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Des Menschen Wolf

Fast ausgerottete Tiere breiten sich in Deutschland wieder aus – und machen alte Probleme. Ein Kommentar. Ariane Bemmer

Die Wölfe sind zurück, und Wisente verbreiten sich auch wieder. Zwei Säugetierarten, die in Deutschland als Wildtiere bereits ausgerottet waren. Wölfe seit 150, Wisente seit 185 Jahren. Sie haben unter strengem Artenschutz quasi eine zweite Existenzgelegenheit bekommen – und die nutzen sie.

Das freut auf theoretischer Ebene, führt aber auf praktischer durchaus zur Wiederbelebung ihrer letztendlich für sie existenzvernichtend ausgegangenen Konflikte und Begegnungen mit dem Menschen.

Nach jüngsten Zahlen sind aus den 60 Wolfsrudeln aus dem Erfassungszeitraum 2016/2017 inzwischen 73 geworden. Wie viele Tiere das sind, ist nicht ganz klar. Ein Rudel besteht aus drei bis zehn Tieren. Sie alle müssen fressen, was dazu führt, dass sich eine breiter werdende Blutspur durch die Bestände von Weideviehhaltern zieht. Bis 2017 hat das Land Niedersachsen 670 „Nutztierrisse“ durch Wölfe gezählt, in Sachsen-Anhalt ist man bei 211 und Brandenburg zählt bisher 479 Schadensfälle, darunter drei Fohlen und zwei Alpakas. (weiterlesen)

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