Neues Jagdgesetz: Jagd auf Wölfe – warum das neue Probleme schaffen könnte
von Helmut Broeg
8. Mai 2026
Das neue Jagdrecht macht’s möglich: Künftig wollen Jäger fast die Hälfte aller Jungwölfe töten. Dabei schützt das kein einziges Nutztier, sagt ein Experte. Den Wölfen in Deutschland geht es nun vermutlich bald an den Pelz. Nach der vom Bundestag im März beschlossenen Änderung des Bundesjagdgesetzes dürfen Wölfe künftig zwischen Juli und Oktober geschossen werden. „40 Prozent des jährlichen Zuwachses“ sollen erlegt werden, forderte der Deutsche Jagdverband bereits im Dezember. „Konkret bedeutet das, dass 40 Prozent der Wolfswelpen geschossen werden sollen“, sagt Axel Gomille.
Der Zoologe und Buchautor („Deutschlands wilde Wölfe“) hält eine generelle Bejagung von Wölfen jedoch für unsinnig: „Das angebliche Ziel des neuen Gesetzes ist es, die Zahl der Nutztierrisse zu verringern. Mehrfach wurde in verschiedenen wissenschaftlichen Studien jedoch belegt, dass für das Ausmaß der Schäden nicht die Zahl der Wölfe entscheidend ist, sondern die Haltungsform der Nutztiere.“
„Die Jagd auf Wölfe schafft einige Probleme erst selbst“ (weiterlesen)


