Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten

Auslandsjagd: Naturschützer wollen Trophäeneinfuhr verbieten

Mit einem Antrag will der Deutsche Naturschutzring die Trophäeneinfuhr für bestimmte Wildarten verbieten lassen. DJV und CIC wehren sich dagegen.

Kathrin Führes 23.9.2022

Mit einem Antrag an den Deutschen Naturschutzring (DNR), dem Dachverband der deutschen Natur-, Tier- und Umweltschutzorganisationen, wollen einige jagdkritische Tierrechtsorganisationen die Trophäenjagd im Ausland für deutsche Jäger erschweren. In dem Antrag, der nun der Mitgliederversammlung zur Abstimmung vorgelegt werden und welcher dann die Bundesregierung zur Handlung auffordern soll, wird gefordert, dass die Einfuhr von Jagdtrophäen von Tierarten, die in den Anhängen der EU-Artenschutzverordnung NR:338/97 enthalten sind, nach Deutschland untersagt wird. Des weiteren will man ein Verbot für die Bewerbung und den Verkauf von Jagdreisen auf bedrohte und geschützte Arten im Internet und Jagdmessen erwirken. Zudem soll sich die Bundesregierung laut des Antrags für die „konsequente Unterstützung globaler Bemühungen zum Schutz bedrohter Arten durch Förderung alternativer, tier- und naturschutzgerechter Einnahmequellen aus nichtkonsumtiver Nutzung für lokale Gemeinschaften“ einsetzen.

Große gesellschaftliche Ablehnung

Trophäenjäger würden in der Regel die größten und stärksten Individuen bejagen, welche für den Fortbestand bedrohter Tierbestände besonders wichtig seien, so die Tierrechtler. Außerdem würde die Trophäenjagd gegen das deutsche Tierschutzgesetz verstoßen, da der „Erwerb von Trophäen“ keinen „vernünftigen Grund“ zum Töten von Tieren darstellt. Auch würde die Trophäenjagd im Ausland auf große Ablehnung in unserer Gesellschaft stoßen, wird in dem Antrag weiter ausgeführt. (weiterlesen)

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Vogelgrippe-Welle in diesem Jahr stark wie nie

Eine echte Pandemie bei Wildvögeln: Das Infektionsgeschehen hat bei der Vogelgrippe „eine ganz neue Qualität“ erreicht.

Kathrin Führes
23. 9.2022

In diesem grassierte die Vogelgrippe-Welle so schlimm wie noch nie in Deutschland.
Die Vogelgrippe schlägt in diesem Jahr besonders dramatisch zu: Wie Timm Harder, Leiter des Nationalen Referenzlabors für Aviäre Influenza gegenüber der "dpa" berichtet, habe das Infektionsgeschehen „eine ganz neue Qualität“ erreicht. So heftig wie in diesem Jahr habe die Vogelgrippe noch nie im Sommer grassiert. Im gesamten Jahr 2021 lag die Zahl der bestätigten Fälle bei 1300. In diesem Jahr würde es schon 1070 Fälle geben, obwohl der Herbst und Winter bislang noch bevorsteht, wo die Fallzahlen normalerweise am höchsten sind. Hinter jedem Fall können dabei auch mehrere Tiere stehen und speziell Wildvögel können dabei nicht immer vollständig erfasst werden.

Große Pandemiewelle bei Seevögeln

In diesem Sommer habe es besonders an der Nordsee eine große Pandemiewelle die Seevogel-Kolonien erfasst. Die Experten gehen davon aus, dass Zehntausende Vögel, wie etwa Seeschwalben oder Basstölpel, der Vogelgrippe zum Opfer gefallen sind. An der Ostsee würde es sich vor allem um Kormorane und Lachmöwen handeln. (weiterlesen)

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Zwischen Zoo und Inzest – der falsch verstandene Naturschutz und seine Folgen

Während der Hirsch von Inzucht bedroht ist, kennt die Glorifizierung des Wolfs keine Grenzen. Ein Kommentar über falsch verstandenen Naturschutz.

Kim Trautmann 18.9.2022

Bauernopfer bei den Cerviden
Die selbsternannte Naturschutzlobby großer Verbände orientiert sich in Deutschland nicht mehr nur an der Schaffung neuer Lebensräume und am Erhalt aller Arten, sondern hat zunehmend die Vermarktung besonders charismatischer Tiere sowie der eigenen, häufig wissenschaftsfernen Ideologie im Sinn. Anders lassen sich die Forderungen nach dem ganzjährigen Schutz von Füchsen und Neozoen prominenter NABU-Vertreter und die Glorifizierung des Wolfs kaum erklären. Reinster Artenpopulismus möchte man meinen, der in einigen Bundesländer bereits zu geltendem Recht wird.

Doch fernab des städtischen Idylls der Mülleimer leerenden Waschbärwelpen, des in der fernen, romantischen Wildnis des ländlichen Raums umherschleichenden Grauhunds und der von PETA gehegten Minkpopulationen, haben wir ein veritables Naturschutzproblem.

