Pirschgang auf Abwegen (III)
Die Kolumne im Blog auf volkerpesch.de
Ich überlege ernsthaft, mich zum zertifizierten Waldbademeister ausbilden zu lassen. Handwerk hat goldenen Boden, heißt es schließlich, und der Meistertitel sicherte die Qualität meiner Arbeit. Sollte es demnächst für Schreiber wie mich keine Publikationsmöglichkeiten mehr geben, weil Peter Wohlleben bundesweit die Exklusivrechte an sämtlichen Naturthemen übertragen worden sind, hätte ich noch ein festes Standbein.
Besser wäre natürlich ein Waldbadediplom, immerhin hat das deutsche Diplom einen hervorragenden Ruf in der ganzen Welt. Wenn meine Lateinkenntnisse noch verlässlich sind, wäre das ein Dipl. nat. silv. (natare in silva). „Da hat man was in der Hand“, würde Evelyn Hamann sagen, und ich pflichte ihr da voll und ganz bei.
Sie halten das für einen Scherz? Mit Verlaub, dann sind Sie aber schlecht informiert! Denn Waldbaden liegt voll im Trend. In Japan kennt man es schon lange als shinrin-yoku, und als forest therapy oder eben Waldbaden schwappt es seit ein paar Jahren mit dem Schwung der Erleuchtung auch in unsere Körper, Wälder und Therapieangebote über. (weiterlesen)


