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Deutschlands Wald in der Krise - Stirbt langsam

Borkenkäfer, Trockenheit, Klimawandel: Die deutschen Forsten sind in einer dramatischen Lage. Für Waldumbau ist zwar Geld da. Doch welche Bäume halten es bei uns in 50 Jahren überhaupt noch aus?

Der eine knabbert wirre Gänge ins Holz. Der andere hinterlässt ein Muster, das an den Umriss eines Laubbaums erinnert. Am Fichtenstamm auf dem Boden kann Andreas Bolte die Spuren der Schädlinge sofort erkennen. "Auch dieser Baum ist Opfer von Borkenkäfern geworden", sagt er. Der Forstfachmann leitet das Thünen-Institut für Waldökosysteme in Eberswalde und erforscht, wie Wälder gleichzeitig naturnah und produktiv sein können.

Boltes Büro liegt auf dem Waldcampus der brandenburgischen Stadt. Er muss nur wenige Schritte machen, um ins Grüne zu kommen. Und etwa 20 Minuten dauert es, bis der Forscher sieht, wo die Borkenkäfer gewütet haben: Ein Sturm hatte 2018 einen Teil der Fichten umgeworfen. Das tote Holz bot ideale Bedingungen für Schädlinge. Zwei, drei Generationen schlüpften in nur einem Sommer. Eine verbliebene Fichte nach der anderen starb und musste abtransportiert werden. (weiterlesen)

Borkenkäfer