wolfsrudel in Deutschland ist in einem Jahr um rund 20 Prozent angewachsen. Das geht aus der Erhebung für das Monitoringjahr 2020/2021 hervor. Bundesamt für Naturschutz und die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf haben die aktuellen Zahlen vorgestellt. Die Zahl der gerissenen Nutztiere wuchs sogar noch stärker als die Anzahl der Rudel.

Während im Monitoringjahr 2019/2020 noch 128 Wolfsrudel, 35 territoriale Paare und 10 territoriale einzelne Wölfe in Deutschland lebten, waren es 2020/21 schon 157 Wolfsrudel, 27 Wolfspaare und 19 sesshaften einzelne Wölfe. Das geht aus den jüngsten veröffentlichten amtlich bestätigten Wolfszahlen hervor, die auf den jährlichen offiziellen Bestandserhebungen der Bundesländer beruhen. Bundesamt für Naturschutz und Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf gaben die Zahlen am 2. Dezember bekannt. (weiterlesen)

Notification
Kommentar schreiben (1 Kommentar)

Wind und Wild – Welche Rolle Wind bei der Bewegungsjagd spielt

30.11.2021

Dass der Wind auf Bewegungsjagden eine entscheidende Rolle spielt, ist bekannt. Doch welche? Wie reagieren Rot-, Dam-, Schwarz- und Rehwild auf welchen Wind? Ihr JÄGER hat vier erfolgreiche Jagdleiter gebeten – ein jeder zu seiner Hauptwildart –, seine Erfahrungen darzustellen.

Spätestens wenn wir aus der Haustür treten und uns auf den Weg in Richtung Revier machen wollen, geht der Blick zum Wetterhahn, zum nächsten Fahnenmast oder auch in die belaubten Kronen der umstehenden Bäume. Woher kommt der Wind? Die Antwort auf diese Frage hat großen Einfluss auf das bevorstehende jagdliche Vorhaben. Schließlich orientieren sich alle Schalenwildarten wegen des Feindvermeidungsverhalten an dem Wind, da der Geruchssinn die am stärksten ausgeprägte sensorische Fähigkeit ist. Lichter und Lauscher mögen irren, ein Windfang bzw. Wurf nicht. Der Geruchssinn bleibt stets unbestechlich, der Windfang bzw. Wurf verliert nie seine Aufmerksamkeit, nicht im Schlaf, nicht während der Paarungszeit – noch lässt im Alter seine Leistung nach.

Damwild und Wild  (weiterlesen)

Notification
Kommentar schreiben (0 Kommentare)

Probleme für Hundeausbildung? Neue Hundeschutzverordnung in Kraft

Kathrin-Fuehres

01.12.2021   Mit der Verkündung ist nun die neue Tierschutz-Hundeschutzverordnung in Kraft. Hat dies Folgen für die Jagdhundeausbildung?

Mit Verkündung im Bundesgesetzblatt ist nun die Änderung der Tierschutz-Hundeverordnung, welche unter Julia Klöckner auf den Weg gebracht worden war, in Kraft getreten. Neben dem Ausstellungsverbot für Hunde, die sogenannte Qualzuchtmerkmale aufweisen, gibt es auch Änderungen für die Haltung und Ausbildung von Hunden.

Mindestens vier Stunden pro Tag Umgangszeit mit Welpen
Züchter müssen ab sofort eine „eine ausreichende Sozialisation der Hundewelpen gegenüber dem Menschen und Artgenossen sowie eine Gewöhnung an Umweltreize gewährleisten.“ In gewerbsmäßigen Zuchten darf eine Betreuungsperson künftig maximal drei Würfe gleichzeitig betreuen und eine Mindestzeit von vier Stunden täglich im Umgang mit den Welpen muss sowohl bei privaten als auch gewerbsmäßigen Züchtern gewährleistet sein.

Auch eine Anbindehaltung ist in der Hundehaltung ab sofort untersagt. Bei der Gruppenhaltung muss jedem Hund ein Liegeplatz zur Verfügung stehen, sowie eine individuelle Fütterung und gesundheitliche Versorgung möglich sein. Es darf zudem keine unkontrollierte Vermehrung bei einer Gruppenhaltung stattfinden.   (weiterlesen)

Notification
Kommentar schreiben (0 Kommentare)

Schafhalter liefern mit Film "echte Fakten über Wölfe"

Während Frankreich das konventionelle „Wolfsmanagement“, den passiven Herdenschutz, für gescheitert erklärt hat, verlangt Deutschland von den Tierhaltern ein hoffnungsloses Wettrüsten gegen Wölfe.

