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Wolfsgeschichten aus Polen und dem Bundestag

In den deutschen Medien spielt der Wolfsangriff auf zwei Kinder und eine erwachsene Frau in Polen nach der Schlagzeilenaufregung der vergangenen Tage keine große Rolle mehr. Dabei verdienen die Erkklärungsversuche ebenso Beachtungwie die jüngste Wolfsabstimmung im Deutschen Bundestag - mit neuen Hiobsbotschaften.

Neue Untersuchungen zeigen: Das Tier, das in Polen zugebissen hat, war eindeutig ein Wolf und kein Mischling. Das haben Veterinäre der Universität Warschau nach ausgiebiger Genanalyse festgestellt. Damit sind Spekulationen beendet, dass ein an Menschen gewöhnter Mischling an den Angriffen Schuld sein könnte. Schon vor der Untersuchung war klar: Das Tier war weder unterernährt noch litt es unter Tollwut.

Nun gibt es neue Erklärungsversuche, bei denen manche Wolfsfans einen roten Kopf bekommen dürften: Der polnische Pro-Wolf-Verein „Wilk“ spricht öffentlich über die Unsitte, Wölfe mit Futter anzulocken. Zum Fotografieren oder auch nur zum Gucken. An solchem Wolfstourismus seien Ausländer beteiligt, auch aus Deutschland. Und die so an Menschen gewöhnten Wölfe seien nicht Täter, sondern Opfer. Wohl Opfer falsch verstandener Tierliebe und – im Fall der Fotografen – von Geschäftemacherei. (weiterlesen)

Wolfsangriff

Foto: Wikipedia