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Luchs tötet Wolf: Die Geschichte hinter den Wildkamerabildern

Was passiert, wenn Luchse und Wölfe in einem Lebensraum aufeinandertreffen? Gehen sie sich aus dem Weg? Oder kommt es zur Konfrontation der beiden Großräuber?

Dr. Konstantin Börner
02.1.2023

Beziehungen zwischen verschiedenen Prädatoren eines Lebensraumes sind genauso normal, wie die zwischen Räubern und ihrer Beute. Raubtierarten, die sympatrisch (nebeneinander) in einem Lebensraum vorkommen, beeinflussen sich dabei auf direktem und indirektem Weg. Denn obwohl eine ökologische Nische nur einmal besetzt werden kann, kann es zu mehr oder weniger starken Konkurrenzsituationen kommen. Umso ähnlicher sich zwei Raubsäuger dabei sind, desto größer ist diese.

Ist der eine zum Beispiel der deutlich effektivere Räuber, wird dies zu einer Verdrängung des anderen führen. Aber auch Lebensraumveränderungen können zu Verschiebungen führen. Als im 17. Jahrhundert beispielsweise große Teile Nordamerikas zugunsten landwirtschaftlicher Nutzflächen gerodet wurden, breitete sich der Rotfuchs weiter aus, während der Graufuchs dort verschwand (MacDonald 1993). Selbst das Klima kann dazu führen, dass eine Art begünstigt wird, wie die Konkurrenz zwischen Polar- und Rotfuchs in arktischen Bereichen belegt. (weiterlesen)

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