Deutsches Jagdportal Jagdnachrichten

Angepasste Waffen und Kleidung

Jagd-Branche öffnet sich für weiblichen Nachwuchs
Als Jägerinnen sehen sich Frauen wie Alexa Liepe und Cornelia Weiss regelmäßig mit Unverständnis konfrontiert. Dennoch sei in der Branche ein Wandel hin zu mehr Gleichberechtigung zu beobachten. So gehen Hersteller bei Waffen und Kleidung vermehrt auch auf weibliche Kundschaft ein.  (Video ansehen)

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Die waidmännische Bejagung der Wildschweine …

ist lange Vergangenheit – oder hat es die überhaupt nie gegeben?

Der durch viele kritische Veröffentlichungen und Vorträge zur Jagd bekannte Schweißhundeführer Seeben Arjes äußerte sich schon vor 20 Jahren dahingehend, dass nach seinen Beobachtungen die Hälfte aller im Sommer in den Feldern erlegten Sauen säugende Muttertiere sind. Ein eklatanter Verstoß gegen alle Regeln, der aber selten zu strafrechtlichen Konsequenzen, nicht einmal zur Ächtung entsprechend handelnder Jäger führt.

Dieter Bertram, Bundesobmann der Berufsjäger a.D., beklagt im Mai 2021 in einem offenen Schreiben an zuständige PolitikerInnen, dass selbst gestandene Schweißhundeführer ihre Nachsuchenarbeit einstellen, weil es unerträglich geworden sei, verendete Bachen aufzufinden, an denen die Frischlinge säugen.

Richtig ist wohl, dass klimatische Veränderungen das Nahrungsangebot für Wildschweine verbessern und das die Reproduktion begünstigt. Richtig ist aber auch, dass riesige Mais- und Rapskulturen das Nahrungsangebot zumindest kurzfristig bereichern, ebenso wie das in vielen Bundesländern noch immer nicht restriktiv geregelte Kirren [Füttern zum Anlocken des Wildes]. Ein ganz wesentlicher Aspekt der gefühlt hohen Schwarzwildbestände ist aber auch die politisch forcierte völlig undifferenzierte und damit kontraproduktive Bejagung dieser hochentwickelten Tierart.

Einen bislang letzten Todesstoß für jegliche tierschutzverträgliche Jagd auf das Borstenvieh haben wir Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt und seinen Ressortkollegen in den Ländern zu verdanken, die sich 2018 von der bundesweiten Aufhebung der Schonzeit für das Schwarzwild eine präventive Maßnahme im Hinblick auf die nahende Afrikanische Schweinepest (ASP) versprachen. (weiterlesen)

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Broschüre zu Jagd in sozialen Medien

1.02.2023  Berlin (agrar-PR) - Inhalte einordnen und ihre Tauglichkeit beurteilen: Auf 24 Seiten gibt es Fakten, Hintergründe und Tipps.
Das Heft im DIN-A5-Format gibt es jetzt kostenfrei im DJV-Shop. 

Die Jagd in den sozialen Medien: Der DJV hat jetzt eine Broschüre mit Fakten, Hintergründen und Meinungen zum Thema herausgebracht. Hauptzielgruppen sind Funktionsträger in jagdlichen Organisationen wie Kreisjägerschaftsvorsitzende, Hegeringsleiter oder Obleute für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.
Die Broschüre soll helfen, Inhalte souverän einzuordnen und ihre Tauglichkeit für soziale Medien besser zu beurteilen. Denn immer wieder kursieren auf Whatsapp, Facebook oder Instagram fragwürdige Fotos und Videos rund um die Jagd. Aus vermeintlich geschlossenen Gruppen oder privaten Chats finden sie den Weg in die breite Öffentlichkeit – wie zuletzt ein Video einer Nachsuche in Brandenburg, das bundesweit für negative Schlagzeilen sorgte.
Welche Fotos sind geeignet? Wie begegne ich Hassrede? Welche Tipps haben Influencer für den gelungenen Auftritt bei Facebook oder Instagram? Der DJV hat hierzu Wissenswertes zusammengetragen. Ausgewählte Jägerinnen und Jäger erläutern, wie sie erfolgreich mit sozialen Medien umgehen. Die 24-seitige Broschüre im DIN-A5-Format ist ab sofort im DJV-Shop kostenfrei zuzüglich Versandkosten erhältlich.

