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Wolf im Revier: Keine Berührungsängste mit wissenschaftlichen Institutionen

Interview mit Felix Böcker und Philipp Schmieder von der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) in Baden-Württemberg

Der Wolf ist gekommen, um zu bleiben. Für uns Jäger gilt es deshalb, den richtigen Umgang mit diesem neuen „Player“ auf dem Spielfeld zu finden. Um in Zukunft effiziente Jagdstrategien und -konzepte entwickeln zu können, ist es wichtig, so viel wie möglich über sein Verhalten zu erfahren. Eine enge Zusammenarbeit auf Augenhöhe zwischen Jagd und Wissenschaft ist die Basis dafür. Jägerinnen und Jäger sind dazu aufgerufen, sich aktiv am Erforschungs- und Monitoringsprozess der großen Beutegreifer zu beteiligen. Eine gute Qualität dieser Kooperation ist eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.

Neben dem Wolf ist auch der Luchs aus wissenschaftlicher Sicht von großem Interesse. Dieser scheue Lauerjäger lebt quasi unsichtbar. Besenderungen können wichtige Daten zum Schutz dieser seltenen Tierart liefern. Im Falle von „Toni“ (wissenschaftliche Bezeichnung B3001), dem ersten besenderten Luchs in Nordschwarzwald, für den der LJV Baden-Wüttemberg die Patenschaft übernommen hat, wird sogar eine Meldeprämie für Rissfunde ausbezahlt. Seine Besenderung gelang in enger Zusammenarbeit mit dem dortigen Wildtierbeauftragten und der Jägerschaft vor Ort.   (weiterlesen)

Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA)  Baden- Württemberg