Studentinnen auf der Jagd
Eigentlich war Jagen immer Männersache. Dass die Zeiten sich ändern, beweist eine Studentinnenverbindung aus dem sächsischen Tharandt, die sich dem Jagen verschrieben hat. Eine Reportage aus dem Tharandter Wald.
Es ist kalt in Tharandt, als Katharina und Elisa sich für die Jagd bereit machen. So kalt und ruhig, wie es fünf Uhr morgens nur sein kann. Die beiden Studentinnen der Forstwissenschaft haben ihre dicken Jacken noch nicht angezogen, sonst wird es später, wenn sie lange bewegungslos auf dem Hochsitz ausharren, zu kalt.
Die Studentinnenverbindung "Skadi zu Tharandt" - Skadi wie die nordische Göttin der Jagd – hat Katharina mit einer Freundin im Juni 2016 gegründet. "Es gibt immer mehr Frauen, die jagen gehen. Wir wollten einen Weg finden, die Jägerinnen in Tharandt irgendwie zusammenzuführen“, erzählt Katharina. Wer aktives Mitglied der „Skadis“ werden will, braucht einen Jagdschein. Den sogenannten Jugendjagdschein kann man schon ab 16 Jahren machen; für die meisten Forstwissenschafts-Studierenden gehört er ohnehin zum Studium. Ein Förster, meint Elisa, sollte einen Jagdschein besitzen - die Jagd gehöre eben zu seinen Aufgaben. (weiterlesen)


