Wildtiere in jungen Wäldern- „Waldumbau geht nicht ohne Gewehr in Deutschland“
Mehrere Bundesländer sind wegen der verbreiteten Wildschäden in Wäldern gesetzlich aktiv geworden: Die Zahl der Rehe und Hirsche müsse zum Schutz der Bäume wirksam reduziert werden, sagen Förster. Auch das Bundesjagdgesetz soll Rotwild stärker ins Visier nehmen.
Die jungen Triebe der Bäume werden gerne von Rehen und Rotwild abgeknabbert, besonders die Spitzen von Laubbäumen. Um zu verhindern, dass das Wild die teuren Aufforstungen auffrisst, plant das Bundeslandwirtschaftsministerium derzeit eine Novellierung des Bundesjagdgesetzes. Konkret sollen Waldeigentümer und Jäger gemeinsam dafür in die Pflicht genommen werden, sagt Axel Heider, der zuständige Experte im Bundeslandwirtschaftsministerium:
„Beide Seiten sollen sich künftig jährlich eigenverantwortlich über einen Mindestabschuss für Rehwild verständigen. Wenn sie sich nicht einigen, wird die untere Jagdbehörde eingeschaltet. Sie muss dann die Mindestabschussquote festlegen.“
Das Bundesjagdgesetz sieht bisher nur eine Höchstabschussquote vor. Allerdings enthält es bereits Sanktionen, wenn der Wildverbiss zu hoch ist. (weiterlesen)


