Bayern: Gams soll von der Kürnach verschwinden
Die Untere Jagdbehörde des Landkreises Oberallgäu hat den Abschussplan für die Gams in einem FFH-Gebiet auf einem nördlich den Alpen vorgelagerten Berg verdoppelt, ohne dafür eine Grundlage in Form von Zähldaten oder genetischen Untersuchungen zu haben. Das bestätigte die Behörde auf WuH-Anfrage. Laut dem Hegegemeinschaftsleiter gibt es klare Äußerungen von Seiten des betroffenen Grundeigentümers, die Gams müsse weg.
Es geht um den Kürnacher Wald, auf dessen Erhebungen von bis über 1 100 m auf rund 2 000 ha Gams vorkommen, wie der Leiter der Hegegemeinschaft Buchenberg erläuterte. Laut regionalen Experten streifen in dem Gebiet zwei Rudel mit insgesamt etwa 50 bis 60 Stück umher, teils auch über die Landesgrenze nach Baden-Württemberg, die den Kürnacher Wald teilt. Die Population ist nahezu isoliert. Die Untere Jagdbehörde geht aber von einem Anstieg des Bestands aus, bspw., weil bei Drückjagden vermehrt Stücke erlegt würden, wie sie gegenüber WuH mitteilte. (weiterlesen)