Inzucht vor der Haustür   (weiterlesen)

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Schnäppchen: Cooles Gadget für Nachteulen: Digitales Nachtsichtgerät bei Aldi im Angebot

15. September 2022
Marinus Martin

Bei Aldi ist ein digitales Nachtsichtgerät im Angebot. Das Gadget fürs Camping, die Jagd oder ein nächtliches Abenteuer im Harten gibt es vorübergehend 150 Euro günstiger.

Bei Aldi im Onlineshop erwarten euch aktuell viele gute Angebote aus dem Outdoor-Bereich. In Kürze gibt es eine praktische Akkuluftpumpe beim Discounter, schon jetzt könnt ihr ein digitales Nachtsichtgerät von Bresser mit einem ordentlichen Rabatt kaufen - ideal zum Campen, Jagen oder für nächtliche Abenteuer in Garten und Natur.  (weiterlesen)

Das Bresser Explorer 200RF gibt es aktuell günstig bei Aldi.

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Im Einsatz verletzt: Diensthunde sind beamtenrechtlich keine „Sachen“

Von Oliver Bock
13.09.2022-12:19

Ein Förster hat Anspruch auf Begleichung der Tierarztkosten durch das Land Hessen, wenn sein Jagdhund bei einem Kontrollgang verletzt wird. Das hat nun ein Gericht festgestellt.

Ein Förster hat auch dann Anspruch auf Begleichung der Tierarztkosten durch das Land Hessen, wenn sein Diensthund nicht bei der Jagdausübung, sondern bei einem Kontrollgang verletzt wird. Das hat das Verwaltungsgericht Wiesbaden rechtskräftig entschieden.

Der Forstbeamte aus dem Rheingau-Taunus-Kreis war mit seinem Hund auf einem Kontrollgang, als sich dieser von der Leine losriss und an den nahen Bahngleisen von einem Zug gestreift wurde. Dabei erlitt der Hund Verletzungen am Schwanz, deren Behandlung Kosten in Höhe von rund 2000 Euro zur Folge hatte.

Beamtenrechtlicher Schadensersatzanspruch

Der Förster wollte das Geld von seinem Dienstherren erstattet bekommen und zog schließlich vor das Verwaltungsgericht. Dessen dritte Kammer gab der Klage statt, weil die Voraussetzungen für einen beamtenrechtlichen Schadensersatzanspruch erfüllt seien. Tiere seien zwar rechtlich keine „Sachen“, doch seien die für Gegenstände geltenden Vorschriften durchaus anwendbar. (weiterlesen)

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Bizarre Amoktour - Treckerfahrer soll Jagd auf Wildschweine gemacht haben

Gleich acht Wildschweine soll ein 22-Jähriger in Mecklenburg-Vorpommern mit seinem Traktor getötet haben. Einem Zeugen zufolge lauerte der Verdächtige den Tieren am Rande eines Maisfelds regelrecht auf.

13.09.2022

Ein Traktorfahrer soll auf einem Maisfeld bei Hagenow absichtlich mehrere Wildschweine totgefahren haben, nun ermittelt die Polizei im Landkreis Ludwigslust-Parchim gegen den 22-Jährigen. Wie ein Polizeisprecher am Dienstag sagte, hat ein Jäger am Montag Strafanzeige gegen den Mann erstattet. Der 22-Jährige soll – nach Angaben des Waidmannes – anscheinend gezielt hinter Schwarzwild hergefahren sein und mehrere Tiere überrollt haben. Nach Angaben des Jägers sollen am Montag acht Wildschweine dabei verendet sein. Die Hagenower Polizei habe die Angaben noch nicht genau prüfen können.   (weiterlesen)

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Wolfgang Sehnert neuer Bundesmeister aller Klassen

13.9.2022

Mannschaftstitel geht erneut nach Rheinland-Pfalz.
Im nordrhein-westfälischen Buke trafen sich vom 7. bis 10. September die qualifizierten Schützen zur Bundesmeisterschaft im jagdlichen Schießen des Deutschen Jagdverbandes (DJV). Rund 600 Teilnehmer maßen und verglichen sich in den Disziplinen der Büchse, Flinte und Kurzwaffe. Am Ende des Turniers stand allen voran Wolfgang Sehnert. Der Jäger aus Rheinland-Pfalz wurde an seinem 68. Geburtstag mit 340 Punkten zum Meister aller Klassen ernannt. Neben einem fehlerfreien Lauf zum Bundesmeister an der Flinte sicherte er sich auch den Titel in der großen Kombination durch 524 erzielte Punkte mit Lang- und Kurzwaffen. In der Gesamtwertung gingen Silber an Andreas Thölking (338 Punkte) und Bronze an Bjarne Meinecke (335 Punkte). Bundesmeister an der Büchse wurde Roland Ueckermann aus Brandenburg mit 196 von 200 Ringen, das Kurzwaffenschießen ging an Günter Heinbockel (193 Punkte) aus Niedersachsen.   (weiterlesen)

Zu seinem 68. Geburtstag schenkte sich der Jäger gleich 6 Titel.

