Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten

Bundesjagdgesetz: SPD blockiert laut Union Novellierung

19.06.2021 Noch immer geht es bei der Novellierung des Bundesjagdgesetzes nicht voran – CDU/ CSU und SPD geben sich gegenseitig Schuld daran.

Der Agrarpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Albert Stegemann, wirft der SPD-Bundestagsfraktion mangelnde Kompromissbereitschaft beim Streit um die Jagdgesetznovelle vor. In einer Pressemeldung erklärte er: „Die SPD zeigt weiterhin keine Bereitschaft zur Annäherung, wenn es darum geht, einen Kompromiss bei der anstehenden Novelle des Bundesjagdgesetzes herbeizuführen.“

CDU/ CSU strebt 3+1 Lösung an
Im vergangenen Monat waren die Rollen noch anders verteilt. Da ließ die CSU im letzten Moment einen Kompromiss platzen – auf Druck des Bayerischen Jagdverbandes. Nun fordert Stegemann den Koalitionspartner auf, sich der sogenannten „3+1 Lösung“ anzuschließen. Diese sieht vor, die Bleiminimierung, den Schießübungsausweis für Gesellschaftsjagden und die Jägerausbildung zu refomieren. Zusätzlich soll das jagdrechtliche Verbot für Nachtzieltechnik und das waffenrechtliche Verbot für Infrarotaufheller bei der Jagd auf Schwarzwild augehoben werden. (weiterlesen)

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Heuernte - Leserfrage: Wer ist für Rehkitzsuche vor Mahd zuständig?

Vor dem ersten Grasschnitt liegen viele Rehkitze im hohen Gras. Ist der Landwirt oder der Jäger für die Suche der Wildtiere zuständig, damit diese nicht ausgemäht werden?

Frage: Ich bewirtschafte Grünland und informiere den Jagdpächter jedes Mal rechtzeitig vor dem ersten Schnitt, damit er die Wiesen nach Kitzen und anderen Wildtieren absucht. Wenn er antwortet, er habe keine Zeit, die Wiesen abzusuchen, bin ich dann verpflichtet, die Wiesen selbst abzusuchen? Und wenn ich das dann tue, kann ich ihm dann meine Arbeitszeit in Rechnung stellen?

Antwort: In der Pflicht zur Wildsuche, um die Tiere vor dem Mähtod zu bewahren, stehen Landwirte und Lohnunternehmer. Ansonsten würden Sie gegen § 17 Tierschutzgesetz verstoßen, weil Sie vorsätzlich ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund töten, da Sie es unterlassen, durch Ergreifen der bekannten Führsorgemaßnahmen Wildtiere vor der Mähmaschine zu bewahren. Das kann zu hohen Geldbußen führen. Sie handeln deshalb im eigenen Interesse, wenn Sie sich darum bemühen, dass kein Tier zu Schaden kommt, indem Sie etwa vor der Mahd ihre Wiese abgehen oder die Fläche mit Drohnen absuchen. Einen Anspruch gegen den Jagdpächter auf Vergütung ihres Engagements haben Sie nicht, weil Sie jedenfalls nicht primär seine, sondern Ihre eigene Aufgabe erfüllen.  (weiterlesen)

 

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Produktinformation: Einsatz von Drohnen in der Jägerschaft

Ein jeder kennt mittlerweile das brummende Geräusch, wenn eine Drohne durch die Luft schwirrt. In den letzten Jahren ist der Absatz von Drohnen in Europa und speziell Deutschland stark angestiegen - hörbar!

Durch die in diesem Jahr gültig gewordene neue EU-Drohnenverordnung (2019/947 und 2020/746) hat das Europaparlament die Zügel in puncto Drohnenfliegerei enger angezogen. Warum sich allerdings Drohnen in vielen Jägerschaften immer größer werdender Beliebtheit erfreuen, erklärt das Team von Drone Safety aus Neumünster, Schleswig-Holstein.

