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Brandenburg jagt bleifrei!

Es ist vollbracht! Zu Blei und was man hoffentlich daraus lernen kann

Heute endet für mich eine ziemlich genau 20-jährige politische Auseinandersetzung. Faktisch gilt unumkehrbar nunmehr in allen Jagdbezirken des Landes Brandenburg ein „Verbot für den Einsatz von bleihaltiger Jagdmunition bei der Jagdausübung“. Jedoch auch der Umstand, dass diese Norm in der gesetzlichen Formulierung mit einem „Bleiminimierungsgebot“ umgesetzt wurde, macht deutlich, welch jahrelange teils heftigste Auseinandersetzungen mit diesem Prozess einher gegangen sind. Aber der Reihe nach:

Der Prozess des Verbots bleihaltiger Jagdmunition ist genau genommen schon älter als 20 Jahre. Immer wieder haben auch schon im letzten Jahrhundert eine Reihe von Publikationen darauf hingewiesen, dass der Einsatz bleihaltiger Jagdmunition mit Risiken und Problemen belastet ist. Dabei stand neben der Materialfrage auch immer wieder der Aspekt von Resten sogenannter Zerlegungsgeschosse im Fokus, die insbesondere für unsere Hundeführer bei Nachsuchen hochproblematisch waren. Fahrt nahm diese Debatte jedoch erst auf, als es immer häufiger zum Verenden von Seeadlern kam und sich über verschiedene Untersuchungen die Erkenntnis bahn brach, dass dies offenbar in einem Zusammenhang mit der Verwendung bleihaltiger Jagdmunition stehen muss. Politisch kam die Debatte im November 2001 auf den Punkt, als der NABU in seinem damals erschienenen „jagdpolitischen Grundsatzpapier“ ein „sofortiges und generelles Verbot von Jagdmunition, die Blei enthält“, forderte.  (weiterlesen)

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