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Die Seuche, der Schweinepreis und der Jägerhass

Fensterreden und Angst vor Hardcoreveganern helfen dem Wildbretmarkt nicht aus der Krise.

Spätestens, wenn die Weihnachtsbäckerei total verfrüht in den Discounter-Regalen steht, ist auch der Jäger-Frust über Luxus-Preise für Wildbret nah. In diesem Herbst besonders heftig, weil sich Sauen vielerorts kaum noch verkaufen lassen – außer im Supermarkt und aus möglichst fernen Ländern, nebenbei ein Fest für militante Jagdgegner und Hardcore-VeganerInnen.

So manche Politiker, die nun ziemlich hilflos ihr Heil in Zäunen gegen die Schweinepest suchen, bitten plötzlich um Jäger-Hilfe. Und sie werden dabei die Geister nicht los, von denen sie sich vor der Seuche gerne rufen (und wählen) ließen. Plötzlich ist Tieretöten wieder angesagt. Und sogar der zum vulgär-ökologischen Weltkonzern mutierte WWF erkennt die Zusammenhänge zwischen Energiepflanzen-Hype und Sauen-Explosion.

Wahr ist, dass der klassische Wildbrethandel und selbstvermarktende Jäger unter den Bemühungen, den Menschen den Appetit auf Fleisch zu verderben, schon seit Jahren ganz besonders leiden. Sie haben es wohl versäumt, ihrer Kundschaft vorzugaukeln, dass das Fleisch aus der Tiefkühltruhe kommt – und nicht vom Schlachter. Wie der Strom aus der Steckdose und das Geld aus dem Bankautomaten. (weiterlesen)

 

ASP