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Dackel: Alles über Wesen, Charakter und Haltung

von Kira Welling

04.01.2021  Das Wesen des Dackels ist keinesfalls das eines niedlichen Schoßhündchens – ganz im Gegenteil. Der Dackel wurde zu einem ganz bestimmten Zweck gezüchtet und diese Eigenschaften haften dem Teckel, wie der kleine Hund auch bezeichnet wird, bis heute an.

Der Wesen des Dackels – so erklärt es sich
Klein vom Wuchs, aber Mut wie ein Tiger – der Dackel gehört zu den Hunden, die Sie nicht unterschätzen sollten. Um den Charakter der Dackel zu verstehen, muss man die Geschichte des kleinen Hundes kennen, die im Mittelalter begann.

Jagdhunde wie der Münsterländer oder Bracken waren zu groß, um unterirdisch in den Höhlen zu jagen. Daraufhin versuchten deutsche Jäger, eine Rasse zu züchten, die klein und wenig, aber auch mutig und selbstbewusst sowie ausdauernd und robust sein sollte.
Eine ordentliche Portion Jagdtrieb durfte zudem nicht fehlen, denn immerhin sollten die kleinen Hunde selbständig in den unterirdischen Höhlen auf Jagd gehen. Dabei sollten die kurzbeinigen Hunde nicht selber die Tiere erlegen, sondern sie lediglich aus ihren Verstecken treiben.
Ursprünglich ging es bei der unterirdischen Jagd vor allem um Dachse, aber auch das Aufstöbern von Kaninchen oder Füchsen kam rasch dazu. Aus der Bezeichnung Dachshund wurde im Verlauf der Zeit dann der Dackel oder auch Teckel.
Bei der Züchtung des Dackels wurden verschiedene Jagdhunde wie Haidbracken, Spaniel, Wachtelhunde und Setter sowie Schnauzer und Terrier wie der Dandie Dinmont Terrier gekreuzt. Heraus kamen dabei letztendlich die Rauhaar-, Kurz- und Langhaardackel.
Es dauerte zwar einige Zeit, aber um das 19. Jahrhundert herum wurde die neue Hunderasse langsam auch im Ausland zur Kenntnis genommen. Der Legende nach soll die Beliebtheit des Dackels international enorm gestiegen sein, als sich die englische Königin Viktoria in die kleinen krummbeinigen Hunde mit dem treuherzigen Blick verliebte. (weiterlesen)

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