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Flintenkaliber

von Norbert Klups

Die Kaliberangabe für Flinten stammt aus England und berechnet sich aus der Anzahl kalibergroßer Rundkugeln, die aus einem englischen Pfund Weichblei (453 Gramm) gegossen werden können. Bei 12 gleichgroßen Kugeln somit das Kaliber 12, bei 16 das Kaliber 16 usw. Geläufig sind die Kaliber 10, 12, 16, 20, 24, 28, 32 und 36, wobei das letzte Kaliber auch .410 genannt wird.

Jagdlich gebräuchlich und sinnvoll sind die Kaliber 12, 16 und 20. Bei den Flinten ist das 12er-Kaliber, heute meist mit 76 Millimeter Hülsenlänge, dominierend, mit Abstand gefolgt vom Kaliber 20, während bei kombinierten Waffen gern 16er-Schrotläufe gewählt werden, um schmalere Kästen zu bauen. Es gibt zwar auch Drillinge und Bockbüchsflinten mit 20er-Schrotläufen, aber das ist nur sinnvoll, wenn auch echte 20er-Kästen gefertigt werden und nicht etwa der 16er-Kasten für das Kaliber 20 eingerichtet wird. Solche Waffen sind dann weder schmaler noch leichter als eine Waffe mit 16er-Schrotlauf. Im Gegenteil: Da in das für 16er-Läufe vorgesehene Hakenstück 20er-Läufe eingeschoben werden, sind diese hinten dickwandiger, was für mehr Gewicht sorgt. (weiterlesen)

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