Wie sich der Waldrapp die Alpen zurückerobert
Von Menschen begleitet treten die Vögel im ersten Jahr den Flug in den Süden an. Ohne diese Hilfe hätte der Waldrapp keine Chance, aber einfach ist die Wiederansiedlung trotzdem nicht.
Ein schönes Tier ist er vielleicht nicht gerade, der Waldrapp. Mit seinem nackten Kopf, dem langen roten Schnabel und den markanten schwarzen Federn am Hals ist er aber eine auffällige Erscheinung. Noch bis ins 17. Jahrhundert war der etwa gänsegroße Ibis-Vogel ein gewöhnlicher Anblick in Mitteleuropa. Dann wurde er ausgerottet. Die Menschen jagten und verspeisten ihn. Außerdem gab es klimatische Veränderungen durch die Kleine Eiszeit.
Der österreichische Verhaltensbiologe Johannes Fritz kam vor mehr als 20 Jahren bei Grundlagenforschung erstmals mit dem Waldrapp in Kontakt – seitdem lässt ihn der Vogel nicht mehr los. Als er den Film „Amy und die Wildgänse“ sah, überlegte er, ob das auch nicht eine Möglichkeit für den Waldrapp wäre: eine von Menschen geleitete Migration nach Italien. (weiterlesen)


