Wolfsurteil mit offenen Fragen
Das Wolfsurteil des Europäischen Gerichtshofs ist kein Freibrief für die "Entnahme" der Raubtiere. Aber es erlaubt praxisgerechten Umgang - etwa durch wolfsfreie Zonen.
Klar ist, dass die von Kritikern der ungebremsten Wolfsausbreitung erhoffte Erleichterung von Abschüssen weiter an strenge Regeln gebunden ist. Und dass es teuer wird: Die EU-Richter verlangen dafür belastbare Daten und qualifizierte Forschungsergebnisse.
Auch klar: Der soziale Frieden und die (land)wirtschaftlichen Interessen in den Wolfsregionen gehören zu den Kriterien des Raubtiermanagements. Daran, dass Finnland wie auch Schweden seine Rentier-Weidegebiete wolfsfrei hält, hat das Gericht offenbar nichts auszusetzen. Bezeichnend ist, dass Schweden seine Strategie nun durch den Richterspruch bestätigt sieht: Dort wurde der „Günstige Erhaltungszustand“ der Wolfspopulation bereits sehr frühzeitig unter Beteiligung von Wissenschaft und Verbänden klar festgelegt. Das schwedische Monitoring sucht weltweit seinesgleichen. (weiterlesen)

Foto: Wikipedia