Kontakt:
DJV-Service GmbH
(02 28) 38 72 90-0
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.djv-shop.de
Deutscher Jagdverband e. V.
Vereinigung der deutschen Landesjagdverbände für den Schutz von Wild, Jagd und Natur
Torsten Reinwald
Pressesprecher
Chausseestraße 37
10115 Berlin
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Telefon: (030) 209 1394 0

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Debakel um „Jagd und Hund“ ist der Westfalenhallen Dortmund unwürdig

01.02.2023

Die Messe „Jagd und Hund“ ist vorbei. Zeit, Bilanz zu ziehen und die Beteiligten zur Verantwortung zu bitten. Ein Kommentar.

Dortmund – Die Messe „Jagd und Hund“ in den Dortmunder Westfalenhallen ist für dieses Jahr erledigt. Zum Glück, meinen Tierschutzverbände. Doch nach der Messe ist vor der Messe, meint der Veranstalter und plant bereits das nächste Event für 2024. Übernehmt endlich Verantwortung, meint RUHR24-Redakteurin Kathrin Ostroga – und zwar alle: Aussteller, Stadt und Messe selbst.

Messe „Jagd und Hund“ in Dortmund: Wir reden hier nicht von Wildschweinen

Die Messe Jagd und Hund sorgt seit Jahren für Diskussionen. Auch in diesem Jahr hieß es wieder „illegale Geschäfte“ in zahlreichen Headlines lokaler Medien. Auch RUHR24 thematisierte die Trophäenreisen, die auf der „Jagd und Hund“ in Dortmund wieder für Furore sorgen.

Für mich ist es schwer zu glauben, dass in Dortmund in Zeiten des Klimawandels und des Artensterbens Werbung für solche Jagdreisen gemacht wird. Schließlich geht es hier nicht um ein paar Rehe oder Wildschweine, sondern um teils vom Aussterben bedrohte Tierarten wie Löwen oder Elefanten. (weiterlesen)

 

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Jagdverpachtungen von Genossenschaften ab 2025 umsatzsteuerpflichtig

Johanna Michel 01.02.2023

Ab 2025 fallen auch Verpachtungen von Jagdgenossenschaften unter die Umsatzsteuerpflicht. Das führt bei privaten Pächtern zu höheren Kosten – wenn sie nicht zu den Ausnahmen zählen.

Nach der Übergangsfrist ist die Jagdvergabe ab dem 1. Januar 2025 eine umsatzsteuerpflichtige Leistung. Wie das Beratungsunternehmen Ecovis erklärt, zählte sie bisher als nicht umsatzsteuerbare Vermögensverwaltung.

Während Wildschadenverhütungspauschalen in zwei Jahren umsatzsteuerpflichtig sind, bleiben Wildschadenspauschalen oder Zahlungen für Wildschäden als Schadenersatz bei der Umsatzsteuer laut Ecovis außen vor.

Pacht von Jagdrevieren wird teurer

Ecovis-Steuerberaterin Karin Merl weist darauf hin, dass viele Jagdpächter in Deutschland Privatpersonen sind. Deshalb können sie keine Vorsteuer abziehen. Weil sie zusätzlich die Mehrwertsteuer zahlen müssten, seien die Kosten für sie letztlich höher.  (weiterlesen)

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Jagdhunde reißen 15 Schafe: steht die Brauchbarkeit nun in Frage?

Zwei Deutsch Drahthaar sollen 15 Schafe gerissen haben. Angeblich stünde die Brauchbarkeit auf dem Spiel. Aber: Ist das möglich?

30.1.2023

In Kirchwald im Kreis Mayen-Koblenz (Rheinland-Pfalz) rissen Jagdhunde im Dezember 2022 während einer Drückjagd 15 Schafe. Ende Januar diesen Jahres erstatteten Jagdgegner Anzeige gegen den Veranstalter der Jagd und den Hundeführer bei der Staatsanwaltschaft in Koblenz. Laut der Pressemitteilung der Jagdgegner steht die Brauchbarkeit nun auf dem Spiel. Aber: Lässt sich die Brauchbarkeit überhaupt aberkennen?

