Mühlheimer Jäger warnt vor wachsender Wolfspopulation: „Ist kein Schmusetier“
25.11.2022
Von Jan Lucas Frenger
Der Mühlheimer Jäger und Buchautor Stephan-Harald Voigt warnt vor der stetig wachsenden Wolfspopulation und fordert Regulierung. Eine Expertin gibt derweil Entwarnung.
Mühlheim/Wiesbaden – Er ist Stoff zahlreicher Legenden und Sagen, als äußerst intelligenter Jäger bekannt und fühlt sich mittlerweile auch in hiesigen Wäldern wieder pudelwohl: der Wolf! Seit sich vor rund zwei Jahren das erste Weibchen in Hessen niedergelassen hat, ist die Population der Raubtiere laut dem Wolfszentrum am Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie in Wiesbaden kontinuierlich gestiegen.
Während Naturschützer und Umweltverbände diese Entwicklung bejubeln, sorgt das Thema insbesondere bei Haltern von Weidetieren für Zähneknirschen. Sie fürchten, dass bei wachsender Population auch die Zahl der Übergriffe auf Nutztiere zunimmt. Nicht wenige fordern daher, die Ausbreitung in Form von aktiver Bejagung zu kontrollieren – so auch Stephan-Harald Voigt.
Der 63-jährige gebürtige Offenbacher hat sich als passionierter Jäger und Naturfreund intensiv mit der Rückkehr der Wölfe beschäftigt. 2020 veröffentlichte er mit „Die Wolf Armee Fraktion“ sogar einen Roman, der sich der Thematik widmet. In dem Buch beleuchtet der ehemalige Polizist, der seit 2008 in Mühlheim wohnt, beide Seiten des Artenschutzes – er selbst hält den Wolf für schützenswert, spricht sich jedoch für eine Steuerung der Population aus. (weiterlesen)


