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An der Leine - Wer bewegt wen?

Die Leinenführigkeit ist ein riesen Thema bei jedem Hundehalter. Natürlich soll mein Hund in normalen Altagssituationen, wie beim Spaziergang im Wald, bei Hundebegegnungen oder in der Stadt, nicht an der Leine ziehen, in die Leine springen oder mich gar in der Gegend herumziehen. Es ist einfach total nervig, macht keinen Spaß, ist anstrengend und womöglich machen das meine Schulter oder mein Handgelenk nicht dauerhaft problemlos mit. Wer will denn schon von den anderen Hundeführern als unfähig belächelt oder mit klugen Ratschlägen bombardiert werden?

Führe ich einen Leinenrowdy dann noch jagdlich, kommt eine weitere Dimension hinzu. Immerhin führe ich neben dem Leinenrowdy auch ein Gewehr mit mir, würde natürlich auch gerne treffen, wenn sich eine Gelegenheit ergibt und bewege mich mit meinem Jagdhund nicht irgendwo, sondern direkt am für den Hund triebauslösenden Reiz. Hält mein Leinenrowdy die Leine immer gut auf Spannung in Erwartung gleich seinen Job machen zu dürfen, bin ich doch eher damit beschäftigt ihn genervt im Zaum zu halten um im oftmals unwegsamen Gelände nicht zu straucheln, als meine Aufmerksamkeit auf vermeintliche Jagdgelegenheiten zu richten. Das Treffen bewegten Wildes mit der Flinte wird sicherlich nicht leichter, wenn mein Hund an mir zerrt. Im Extremfall könnte es sogar zu einer unkontrollierten Schussabgabe führen. Dieses Risiko ist inakzeptabel!

Nur was ist zu tun?

Stellen Sie sich zunächst ernsthaft folgende Fragen:

Wer geht hier eigentlich mit wem? Sie mit ihrem Hund oder ihr Hund mit ihnen...

Warum zerrt Ihr Hund an der Leine? Etwa, weil er es kann, halt darf oder Sie es womöglich nicht so schlimm finden...

Wer achtet eigentlich auf wen?

Kommen Sie bei der Beantwortung dieser Fragen zu dem Ergebnis, dass Ihr Hund doch eher das Zepter in der Hand hat, dann sind Sie genau an dem Punkt angelangt, um den es bei der Leinenführigkeit geht!   (weiterlesen)

Leinenführigkeit