Die Renaissance der Wolfspropheten
Ein zehn Jahre alter Aufsatz und wie die Wirklichkeit die Verfechter kritikloser Raubtiereuphorie einholt.
Das wird Ärger geben: Die Kollegen vom Portal Jawina haben sich die Mühe gemacht, einen zehn Jahre alten Aufsatz zur Wolfsproblematik in Russland ins Netz zu stellen. Der Autor ist ein ausgewiesener Fachmann. Und die Realität bestätigt längst auch hierzulande seine Warnungen.
Das Beste an der erneuten Veröffentlichung: Sie macht die beliebte Ausrede obsolet, es sei nicht absehbar gewesen, welche Probleme auf uns zukommen. Das sagen kompromisslose Verfechter einer möglichst flächendeckenden Wolfspopulation gerne, wenn die Wirklichkeit ihre Thesen widerlegt. Skandinavien, heißt es da, sei mit unseren Verhältnissen nicht vergleichbar, Russland oder Nordamerika schon gar nicht.
Mittlerweile wissen wir: Auch deutsche Wölfe haben Hunde zum Fressen gern. Sie sind genial im Überwinden von Schutzzäunen. Und sie suchen ihre Nahrung auch in der Nähe des Menschen, wenn Wald und Flur nicht genug leichte Beute hergeben. Schlimmere Konflikte sind vorprogrammiert – vor allem dann, wenn Weidetierhalter auf kluge Ratschläge hören und ihr Vieh mit persönlichen (Körper)einsatz schützen. (weiterlesen)

Foto: Wikipedia