Rückblende zur Jagd im Dezember

Was war geschehen? Am 3. Dezember nahmen Passanten das Geläut der Hunde und die Schüsse der Jäger wahr. Zwei Deutsch Drahthaar rannten stürmisch auf sie zu, bogen ab und zogen in Richtung einer Schafweide weiter. Die Passanten wussten um die dort weidenden Tiere und machten sich Sorgen. Sie stiegen ins Auto und fuhren - so das Nachrichtenportal „inrlp.de“ - zur Weide. Allerdings: Sie kamen zu spät.

Steht die Brauchbarkeit auf dem Spiel?

Die Hunde hatten bereits erste Schafe gerissen. Nur mit Mühe gelang es den beiden Passanten laut Medienberichten, einen der Hunde einzufangen. Am Ende starben laut „inrlp.de“ 15 Schafe durch die Hunde. Die Jagdgegner, deren Initiative ihren Sitz im Landkreis Mainz-Bingen hat, wollen im Nachgang Zeugen befragt haben. Das geht aus einer Pressemitteilung der Jagdgegner hervor. Die beiden Deutsch Drahthaar würden nach einem solchen Vorfall nicht mehr als brauchbar einzustufen sein, heißt es in dem Text.  (weiterlesen)

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Die Hohe Jagd und Fischerei 2023 

30.1.2023
In knapp zwei Wochen ist es wieder soweit: Vom 16.-19. Februar 2023 öffnet „Die Hohe Jagd & Fischerei“ Messe ihre Tore.

In diesem Jahr werden mehr als 400 Aussteller erwartet, die in Salzburg die neuesten Trends und Innovationen aus den Bereichen Jagd und Fischerei präsentieren. Parallel findet die absolut allrad statt, eine Messe für Allrad- und Geländefahrzeuge.

Zu den Highlights der „Die Hohe Jagd & Fischerei gehören der Red Fox Austria Award am Samstag den 18. Februar von 13:00-15:00 Uhr, die Österreichische Hirschrufmeisterschaft am Sonntag den 19. Februar von 10:00-12:00 Uhr und die European Taxidermy Championships.   (weiterlesen)

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Frauen auf der Pirsch - Die Jagd ist weiblich 

tagesschau24 , 29.01.2023

Film von Konstanze Schirmer

Immer mehr Frauen jagen, auch in der Lausitz, im Süden Brandenburgs. Die unberührten Wälder rings um die noch bestehenden oder ehemaligen Braunkohletagebaue sind ideale Rückzugsgebiete für das Wild. Vier Frauen sind dort auf der Pirsch, auf früheren Kippenflächen, am Rand des Spreewalds oder zwischen weit auseinanderliegenden Dörfern. Was ist ihre Motivation, wenn es sein muss, Tiere zu töten?

Die Jagd gilt seit Jahrhunderten als eine Männerdomäne. Seit Anfang der 1990er Jahre ändert sich das schlagartig: Von ehemals einem Prozent sind inzwischen bis zu einem Drittel Frauen in einer Jagdgemeinschaft. Vier von ihnen erzählen in dem Film, wie sie zwischen Tagebaulandschaften im Süden Brandenburgs, in ausgedehnten Kiefern- und Mischlaubwäldern oder in der Kulturlandschaft Spreewald zur Jagd gekommen sind und was sie daran fasziniert. Jagen Frauen aus anderen Motivationen heraus als Männer?

In erster Linie steht das Naturerlebnis im Vordergrund, das Bewusstsein, Wildtiere aus nächster Nähe beobachten zu dürfen. Damit verbunden ist die Pflicht zur Hege des Waldes und des Wildes. Einen Großteil ihrer Freizeit verbringen jagende Frauen somit im Wald, beim Anlegen von Hecken und natürlich beim direkten Eingreifen in den Bestand der Tiere. Doch das ist den meisten von ihnen nicht genug. Viele reizt es, den obligatorischen Begleiter einer Jagd, den Jagdhund, auch noch selbst auszubilden.