Als Drohnenschulungsbetrieb und Dienstleister sowie Vertreiber von speziellen Drohnensystemen hat Drone Safety die Entwicklung der letzten Jahre hautnah beobachten können. Für Revierarbeiten werden mittlerweile zunehmend Drohnen für die Wildtierrettung eingesetzt: „Was früher zehn oder mehr Rehkitzretter pro Feld in bis zu einer Stunde, meistens erfolglos, durchsuchen mussten, erledigt heute die Drohne mit Wärmebild innerhalb weniger Minuten. Und das mit einer beeindruckenden Zuverlässigkeit!“ erklärt Tim Eichert aus dem Team. Und die Technik schreitet voran: „Vor einem Jahr haben wir überwiegend Mehrkomponentensysteme eingesetzt. Die haben bereits sehr zuverlässige Arbeit geleistet. Seit diesem Jahr gibt es jedoch mit der Mavic 2 Enterprise Advanced (RTK) ein einfaches und zuverlässiges Plug&Play-System aus dem Hause DJI. Für die Wildtierrettung genau das richtige: Sicher, kaum bis gar nicht wartungsanfällig und darüber hinaus mit einem hochauflösenden Wärmebild. Das ist ein echter Game-Changer!“, freut sich Thorsten Eichert, Geschäftsführer von Drone Safety.

Rehkitzrettung ist erst der Anfang gewesen  (weiterlesen)

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Das Onlinemagazin "Wir Jagen" Juli 2021 ist online

Liebe Leserinnen und Leser,

endlich ist es richtig Sommer, die Vegetation explodiert auf Feld, Wiese und im Wald.
Die Frischlinge entwickeln sich ordentlich, Kitze und Kälber sind fast überall gesetzt.
Ansitze in leichter Jagdbekleidung, Büchsenlicht bis in den späten Abend hinein, einfach eine herrliche Zeit.
Genießen Sie diese auch mit der Wir Jagen Ausgabe Juni/Juli, die seit heute online ist.

Unter anderem warten diese Artikel auf Sie:
- Angeschaut: Den Ferrari unter den Kanzeln
- Zeckenzeit: Was hilft wirklich?
- Über den Tellerrand hinaus: Wilde vietnamesische Pho
- Jagdgeschichte: German Hattrick
- ...und noch vieles mehr...

Viel Freude beim Lesen!
Herzliche Grüße,

Ihre Alena Steinbach

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Nach Jagd-Urteil: Empörung bei Tierschützern und Jägern

500 Euro und das Wort „Ordnungswidrigkeit“ sorgen für einen Aufschrei unter Tierschützern und Jägern. Damit kam ein Garmisch-Partenkirchner davon, der ein Muttertier erlegt hat. Für den Richter ließ sich keine Straftat nachweisen. Tessy Lödermann befürchtet einen Präzedenzfall.

Garmisch-Partenkirchen – Diese eine Sache wollen Jäger unbedingt vermeiden. Es ist „das Schlimmste, was man machen kann“, sagt Johann Geisslinger, Vize-Vorsitzender der Kreisgruppe Garmisch-Partenkirchen im Bayerischen Jagdverband. Wem es passiert, „den belastet das ein Leben lang“, ergänzt Tessy Lödermann, Vorsitzende des Tierschutzvereins im Landkreis. Einem Jäger aus Garmisch-Partenkirchen ist es passiert. Am 19. Juni 2020 hat der 69-jährige, erfahrene Weidmann ein Muttertier erlegt. Damals forderten Geisslinger und Lödermann gegenüber dem Tagblatt: Diese Tat muss bestraft werden. Ein Jahr später steht fest: Der Strafbefehl über 2000 Euro wurde kassiert, das Verfahren gegen eine Geldauflage von 500 Euro eingestellt (wir berichteten). „Das hat eingeschlagen wie eine Bombe“, sagt Lödermann über die Reaktionen auf das Urteil. „Pures Entsetzen“ herrsche unter Jägern und Tierschützern.

