Nabu bezweifelt Genehmigung für Wolfsentnahme in Niedersachsen
Der Nabu meint, die gesetzlichen Voraussetzungen zum Abschuss eines Wolfsrüden in Niedersachsen seien nicht gegeben. Stattdessen erwecke Umweltminister Lies den Eindruck, durch das Zurückhalten der Informationen, die seine Entscheidung rechtfertigen, die Entnahme sei politisch motiviert. Die Naturschützer werfen den Tierhaltern zudem mangelnde Sicherung vor.
Aus dem Rodewalder Wolfsrudel darf bekanntlich ein Rüde getötet werden, auf dessen Konto mehrere Risse von Nutztieren im Landkreis Nienburg gehen. Die Sondergenehmigung des Landes Niedersachsen liegt vor. Doch ob diese rechtmäßig ist, bezweifelt der NABU.
Dr. Holger Buschmann, Landesvorsitzender des NABU Niedersachsen, glaubt, Umweltminister Olaf Lies halte Informationen zurück. Er fordert den Politiker auf, die Öffentlichkeit über die sachlichen und fachlichen Abwägungen zu informieren. Seine Vermutung: Die Entscheidung könnte politisch motiviert sein. „Die aktuelle Informationspolitik des Umweltministeriums zur Entnahme des Wolfes ist skandalös, da sie in Kauf nimmt, dass die Emotionen sowohl bei Wolfsbefürwortern als auch bei Gegnern auf die Spitze getrieben wird“, so Buschmann. (weiterlesen)

