Die Freigabe von Rehwild bei Drückjagden – Eine gute Idee?!
Analyse der Treffpunktlage bei Reh- und Schwarzwild auf Drückjagden
Die Drückjagd ist als effiziente und effektive Methode der Bestandsregulierung von Schalenwild grundsätzlich anerkannt (Meyer & Waltmann 2017). Während Drückjagden
auf Schwarzwild von der Jägerschaft befürwortet werden, wird die Freigabe von Rehwild in den Revieren unterschiedlich gehandhabt, teilweise gilt die Freigabe von Rehwild als Tabu. Hintergrund solch informeller Regeln in der Jägerschaft sind vermutlich unterschiedliche Überzeugungen und Zielvorstellungen bezüglich der Jagdpraxis und des jagdlichen Auftrags.
Empfehlungen wie die von Willkomm (2016), nur beim Auftreten von Rotwild oder Damwild Rehwild ebenfalls zu bejagen, und ansonsten die Bejagung ganz auf Schwarzwild auszurichten, unterstützen diese Haltung. Als ein Hauptgrund für die Ablehnung der Freigabe von Rehwild gilt die Annahme, die Treffpunktlage bei Rehwild wäre schlechter als bei Schwarzwild und das Wildbret würde durch mangelhafte Schüsse zu stark entwertet. (weiterlesen)


