Ferlacher-Drillinge und -Vierlinge
Die Hochburg der Drillings-Entwicklung lag zweifellos im Suhler Raum, doch auch in der Waffenmetropole Ferlach wurden viele Drillinge gebaut. Meist als Einzelstücke nach Kundenwünschen, doch Franz Sodia ging auch in eine regelrechte Serienproduktion. Sodia-Drillinge und auch Bockdrillinge mit Blitz-System wurden in den 60er-Jahren von Frankonia-Jagd per Katalog verkauft. Besonders das Leichtmodell 590 SL, das trotz Stahlsystemkasten nur 2,85 kg wog, war sehr beliebt. Sodia baute die Drillinge in klassischer Ausführung mit doppelter Laufhakenverriegelung, Greener-Querriegel, Greener-Sicherung an der linken Seite, automatischem Visier und klassischer Schäftung mit deutscher Backe. Die Bockdrilllinge hatten einen Kersten-Verschluss und ließen sich mittels eines gesicherten Schiebers auf dem Kolbenhals umschalten. Preislich waren die Sodia-Drillinge damals durchaus konkurrenzfähig, sie lagen nur gering über einem Sauer & Sohn- oder Krieghoff-Drilling. (weiterlesen)

