Naturschutzgenetik: Informationen zum bundesweiten genetischen Wolfsmonitoring bei Senckenberg
Seit dem Jahr 2010 werden im Labor des Fachgebiets Naturschutzgenetik am Senckenberg-Standort in Gelnhausen alle im Rahmen des bundesweiten Wolfsmonitorings gesammelten Proben zentral untersucht. Anhand der Ergebnisse werden Erkenntnisse bezüglich des Vorkommens von Wölfen in Deutschland gewonnen, Individuen unterschieden, Verwandtschaftsverhältnisse und Rudelstrukturen aufgelöst, sowie Hybridisierungsgrade ermittelt.
Auch der DNA-basierte Nachweis des Wolfes und weiterer Prädatoren bei Nutztierrissen spielt für das Monitoring und Wolfsmanagement eine wichtige Rolle. Die Untersuchungen werden im Auftrag der für das Wolfsmonitoring zuständigen Bundesländer durchgeführt. Entsprechend werden alle erzielten Ergebnisse den Ländern übermittelt. Als Auftraggeber obliegt diesen die Veröffentlichung der gewonnenen Erkenntnisse.
Verwendetes Methodenspektrum
Die Basis für das bundesweite genetische Wolfsmonitoring bilden Mikrosatellitenuntersuchungen (auch STR oder SSR genannt) auf Basis der Kern-DNA, die einen individuell einzigartigen genetischen Fingerabdruck ergeben und Rückschlüsse auf Individuenzahlen, Verwandtschaften und das Vorkommen von Hybriden der ersten Hybridgeneration (F1) erlauben. Bislang wurden bei über 4000 Proben mit Wolfsverdacht Kern-DNA-basierte Mikrosatellitenuntersuchungen anhand von 13 autosomalen und zwei geschlechtsdiagnostischen Markern durchgeführt (Stand: 03/18). (weiterlesen)
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