Aus Mangel an Beweisen
Der DNA-Test des Instituts Senckenberg an sieben Proben hat keinen Nachweis dafür ergeben, dass bei dem ominösen „Wolfsangriff“ in Steinfeld ein Wolf beteiligt war. Es wurden Katzen- und Hundehaare am Pullover des betroffenen Arbeiters nachgewiesen. Nichts an dem Hammer, mit dem er dem Tier auf die Pfote gehauen hatte. Vor der Presse betonte Umweltminister Olaf Lies (SPD) zum wiederholten Mal, er habe sich „ein anderes Ergebnis des Tests gewünscht.“ Denn „wären Wolfsspuren festgestellt worden, wäre eine Tötung unumgänglich gewesen.“
Hier der Link zum Pressegespräch:
Der Umweltminister erläuterte, wie er sich diese Tötung vorgestellt hätte. Dann wäre geschossen und/oder gefangen worden. Letzten Endes das ganze Rudel, Eltern und sieben Welpen, also neun Tiere. Nur wenn die Analyse von Steinfeld eine Individualisierung, einen „genetischen Fingerabdruck“ des Beißers ergeben hätte (was nur selten gelingt), hätte man jeden erlegten bzw. gefangenen Wolf daraufhin überprüfen können, ob er „der richtige“ ist. Also erst schießen, dann vergleichen. Bzw. erst fangen, dann Probe nehmen und vergleichen (inzwischen den Wolf in ein Gehege sperren und je nach Ergebnis entweder töten oder freilassen). Solange man den Übeltäter nicht hatte, wäre weiter geschossen bzw. gefangen worden. Letzten Endes hätte dabei das gesamte Rudel dran glauben müssen. (weiterlesen)


