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NOTSTAND: Hundert Bürgermeister sind plötzlich Jagdvorstand

Dass in der Coronazeit keine Versammlungen durchgeführt werden konnten, bekommen viele Bürgermeister hautnah zu spüren. Sie erhalten eine zusätzliche Aufgabe.

STAVENHAGEN ·
Viele Bürgermeister in den Landkreisen Seenplatte und Rostock haben in der Coronazeit ganz plötzlich eine ungewohnte Aufgabe dazubekommen. Ganz ungefragt sind sie per Gesetz zu Notvorständen der Jagdgenossenschaften geworden. Der Zetteminer Bürgermeisterin Kerstin Ahrndt flatterte Ende 2020 ein Brief auf den Tisch. Plötzlich sollte sich die Bürgermeisterin um die Verpachtung von Jagdflächen, um die Begleichung von Wildschäden und dergleichen kümmern. „Das ist eine Aufgabe, von der ich eigentlich nichts weiß“, sagte sie. Auch eine Neuwahl sollte sie in die Wege leiten. Dabei habe sie mit ihrem Job und ihrem Ehrenamt als Gemeindebürgermeisterin schon alle Hände voll zu tun.

Genauso erging und ergeht es rund 100 Bürgermeistern in den Landkreisen Seenplatte und Rostock. In der Seenplatte standen 73 Jagdgenossenschaften ohne gewählten Vorstand da. Bis Ende Dezember könnten etwa 24 weitere Jagdgenossenschaften dazukommen, teilte die Kreisverwaltung mit. (weiterlesen)

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