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Es ist des Jägers Ehrenschild... Mehr als Tradition und Brauchtum: Herrliche Hubertusmesse mit Jägerschlag

30.10.2021 / FULDA - Mit der Hubertusmesse fand die Jungjägerausbildung der Jagd- und Gebrauchshundevereinigung Rhön-Vogelsberg am Freitagabend in der Stadtpfarrkirche ihr Ende. Aber nicht nur der Nachwuchs wurde offiziell in die Runde der Jägerschaft aufgenommen, auch stand – ganz traditionell – beim Gottesdienst das Ehren des heiligen Hubertus von Lüttich im Vordergrund.

In seiner Predigt, die zum Nachdenken anregte, ging Stadtpfarrer Stefan Buß auf "Geweih und Kreuz" ein. Er erzählte davon, wie der Schutzpatron der Jäger, Förster und Waldarbeiter zu seiner Mission fand und schließlich zum Priester geweiht wurde. Auch zitierte er den bekannten Spruch Oskar von Riesenthals aus dem 19. Jahrhundert: "Das ist des Jägers Ehrenschild, dass er beschützt und hegt sein Wild. Weidmännisch jagt, wie sich’s gehört, den Schöpfer im Geschöpfe ehrt."

Heute, so mutmaßt Buß, spiegelten sich religiöse Sichtweisen nur noch selten in unser aller Tun wider. "Es gehen wohl auch die wenigsten in den Wald, um zu beten, auch wenn das hin und wieder gesagt wird. Nein, der Wald wird bewirtschaftet und damit auch das Wild. Da geht es um Gewinn und Verlust. Der Förster ist heute ein Betriebsleiter: Er muss seinen Betrieb Wald möglichst gewinnbringend führen. Auch die moderne Jagd wird wohl mehr oder weniger in diesem Horizont stehen. Selbst das Wandern ist ein Wirtschaftsfaktor in der Tourismusbranche. Da sind sentimentale Gefühle nicht sehr hilfreich; da ist für religiöse Romantik nicht mehr viel Platz."  (weiterlesen)

Stadtpfarrer Stefan Buß