Die Reportage zeigt Jägerinnen auf der Pirsch im Frühjahr, beim Ansitz im Sommer und beim Erlegen von Wild im Herbst eines Jahres. Sie hinterfragt die Notwendigkeit des Jagens, die Motivation der Frauen, Tiere zu töten und lässt den Zuschauer an sehr aufwendig gedrehten Naturbeobachtungen der Lausitz teilhaben.   (Video ansehen)

 

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Die Jagd bleibt Publikumsmagnet

25. Januar 2023

Der ungebrochene Erfolg der Dortmunder „Jagd und Hund“ offenbart die Schwachstellen einer realitätsfernen Tierrechtsdebatte. Auftritt und Inhalte der Messe belegen die gesellschaftliche Akzeptanz der Jagd.

Von Michael Lehner

Auf der Dortmunder Messe „Jagd und Hund“ rechnen die Veranstalter mit dem Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen nach den Corona-Jahren wieder mit Rekordzahlen jenseits der 80.000 Besucher. Nicht nur der Ticket-Vorverkauf deutet auf ungebrochenes Interesse an der ältesten Form des Nahrungserwerbs.

In Deutschland steigt die Zahl der Jagdscheininhaber beständig. 407.370 waren es im letzten Jahr in Deutschland – ein Plus von 30 Prozent binnen dreißig Jahren. Aktuell stellen Frauen ein Drittel der Teilnehmer an den Jägerprüfungen. Das sagt auch etwas dazu aus, welche Rolle die Jagd in Deutschland aktuell einnimmt.

Dass solche Statistik eine andere Sprache spricht als die öffentliche Wahrnehmung in vielen Mainstream-Medien ist durchaus spannend. Und ist zudem ein Hinweis auf die wachsende Kluft zwischen Großstadt-Befindlichkeiten und Landbevölkerung. Selbst dann, wenn sich zu Gelegenheiten wie dem Münchner Oktoberfest Menschenmassen in Jäger-Kluft versammeln. Derlei Tracht gehört zwar auch auf der Dortmunder Messe zu den Publikumsmagneten. Aber die große Menge der 580 Aussteller aus 36 Ländern steht im direkten Zusammenhang mit der Jagd in all ihren Facetten – auch den immer wieder kritisierten.

Küche und Kochen mit Wild immer beliebter       (weiterlesen)

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100. Wiener Jägerball: Hintergründe und Interview mit Daniel Serafin - Der Jägerball in Wien.

Über Jäger und das künstlerische Konzept für den 100. Wiener Jägerball vom Grünen Kreuz.

24. Januar 2023 Ilse Fischer

Nach zweijähriger Pause lautet am 30. Jänner 2023 beim ältesten karitativen Ball Österreichs das Motto des Abends: »Die Hofburg und die Spanische Hofreitschule verwandeln sich in ein Gesellschafts- und Tanzrevier der Extraklasse«.

Falstaff: Sie haben einmal gesagt: »Ich könnte nie einen Texas-Ball machen, ohne vorher in Texas gewesen zu sein.« Sind Sie also Jäger? Und müssen Sie das nicht sein, um dem berühmten Ball der Jäger einen perfekten »Kunst-Rahmen« zu geben?

Daniel Serafin: Dem stimme ich vollkommen zu. Die künstlerische Umsetzung eines Balles bedarf jedoch immer einer musikalisch-dramaturgischen Konzeption, welche branchenunabhängig ist. Als künstlerischer Leiter des Jägerballs werde ich mein künstlerisches Wissen mit dem Geist der Jagd verbinden. Da ich in einem Unternehmen arbeite, welches einen großen Schwerpunkt in der Jagd hat, durfte ich mir schon einiges an Wissen aneignen und werde in nächster Zeit auch meinen Jagdschein machen. Um es mit dem von Ihnen genannten Texas-Ball zu vergleichen: Ja, ich war schon öfters in Texas, jedoch reicht meine Expertise noch nicht zum City-Guide. (lacht)

Lieben Sie Bälle? Und haben Sie selber schon einmal einen Ball »eröffnet«?

Selbstverständlich habe ich einige Bälle eröffnet. Meine erste Balleröffnung war der Wiener Opernball 2000. Seither ist in mir das »Ballfieber« entflammt. Alljährlich besuche ich um die zehn bis 15 Bälle und habe auch selbst schon einige im Ausland mitorganisieren dürfen, zum Beispiel in Peking, Bangkok, Myanmar und New York.   (weiterlesen)

 

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