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Deutschland hat ein neues Raubtier: Nachwuchs von Goldschakal in zwei Bundesländern

Der wolfsähnliche Goldschakal breitet sich immer weiter in Deutschland aus. Inzwischen gibt es bestätigte Würfe im Norden und Süden des Landes.
Jens Voss, 9.11. 2022

Er ist größer als ein Fuchs, aber kleiner als ein Wolf. Dennoch: Mit seinem rötlich-grauen Fell und der weißlichen Schnauze kann der Goldschakal auf den ersten Blick mit seinen Verwandten verwechselt werden. Dass es künftig häufiger zu Begegnungen mit dem scheuen Raubtier kommt, ist ziemlich sicher. Heimlich, still und leise erweitert Canis aureus sein ursprünglich südliches Verbreitungsgebiet nach Norden.

Zunächst waren es einzelne Sichtungen. Das erste Tier wurde 1997 in Brandenburg beobachtet. Bis 2020 gab es bereits 25 Nachweise aus nahezu allen Bundesländern. Wahrscheinlich handelte es sich um Streuner aus dem südöstlichen Europa. Inzwischen scheint sich der Wolfsverwandte auch in Deutschland pudelwohl zu fühlen. Denn es gibt Nachwuchs.

Goldschakal-Welpen in Niedersachsen und Baden-Württemberg

Nachweislich drei Welpen kamen in diesem Jahr im niedersächsischen Landkreis Uelzen zur Welt. In Baden-Württemberg hat sich der Goldschakal sogar schon etwas länger fest angesiedelt. (weiterlesen)

 

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