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Prozess um Fuchsjagd - Umstrittene Hundeausbildung vor dem Aus!

„PETA” erstattete 110 Anzeigen

Von: MARKUS BREKENKAMP
26.12.2022
Lemgo – Dieser Prozess könnte das Aus für eine seit Jahren umstrittene Art der Jagdhundeausbildung in Deutschland bedeuten!

Das Amtsgericht Lemgo hat sich mit dem Betrieb einer sogenannten „Schliefenanlage” in Lemgo-Voßheide beschäftigt. In dem Strafverfahren gegen Betreiber Ralf H. (64) aus Kalletal geht es um Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Zentrale Frage: Werden Füchse bei der Hundeausbildung unnötig in Todesangst versetzt?

Über 100 „Schliefenanlagen” gibt es in Deutschland. Dort werden Jagdhunde (meist Dackel oder Terrier) zur Jagd auf Füchse ausgebildet. Dazu wird ein Fuchs mit Stöcken in ein künstliches Tunnelsystem in einen unterirdischen Käfig getrieben. Danach müssen die Hunde den Fuchs aufspüren und aufscheuchen, bis er aus der Höhle flüchtet und quasi vor die Flinte des Jägers gehetzt wird.

Seit Jahren ist die Ausbildungsart umstritten. Tierschützer der Organisation „PETA” sehen darin einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, weil die Füchse unnötig in Todesangst versetzt werden und die Hunde unter der Erde unter Stress geraten. Deshalb erstattete „PETA” bundesweit 110 Strafanzeigen.
In Lemgo begann nun der erste Prozess, der richtungsweisend sein könnte. (weiterlesen)

Lemgo

In „Schliefenanlagen” werden Hunde auf die Fuchsjagd trainiert. Ein Gitter verhindert Bisskontakt (Symbolfoto)
Foto: H. Schindl / Rheinisch Westfälischer Jäger