Der Holzpreis, der Wald und das Wild
Seit Monaten bestimmen Schlagzeilen über den Niedergang des Holzpreises die einschlägigen Fachblätter. Sorgen macht das nicht nur den Waldbesitzern, auch die Jäger sind betroffen, wenn die immer brutalere Bekämpfung des Schalenwilds als Scheinlösung salonfähig zu werden droht.
Schuld an der Misere sind zwar extreme Schadereignisse, oft in Kombination mit der Irrlehre, dass die Natur auch in der Kulturlandschaft die Dinge von alleine regelt. Aber auch der Verdacht ist nicht weit hergeholt, dass die Kalamitäten willkommen sind, um der fragwürdigen These „Wald vor Wild“ neuen Schwung zu geben.
Zugegeben, es ist wohl einfacher Reh, Hirsch und Gams zu bekämpfen als den Borkenkäfer. Und bei desaströsen Holzpreisen verhagelt die zügige Aufarbeitung von Käferholz ja zusätzlich die Bilanzen. Da ist es wenigstens nicht verwunderlich, dass die Stimmen sehr leise geworden sind, denen der Käfer als Helfer beim zügigen „Waldumbau“ höchst willkommen war. (weiterlesen)


