Schweden: Illegale Wolfsjagd nimmt zu
Durch illegale Abschüsse kommen in Schweden derzeit mehr Wölfe ums Leben als durch irgendeine andere dokumentierte Ursache. Ein aktueller Bericht der Schwedischen Landwirtschaftsuniversität (SLU) legt dar, dass der Wolfsbestand dadurch aktuell um 20 Prozent im Jahr reduziert wird.
Der Bericht über die Erfassung des Wolfsbestandes für die Saison 2017/2018 berechnet ungefähr 305 Individuen im Land. Für diesen Erfassungszeitraum werden 48 getötete Wölfe ausgewiesen. Die Todesursachen sind Quotenjagd, Schutzjagd, Verkehrsunfälle oder sonstige Ursachen.
Dabei handelt es sich lt. Olof Liberg, Wolfsforscher und Dozent an der SLU, um dokumentierte Fälle, bei denen jeweils auch die Kadaver der toten Wölfe vorlagen. Außerdem verschwanden aber lt. Liberg weitere 60 Wölfe bzw. 20 Prozent des Bestandes auf Grund von illegalen Abschüssen. Die dazu von der SLU durchgeführte Studie stützt sich auf verschwundene Funk- und GPS-Sender sowie auf DNA-Tests stationärer Wölfe. (weiterlesen)


