Wer jetzt nicht hilft, lässt die Schäferei sterben
Das öffentliche Fachgespräch zum Thema Herdenschutz im Bundestag – wir berichteten – hat laut Linken-Agrarsprecherin Dr. Kirsten Tackmann drei wichtige Erkenntnisse gebracht:
Präventiver Herdenschutz wird in Wolfsgebieten immer gebraucht, egal wie hoch die Wolfspopulation ist.
Präventiver Herdenschutz ist erfolgreich, wenn er deutlich besser finanziell und rechtlich abgesichert wird.
Die Unterstützung muss schnell kommen, denn für viele Weidetierhaltungen, insbesondere bei Schäfereien, ist es kurz vor Zwölf – auch ohne Wolf. Und der dürrebedingte Futtermangel spitzt die Lage weiter zu.
Die Politikerin bedauert aber, dass es Union, FDP und AfD wider diesen Erkenntnissen bei dem Fachgespräch vor allem um den Abschuss von Wölfen gegangen sei. „Statt wirklich zu helfen wird der Wolf auf Kosten der existenzbedrohten Weidetierhaltungen instrumentalisiert. Aber nicht der Wolf macht der Schäferei den Garaus, sondern die prekäre wirtschaftliche Lage, die Folge einer verfehlten EU-Agrarpolitik und ihrer Umsetzung in Deutschland ist“, so Tackmann. (weiterlesen)

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