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Bleiverbot: In Jagdmunition gehört kein Gramm Blei

Die EU hat Bleischrot bei der Jagd in Feuchtgebieten verboten. Gut, aber nicht gut genug. Es braucht ein vollständiges Bleiverbot, um Tier und Mensch zu schützen.

Ein Kommentar von Thomas Krumenacker

Das nach jahrelanger Debatte beschlossene Verbot für Bleischrot bei der Jagd in Feuchtgebieten ist ein wichtiger Etappensieg. Mehr aber auch nicht. Dass mehr als 1,5 Millionen Vögel in jedem Jahr ohne jeden Sinn qualvoll sterben müssen, dass die ohnehin stark belasteten Wasserökosysteme mit Blei belastet werden und dass dieses starke Gift in die Nahrungskette von Mensch und Tier gelangen kann – das sind Skandale, denen seit Langem ein Ende hätte gesetzt werden müssen.

Seit vielen Jahren verfolgen die Europäische Union und die Weltgesundheitsorganisation eine Null-Blei-Strategie: Wo immer es geht, muss das Supergift verbannt werden. Es gibt kein Blei in Benzin, in Farbe, in Buntstiften mehr. Nur in der Jagd gibt es das weiterhin. Auch nach dem jetzigen Verbot von Bleischrot in Feuchtgebieten. Dieses fragwürdige Privileg der Jagd ist nur ein Beispiel dafür, wie entkoppelt die Jagdpraxis gegenüber den geänderten Ansprüchen und Werten der Gesellschaft ist. Ähnliches gilt übrigens für die Landwirtschaft. (weiterlesen)

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