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 Zahlt die Versicherung bei Wildschäden im Garten?

Von Lena Hackauf 12. September 2022

Rehe, Wildschweine und Wildkaninchen können im Garten große Schäden verursachen. Doch wer kommt für den Wildschaden im Garten auf? Greift ein Versicherungsschutz?

Auch in Großstädten sieht man Wildtiere immer häufiger in Schrebergärten nach Nahrung suchen. Die Folgen sind kahle Jungbäume, leere Gemüsebeete oder verwüstete Rasenflächen. Jeder Hobbygärtner weiß, dass es kostspielig ist, einen gepflegten Garten zu haben. Wer kommt also für den Wildschaden im Garten auf?

Was fällt alles unter einen Wildschaden im Garten?

Wildtiere gibt es viele in Deutschland: von Wildschwein bis Reh, von Maus bis Maulwurf – sie alle leben in der Wildnis. Unabhängig von der Körpergröße können sie alle für Schaden und Ärger im Garten sorgen. Maulwürfe und ihre Hügel zerstören die emsig gepflegte Rasenfläche – so wie auch Wildschweine auf der Suche nach Nahrung. Rehe knabbern indes die zarte Rinde von jungen Bäumen ab und Wühlmäuse bearbeiten das Gemüsebeet unterirdisch.

Als Wildschaden gelten jedoch nur jene Schäden, die von Wild an landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich oder privat-gärtnerisch genutzten Flächen entstehen. Wild meint hierzulande jene Tiere, die man jagen kann. Das bedeutet, Schäden etwa durch Wildschweine, Rehe (und anderes Schalenwild), Wildkaninchen und Fasane werden als Wildschaden gewertet. Maulwurf und Mäuse jagt man in den meisten Fällen nicht, sie zählen deshalb nicht dazu.   (weiterlesen)

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Wildschäden: Berechnungen sollten von Experten geprüft werden

Wildschäden sind gerade in einer Zeit, in der landwirtschaftliche Produkte immer teurer werden, besonders ärgerlich. Berechnungen sollten von einem Experten geprüft werden, wie top agrar Österreich Rechtsexperte Dr. Levente B. Nagy erklärt.

07.09.2022  von Roland Pittner Dr. Levente B. Nagy

Kommt es zu Wildschäden, bedeutet es nicht zwingend, dass sich der Landwirt über die entstandenen ­Kosten ärgern muss, denn Jagdausübungsberechtigte haften verschuldensunabhängig für ­Wildschäden (siehe auch Seite 18). Doch trifft dies nicht für jeden Wild­schaden zu und es stellt sich die Frage, ­welcher Schaden nun ersatzfähig ist. Was ist beispielsweise, wenn das Vlies durch über das Feld laufendes Wild ­beschädigt wird?

Eine allgemeine Definition für er­satzfähige Wildschäden sucht man vergeblich, da je nach Bundesland unterschiedliche Definitionen gelten. ­Daraus resultiert, dass durch Wild verursachte Schäden bundesweit sehr ­unterschiedlich ersetzt werden. So sind Wildschäden an Haustieren vom burgenländischen, jedoch nicht vom vorarl­bergischen Landesjagdgesetz umfasst. Trotz unterschiedlicher Auffassungen, sind sich die Landesgesetze be­züglich einer nahezu identen Definition einig: Der Jagdausübungsberechtigte hat die Wildschäden an noch nicht ­eingebrachten Früchten/Erzeugnissen zu ersetzen. Somit können sich Landwirte Wildschäden, die z. B. durch die Schädigung von Maiskulturen entstehen, ersetzen lassen.

Schäden an "Grund und Boden"    (weiterlesen)

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Der Herbst: Die schönste Zeit des Jahres!

Der Herbst ist für mich nicht nur als Jäger, sondern auch als Naturfotograf eine ganz besondere Jahreszeit: Durch den Dunst und Nebel ist das Licht jetzt sehr weich und die Farben wirken sanft und mystisch.

Vor allem morgens und abends, wenn der Rotanteil des Lichtes hoch ist, bieten sich überall in der Natur tolle Fotomotive.

Wenn Ihr die natürliche Stimmung Eurer Fotos erhalten wollt, solltet Ihr unbedingt die Aufnahmefunktion Eurer Kamera, zusätzlich zum Jpeg-Format, auch für das RAW-Aufnahmeformat einstellen. Jpeg ist ein sehr Speicherplatz-schonendes Fotoformat, bei dem die Kamera ein Schönwetter- Idealbild automatisch errechnet und abspeichert. Dabei wird oft der Bildkontrast erhöht und der Dunst im Bild elektronisch herausgefiltert: Die tolle Herbststimmung geht verloren und lässt sich kaum wieder herstellen.  (weitere Herbstfotos)

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