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Hundeeinsatz bei Drückjagden auf Schwarzwild

Besonders wichtig für die Drückjagd ist neben der Organisation der Treiberwehr die Planung des Hundeeinsatzes, der sich an den Deckungsverhältnissen orientieren muss. Große Dickungs- und Jungwuchsflächen machen den Einsatz von Hunden zwingend erforderlich.

Geeignete Hunde in der Treiberwehr sind völlig unabhängig von Rasse und Größe alle Jagdhunde, die führerbezogene Kurzjager und zuverlässig spurlaut sind. Die Stöberhundrassen wie Terrier, Wachtel, Spaniel und Bracken, zusätzlich auch Teckel, sind dabei prädestiniert. Es sollte der Jägerschaft Verpflichtung sein, nur eingetragene Hunde anerkannter Jagdhunderassen zu führen.
Davon habe ich selbst zwangsläufig eine Ausnahme gemacht. Aus dem Tierheim in Bonn „fiel mir zu“ eine Deutsch-Drahthaar-Hündin unbestimmter Herkunft und damit unbekannten Alters. Sie jagte an Sauen mit, unglaublich passioniert und effektiv. Mein Haumeister J. Koch führte sie. Beide brachten zuverlässig eine Rotte nach der anderen aus den Dickungen, da er wusste, wo man sie suchen musste, und sie, wie man sie in Bewegung brachte. Die Hündin war immer in kurzer Zeit wieder zurück bei ihrem Führer. Sie hat über Jahre nicht eine einzige Blessur davongetragen. Mit schlechten Hunden allerdings bringen wir den Sauen bei, wie man Hunden und Jägern erfolgreich entgeht. Bis zum Ende meiner Dienstzeit im Jahre 2003 hatte ich bei den großen Drückjagden immer vier Treiberwehren mit je einem guten Hund; es hat stets funktioniert. Inzwischen hat sich die Bodendeckung aber so entwickelt, dass ein größerer Hundeeinsatz unumgänglich ist. (weiterlesen)

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