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Weidetierhalter widersprechen NABU: Herdenschutz krachend gescheitert – rasanter Anstieg bei Weidetierverlusten

Berlin, 02.10.2020. Der Förderverein der Deutschen Schafhaltung (FDS) widerspricht dem Naturschutzbund (NABU) aufs Entschiedenste. Der NABU hatte zum Abschluss seines auf dreieinhalb Jahre angelegten Projektes „Herdenschutz Niedersachsen“ eine positive Bilanz gezogen. Davon kann nach Ansicht der Schäfer keine Rede sein, im Gegenteil: Es gebe eine dramatische Entwicklung – mit immer mehr Wolfsübergriffen und toten Weidetieren.

„In den letzten fünf Jahren ist die Zahl der Wolfsübergriffe von 43 auf 240 und die der getöteten oder schwerstverletzt-eingeschläferten Weidetieren von 123 auf 861 gestiegen“, erläutert Wendelin Schmücker, FDS-Vorsitzender. „Letzteres entspricht einer Zunahme um 500 Prozent – und das trotz intensivster Bemühungen um den Herdenschutz. Diese Zahlen machen deutlich, dass die Utopie eines friedlichen Zusammenlebens von Wolf, Mensch sowie Weide- und Nutztieren krachend gescheitert ist.“ Es habe sich bestätigt, dass letztlich weder hohe Zäune noch Herdenschutzhunde auf Dauer helfen. (weiterlesen)

Förderverein der Deutschen Schafhaltung (FDS)

Foto: https://www.naturpark-solling-vogler.de/