Rechtsanwalt des Jägers plädiert für Abschaffung des Paragrafen, der das Muttertier schützt
Was sie besonders fassungslos und traurig zurücklässt: Wie „unverhohlen“ der Rechtsanwalt in der knapp zweistündigen Verhandlung dafür plädierte, den Schutz des Muttertiers aus Paragraf 22, Absatz 4 im Bundesjagdgesetz gleich ganz abzuschaffen.  (weiterlesen)

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Produktinformation: Drohnen halten Einzug in das Jagdwesen

Die diesjährigen Drohneneinsätze bei der Rehkitzrettung sind in aller Munde. Das mühsame Absuchen der Wiesen hat ein Ende, mittels Drohne können viele Hektar Wiesen vor der Mahd in kürzester Zeit abgesucht werden. Die Rehkitzrettung fördert die Zusammenarbeit von Jägern und Landwirten, ist ein wichtiger Beitrag für den Tierschutz und der Beitrag der örtlichen Jäger für die jagdliche Öffentlichkeitsarbeit ist unbezahlbar. Nicht nur bei der Rehkitzsuche sind Drohnen ein überaus hilfreiches Werkzeug bei der Jagd. Es gibt viele weitere Anwendung in denen die Drohnen, mit unterschiedlichen Nutzlasten ausgestattet, dem Jagdpächter wertvolle Dienste leisten kann.

Der Blick von oben bietet viele Möglichkeiten

So fällt es mittels Drohnen und ihrem Blick von oben leicht, die vom Schwarzwild angerichteten Wildschäden im Mais frühzeitig zu erkennen und schnell Gegenmaßnahmen zu ergreifen, bevor die Sauen größere Schäden anrichten.

Wenn die Maisjagden beim herbstllichen Maishäckseln beginnen, leistet die Drohne bei der Organisation vor der Saujagd wertvolle Dienste. Das Anstellen der Schützen ohne vorher zu wissen, ob Sauen im Mais stecken, entfällt. Alle Sauen, die sich im Mais eingeschoben haben, können mühelos vor dem Beginn des Häckselns vom Jagdleiter bestätigt werden.

Auch bei Drückjagden im Winter können mit Wärmebildkameras unterstützte Drohnen bei der Nachsuche auf krankgeschossenes Wild dem Nachsuchenführer wervolle Dienste leisten. Wird die Drohne unmittelbar nach dem Schuss eingesetzt, sind Kontrollsuchen schnell und sicher durchzuführen. In den Wintermonaten hebt sich das kranke oder tote Stück Wild auch durch die hohen Bäume noch lange durch die Körpertemperatur vom kalten Waldboden ab und das kranke oder tote Stück Wild kann von der Wärmebildkamera problemlos erfasst werden. Die Kontrollsuche mittels Drohne gibt dem Schützen zudem die absolute Sicherheit, gefehlt zu haben.  (weiterlesen)

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Jetzt noch Kitzrettung per Drohne fördern lassen

11. Juni 2021 Anträge jetzt stellen: Nur noch bis zum 1. September 2021 fördert das Bundeslandwirtschaftsministerium Drohnen mit Wärmebildkameras zur Kitzrettung. Bereits 378 Anträge sind eingegangen. Die Norddeutsche Wildtierrettung bietet kostenfreie Beratung an.

Seit Ende März 2021 fördert das Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) die Anschaffung von Drohnen mit Wärmebildtechnik zur Kitzrettung. Ihr Einsatz ist eine der effektivsten Methoden für die Wildtierrettung bei der Frühjahrsmahd. Verantwortlich für die Vergabe der Fördergelder ist die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Insgesamt stehen drei Millionen Euro zur Verfügung. Bisher sind 378 Anträge auf Förderung bei der BLE eingegangen. Etwa genauso viele Drohnen können also bis zum 1. September 2021 noch gefördert werden. Anträge stellen können eingetragene Vereine, zu deren satzungsmäßigen Aufgaben Pflege und Förderung des Jagdwesens, Tier-, Natur- und Landschaftsschutz sowie Rettung von Wildtieren gehören. Dazu gehören auch Kreisjagdverbände oder Kreisvereine, nicht aber die juristisch unselbstständigen Hegeringe.  (weiterlesen)

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SVFLG informiert: Wann ist Borreliose eine Berufskrankheit?

Borreliose kann unter bestimmten Voraussetzungen eine Berufskrankheit sein, die von der gesetzlichen Unfallversicherung zu entschädigen wäre.

Die Ursache für Borreliose ist in der Regel ein Zeckenstich. Sie kann zur Arbeits- oder Berufsunfähigkeit der Betroffenen führen, die mitunter lebenslang an Folgeschäden leiden.

