Jäger und große Beutegreifer – Konfliktfeld Jagd
von Ulrich Wotschikowsky
Jäger und große Beute greifer – das ist eine komplizierte Beziehung seit der Frühzeit. Schon für die ersten Menschen waren große Beutegreifer Konkurrenten um fleischliche Nahrung. Gleichzeitig waren sie auch Jagdbeute und genossen in vielen Jägerkulturen einen hohen rituellen Status. Und nicht zuletzt ist der von vielen Jägern besonders gefürchtete Wolf auch noch der Stammvater ihrer tierischen Kumpane, der Jagdhunde.
Im Zuge der Ausrottung der großen Beutegreifer haben die Jäger nolens volens deren Rolle übernommen. Sicher nur z. T. und auch nur so weit, als sie in der Kulturlandschaft die Populationen des Schalenwildes zahlenmäßig in Schach halten. Aber die bekannte „Brüll’sche Pyramide“ (benannt nach Heinz Brüll), an deren Spitze früher die Beute greifer standen und heute der Jäger, haben sie tief verinnerlicht. Dies ist ihr Weltbild. Sie meinen, Wolf und Luchs passen da nicht mehr hinein (weiterlesen)


