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Kommentar: Umgang mit dem Wolf: Gefährlicher Dornröschenschlaf

Kommentar von Sabine Leopold

24.03.2021 Wölfe sind in Deutschland längst nicht mehr nur scheue Waldbewohner. Immer öfter und mit immer weniger Angst wagen sie sich in menschliche Nähe. Das ist für die Weidetierhaltung längst ein massives Problem. Aber auch für den Menschen und für den Wolf selbst droht ein Fiasko, wenn nicht bald etwas geschieht. Ein Kommentar.

Kein Wildtier in Deutschland bekommt so viel mediale Aufmerksamkeit wie der Wolf. Waren es in den vergangenen Jahren jedoch vor allem Landwirtschaftsmedien, die sich mit dem Graupelz befassten, streift der Wolf inzwischen regelmäßig auch durch Tageszeitungen und Nachrichtensendungen.

Kein Wunder: Wölfe kommen immer öfter auch in Menschennähe. Denn für den Wolf wird es eng. Wortwörtlich genommen. Um sich eigene Territorien zu suchen, bleiben den Jungwölfen immer öfter nur besiedelte Gegenden. Dabei sind Konflikte vorprogrammiert, auch außerhalb der bereits stark betroffenen Weidetierhaltung.

Am Wolfsmanagement hierzulande ändert das allerdings bislang fast nichts. Noch immer diskutieren Wolfsbefürworter und Wolfsgegner sich die Köpfe heiß, ohne dass Bewegung in die Materie käme. Jeder wegen Verhaltensauffälligkeiten – sprich Weidetierrisse – zum Abschuss freigegebene Graupelz wird zum Fanal des Artenschutzes, so als sei er einer der letzten seiner Art.

Neue Territorien für Jungwölfe gesucht  (weiterlesen)

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