Damit die Berufsgenossenschaft Borreliose als Berufskrankheit anerkennen kann, muss nachgewiesen sein, dass die Zecke den Versicherten während der Ausübung seiner versicherten Tätigkeit gestochen hat. Bei Forstarbeitern, Holzrückern, Berufsjägern, landwirtschaftlichen Unternehmern mit Bodenbewirtschaftung, Wanderschäfern sowie bei Beschäftigten im Gartenbau kann die Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft (LBG) grundsätzlich davon ausgehen, dass die Infektion während der Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit eingetreten ist, es sei denn, die Gesamtumstände sprechen im Einzelfall dagegen, informiert die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG). (weiterlesen)

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Waldrapp - Navigationstraining für Zugvögel

In menschlicher Obhut werden Waldrappe großgezogen und lernen über die Alpen in ihre Winterquartiere zu fliegen

Waldrappe wurden vor Jahrhunderten in Europa ausgerottet. Gemeinsam mit dem Tiergarten Schönbrunn in Wien, dem Waldrappteam und anderen Institutionen hilft die Deutsche Wildtier Stiftung bei der Wiederansiedlung der seltenen Vögel und Erforschung ihrer Zugrouten.

Der Waldrapp (Geronticus eremita) war einst eine weit verbreitete Vogelart in Europa, Nordafrika und auf der Arabischen Halbinsel. In Europa wurde die Art bereits im Mittelalter ausgerottet. Im vergangenen Jahrhundert verschwanden auch die Bestände außerhalb Europas, mit Ausnahme zweier Kolonien in Marokko.
Die Weltnaturschutzunion IUCN klassifizierte in ihrer Roten Liste die Art 1994 als „vom Aussterben bedroht“. Aufgrund zahlreicher Artenschutzbemühungen konnte der Status im Jahr 2018 auf „stark gefährdet“ angepasst werden. (weiterlesen)

 

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Thüringen führt Leinenpflicht mit Bußgeld ein: Leinenpflicht im Wald schützt Wildtiere und Waldbesucher

Manche Hundebesitzer ignorieren die Anleinpflicht im Wald: Nicht nur die Natur zahlt den Preis, viele Erholungssuchende fühlen sich gestört

Die Zahl der Waldbesucher, die ihren Hund in den heimischen Wäldern ausführen, ist ungebrochen hoch. Viele Hundehalter nutzen gerne die Chance, ihrem geliebten Vierbeiner Auslauf im schattenspendenden Wald zu bieten. Damit nimmt die Gefahr zu, dass Wildtiere durch freilaufende, ungehorsame oder wildernde Hunde aufgeschreckt, verletzt oder gar getötet werden. Deshalb regelt das Thüringer Waldgesetz zum Schutz des Wildes, dass Hunde, die nicht zur Jagd eingesetzt werden, ganzjährig an der Leine zu führen sind. Wer dagegen verstößt, muss mit empfindlichen Geldbußen bis zu 2.500 Euro rechnen.

Auch Hundehalter dürfen die Lebensgemeinschaft Wald nicht beeinträchtigen

„Das Thüringer Waldgesetz erlaubt es, den Wald zum Zweck der naturverträglichen Erholung auf eigene Gefahr zu betreten. Jeder Waldbesucher muss sich jedoch so verhalten, dass er die Lebensgemeinschaft Wald nicht stört oder beeinträchtigt. Dies gilt auch für Hundehalter“, erklärt Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand und selbst leidenschaftlicher Hundebesitzer. Immer wieder ist hingegen festzustellen, dass Hundeführer ihre Vierbeiner, entgegen der waldgesetzlichen Regelungen, ohne Leine und außerhalb des Einwirkbereiches laufen lassen. Diese Hunde wittern im Wald die Fährten von Wildtieren oder begegnen diesen direkt und nehmen ggf. die Verfolgung auf. Im Regelfall hilft dann alles Pfeifen und Rufen nicht – der Hund ist, je nach Rasse mehr oder weniger, vom Jagdfieber gepackt. Dies kann allerdings nicht nur böse für das Wildtier enden, sondern auch für den Hund. Besonders das Queren von vielbefahrenen Straßen beim Hetzen des Wildes kann für Jäger und Gejagten den schnellen Tod bedeuten – von der zusätzlichen Gefahr für Dritte einmal abgesehen. Diesem kann man vorbeugen, indem man den Hund, wie im Thüringer Waldgesetz gefordert, anleint.   (weiterlesen)

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