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Weidwerk im Wandel

21. Juni 2026 · von Hubert Redtensteiner

Technik als Verstärker, nicht als Ersatz

Die Jagd in Mitteleuropa hat sich in den letzten zwanzig Jahren stärker verändert als in den fünfzig Jahren davor. Wer heute mit einem Jungjäger über den Ansitz spricht und dann mit einem erfahrenen Revierjäger über sechzig, merkt schnell: Es geht nicht nur um Technik oder Gesetze. Es geht um ein anderes Grundverständnis davon, was Jagd bedeutet, wofür sie steht und wer sie ausübt. Das ist keine Klage. Es ist eine Beobachtung — und eine, die sich lohnt, genauer anzusehen.

Wer jagt heute?

Die Jägerschaft hat sich demografisch verschoben. Der klassische Jagdpächter mittleren Alters aus dem ländlichen Raum ist nach wie vor die Mehrheit — aber er ist nicht mehr allein. Immer mehr Frauen legen die Jagdprüfung ab. Städter entdecken die Jagd als Gegenbewegung zur Entfremdung von Natur und Nahrung. Junge Menschen bringen andere Erwartungen mit — an Transparenz, an Begründbarkeit, an Sichtbarkeit.x Das verändert den Ton innerhalb der Jägerschaft. Und es verändert, wie die Jagd nach außen kommuniziert wird — oder eben nicht wird.

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