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Wildschwein-Fallen im Test

Braunschweig/Lüneburg - Im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest rüstet Niedersachsen auf. Ein Berufsjäger testet derzeit unterschiedliche Fallentypen, mit denen Wildschweine gefangen werden sollen.

Das soll dazu beitragen, die enormen Bestände an Schwarzwild zu verringern. Die Fallenjagd auf diese Tiere ist nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums zwar keine übliche Jagdmethode. Sie sei aber effektiv, um Frischlinge oder auch ganze Rotten Schwarzwild zu fangen und zu erlegen, sagte eine Sprecherin in Hannover. Jäger kritisieren allerdings die Wildschweinjagd mit großen Saufängen. «Das ist tierschutzrechtlich und moralisch bedenklich», sagte Christian Voigt von der Kreisjägerschaft Lüneburg.

«Wenn sich Menschen der Falle nähern, bedeutet das Stress für die Tiere. Und wenn der erste Schuss fällt, können die anderen Tiere in Panik geraten», sagte Voigt. Er setzt statt auf Saufänge lieber auf konventionelle Jagdmethoden wie Drückjagden und Einzelansitze. Die Landesjägerschaft hält sich noch mit einer abschließenden Bewertung zu Großfallen zurück und will zunächst die Testergebnisse abwarten. (weiterlesen)

Niedersachsen

Foto; Wikipedia