30.11.2021 von Alfons Deter

„Dieser Film wird bei Menschen aller Altersstufen garantiert für rege Diskussionen sorgen“, ist sich der Vorsitzende des Fördervereins der Deutschen Schafhaltung, Wendelin Schmücker, sicher.

Der Film „Echte Fakten über Wölfe“ nimmt sich der Rückkehr der Wölfe nach Deutschland an, die Weidetierhalter und Landbevölkerung vor immer größere Probleme stellt. „Mit der Dokumentation will der Förderverein der Deutschen Schafhaltung für Aufklärung sorgen: Der Verklärung setzen wir „erlebte“ Fakten entgegen – und die Einschätzung von Wolfsexperten. Die Debatte über ein echtes und effektives Wolfsmanagement in Deutschland ist längst überfällig“, betont Wendelin Schmücker seinen Beweggrund gegenüber dem Landvolk-Pressedienst.

Eine Koexistenz zwischen Wolf und Weidetierhaltung könne in der Kulturlandschaft in Deutschland nur funktionieren, wenn die Bestände der Wölfe reguliert und seiner unbeschränkten Ausbreitung in Deutschland Grenzen gesetzt werden, fordert Schmücker gemeinsam mit dem Vize-Präsidenten des Landvolk Jörn Ehlers für alle betroffenen Weidetierhalter. „Anderenfalls ist die Weidehaltung von Schafen, Ziegen, Pferden und Rindern auf der Weide in Frage gestellt“, betont Jörn Ehlers als Sprecher des „Aktionsbündnis aktives Wolfsmanagement“. 

Notification
Kommentar schreiben (0 Kommentare)

Afrikanische Schweinepest - Ein Kampf gegen das Unsichtbare

Durch Pandemie, Flutkatastrophe und Afghanistan ist die Seuche weitgehend aus der Tagespresse verschwunden. Ein Dauerthema bleibt sie aber im Osten, wo sie seit einem Jahr stetig Boden gewinnt. Wir haben einen Tag lang ASP-Suchhundführerin Barbara Schäfer bei der Fallwidsuche auf die Seuchen-Schwarzkittel im ASP-Kerngebiet begleitet.
(Video ansehen)

Notification
Kommentar schreiben (0 Kommentare)

Biosicherheit bei der Jagd einhalten

29.11.2021

(DJV) Berlin,  ASP-Prävention: DJV bittet Jäger bundesweit, strenge Hygienemaßnahmen einzuhalten. Jagdreisen in betroffene Regionen sollten ausbleiben. 7-Punkte-Katalog enthält wichtige Hinweise.

Vergangene Woche haben Behörden vier Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen in Mecklenburg-Vorpommern amtlich bestätigt. Es ist damit das dritte Bundesland, in dem das Virus nachgewiesen wurde. Vieles deutet darauf hin, dass Menschen die Tierseuche eingeschleppt haben. Der Deutsche Jagdverband (DJV) bittet deshalb Jäger, Biosicherheitsmaßnahmen unbedingt einzuhalten. Das Friedrich-Loeffler-Institut empfiehlt unter anderem von Jagdreisen in ASP-Risikogebiete abzusehen. Insbesondere Schweinehalter und in Schweinehaltungen Angestellte sollten dort nicht jagen und den Kontakt zu Haus- und Wildschweinen vermeiden. Indirekte Übertragungswege durch kontaminierte Materialien wie Trophäen, Fleisch, Werkzeuge, Kleidungsstücke oder Transportfahrzeuge aus Risikoregionen spielen eine bedeutende Rolle.

Der DJV bittet Jäger, bundesweit folgende Hinweise zu befolgen:

Jagdreisen in die betroffenen Regionen im In- und Ausland unterlassen.

In jedem Fall Biosicherheitsmaßnahmen bei der Jagd einhalten - etwa Reinigen von Kleidung, Schuhen und Fahrzeugen, die mit Wildschweinen in Berührung gekommen sind.

Fallwild, Aufbrüche, Zerwirkreste und Schwarten von Schwarzwild sollten über Tierbeseitigungsanlagen entsorgt werden.
Schwarzwild im Rahmen von Gesellschaftsjagden zentral aufbrechen.

Beim Transport von Schwarzwild immer auslaufsichere Wannen nutzen und diese abdecken.

Jedes Stück Fallwild/Unfallwild beim Schwarzwild direkt über das Tierfund-Kataster oder beim zuständigen Veterinäramt unverzüglich melden und beproben lassen.

Informieren Sie sich über ein ASP-Monitoring vor Ort und nehmen Sie unbedingt teil - geeignete Probenröhrchen und Gefäße gibt es beim zuständigen Veterinäramt.   (weiterlesen)

Notification
Kommentar schreiben (0 Kommentare)