Afrikanische Schweinepest: Polnische Armee soll Wildschweine schießen
In Polen breitet sich die Afrikanische Schweinepest weiter aus. Nun sollen auch Armee und Polizei dabei helfen, das Virus einzudämmen.
In Polen sollen Soldaten und Polizisten künftig auf Wildschweine schießen dürfen, um die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu stoppen. Eine entsprechende Gesetzesänderung werde er bald ins Parlament einbringen, sagte Landwirtschaftsminister Jan Krzysztof Ardanowski dem Radiosender Jedynka. Bisher gehöre es nicht zu den Aufgaben der Armee, infizierte Wildschweine abzuschießen. Auch für Polizisten sei eine solche Regelung bisher nicht vorgesehen. "Ohne Abschuss schaffen wir es nicht", sagte Ardanowski.
Der aktuelle Ausbruch der Schweinepest sorgt vor allem im Westen des Landes für Probleme. Vor einigen Tagen fand man ein infiziertes Wildschwein in der Woiwodschaft Großpolen – eine Region, in der rund 3,5 Millionen Hausschweine gehalten werden. Deswegen werden schwere Schäden für die Landwirtschaft befürchtet: 90 Prozent aller infizierten Tiere verenden, Wildschweine und Hausschweine gleichermaßen. Mit dem neuen Gesetz sollen dem Minister zufolge auch Jägerinnen und Jäger stärker in die Pflicht genommen werden. Am Dienstag hatten mehrere Hundert Schweinehalter vor der Niederlassung des Jagdverbandes in Warschau protestiert, weil sich die Jäger ihrer Ansicht nach zu wenig am Schwarzwild-Abschuss beteiligten. (weiterlesen)
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