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Wann sind Kurzwaffen auf der Jagd sinnvoll? – Das sagt ein Experte

Die Kurzwaffe ist in der Jägerschaft ein viel diskutiertes Thema. Ich habe mit einem Schießausbilder über das Werkzeug gesprochen.
Phil Kahrs

25. NOVEMBER 2022

Für die Kurzwaffe gibt es auf der Jagd verschiedene Einsatzbereiche.
Für die einen ist sie auf der Jagd überflüssig, die anderen wollen sie beim Waidwerken nicht mehr missen: die Kurzwaffe. Wie bei allen Werkzeugen kommt es auch bei der Kurzwaffe auf den Kontext an, in dem sie eingesetzt wird. Schießausbilder und Jäger Christian Bender erklärt im Interview, wo bei der modernen Jagd die Kurzwaffe ihre Berechtigung hat.

PIRSCH: Christian, viele Jäger verteufeln die Kurzwaffe. Was denkst Du über sie im jagdlichen Kontext?

Christian Bender: Die Kurzwaffe ist eine von mehreren Waffen, die dem Jäger zur Ausübung seines Waidwerkes zur Verfügung stehen. Sie ist als unterstützendes Werkzeug zu verstehen, welches zur Problemlösung in Situationen eingesetzt werden kann, wenn der Einsatz der Langwaffe als unserem Primärwerkzeug nicht möglich oder zu gefährlich ist. Somit hat sie sowohl ihre Berechtigung als auch ihre Notwendigkeit im Werkzeugkoffer von uns Jägern. Eine Ausnahme stellt hier die Fallenjagd dar, bei der meist kleinkalibrige Kurzwaffen als Werkzeug zum Einsatz kommen. Die Kurzwaffe reiht sich außerhalb der Fallenjagd also zwischen anderen Werkzeugen wie dem Jagdmesser und der Saufeder ein.

PIRSCH: Wie könnte eine Situation aussehen, in der der Einsatz der Kurzwaffe die beste Wahl wäre?

Christian Bender: In solch einer Situation ist vorher immer etwas schiefgelaufen. Beispielsweise ist es zu einem Wildunfall gekommen oder – im schlimmsten Fall – kommt es zu einer Notwehr- oder Nothilfesituation.   (weiterlesen)

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