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Wolf bedroht Mufflonpopulationen

von Janina Schuster

25.3.2021 Auf Anfrage einer Fraktion teilte die Bundesregierung mit, der Wolf sei eine Gefahr für das heimische Muffelwild.

Der Vorfahre aller Hausschafrassen, sowie der europäischen Wildschafe lebt unter anderem in Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Nordhessen und Nordrhein-Westfalen. Da wo sich der Wolf ausgebreitet hat, sind die Populationen deutlich zurückgegangen. Nach Einschätzung des Thünen-Instituts dürften die Restpopulationen in Brandenburg und Sachsen-Anhalt in den nächsten fünf Jahren erloschen sein. Die restlichen Populationen würden folgen. Dort, wo der Wolf bis dato nur vereinzelt angesiedelt ist, könne sich die Mufflon-Population noch halten. Dazu gehören unter anderem Bayern und Baden-Württemberg.

Streit in Uelzen eskaliert

Das Mufflon ist eine geschützte Art. Sie sind in Anhang III der Berner Konvention von 1979 aufgeführt und dürfen nur in einem Umfang bejagt werden, der ihren Bestand nicht gefährdet.

In Uelzen eskalierte der Streit um den Wolf vergangene Woche. Dort legte ein Landwirt ein gerissenes Kalb in die Hauseinfahrt einer Wolfsberaterin. Einer seiner Begleiter kündigte im Beisein der Beraterin an, dies sei nur der Anfang und es ginge noch schlimmer. Nun liegt der Fall bei der Polizei, die wegen des Verdachts der Nötigung ermitteln.

Wolfsberaterin als "nicht mehr tragbar" kritisiert   (weiterlesen)

Wolf

Foto: Wikipedia