Wolfgang Heins im Interview: Jäger über Wölfe in SH: „Das hatten wir schon einmal“
Wolfgang Heins, Präsident des Landesjagdverbands, spricht über Wölfe und warum sich Geschichte bald wiederholen könnte.
Barmstedt | Wird der Wolf bald ins Jagdrecht aufgenommen? Das forderten die Jäger auf Bundesebene, sagt Wolfgang Heins aus Lutzhorn, Präsident des Landesjagdverbands Schleswig-Holstein. Eine Aufnahme in das Jagdrecht bedeute zwar nicht automatisch eine Bejagung. Der günstige Erhaltungszustand sei aber längst gegeben, der Wolf keine bedrohte Art mehr, so Heins im Interview mit sh:z. Irgendwann müssten Gesellschaft und Politik die Frage beantworten, wie viele Wölfe wo im Land leben können und wo es nicht passt.
Wie beurteilt die Jägerschaft in Schleswig-Holstein und insbesondere im Kreis Pinneberg das Auftauchen des Wolfs im Land?
Der erste Wolf ist 2007 in Süsel überfahren worden. Damals haben wir gemeinsam mit anderen ein Wolfspapier entwickelt. Aus heutiger Sicht muss ich sagen, dass uns die danach eingetretene Entwicklung überrascht hat. Ich selbst habe es damals nicht für möglich gehalten, dass der Wolf im Kreis Pinneberg – dem landesweit kleinsten Kreis mit großer Bevölkerungsdichte und hohem Verkehrsaufkommen – auftauchen würde. (weiterlesen)

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