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Wildbret: Wie schmeckt eigentlich Dachsfleisch?

Von David Rutschmann 21.12.2021

In Deutschland erlegen Jäger mehr Dachse als Wildkaninchen. Doch ihr Fleisch kommt kaum auf den Teller. Ein Waldshuter Metzger vergleicht den Geschmack mit Wildschein – unser Autor hat es gekostet.

"Willst du die Spuren eines Autounfalls verwischen?" Diese Antwort erhalte ich, als ich einen Freund frage, ob er Interesse hätte, zu erfahren, wie Dachsfleisch schmeckt. Denn ich habe vor kurzem 500 Gramm Dachsgulasch gekauft – einfach so an der Frischetheke. Ein Zufallskauf bei einem Waldshuter Metzger.

Weil ich mich zu ungewöhnlichen Nahrungsmitteln hingezogen fühle und mir beim Lesen des Etiketts in der Frischetheke zum ersten Mal im Leben bewusst wurde, dass wohl auch Dachse essbar sind. Und auch genießbar, der Metzger vergleicht den Geschmack mit Wildschwein.

Ich sicherte mir 500 Gramm Gulasch. Es sollte allerdings einige Wochen dauern, bis ich in den Genuss des Dachses kam – das Fleisch fror ich auf Anraten des Metzgers ein. Denn Freiwillige in meiner Bekanntschaft zu finden, die bereit sind, Dachsfleisch zu probieren, ist gar nicht so einfach. Ich blicke oft in verdutzte Gesichter. "Du kriegst bestimmt Streifen, wenn du Dachs isst", sagt mir meine Tante.

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