Wählersuche bei den Bauern: Die AfD will den Wolf jagen
Die AfD versucht, auch Bauern als Wähler zu gewinnen. Deshalb soll es eine „Obergrenze“ für Wölfe geben. Es brauche jedoch mehr „fremdländische Baumarten“.
Der Wolf in Deutschland soll nach dem Willen der AfD bejagt werden. „Wir brauchen Obergrenzen, denn wir brauchen in Deutschland keine 2000 bis 3000 Wölfe“, sagte der AfD-Bundestagsabgeordnete Peter Felser am Montag bei der Vorstellung des forst- und jagdpolitischen Leitbildes der Partei unter dem Titel „Forst-Kultur-Heimat“. Schon jetzt gebe es rund tausend Tiere. Der Wolf sei zwar eine „tolle Wildart“, aber er werde immer zutraulicher, zudem gebe es „verhaltensauffällige Einzelexemplare“. Wölfe seien sehr intelligent und könnten daher auch Schutzzäune von mehr als 1,40 Meter Höhe überwinden. Deswegen müssten Wölfe, die sich auf Haustiere spezialisiert hätten, „prioritär entnommen“ werden, so Felser, der selbst aktiver Jäger ist. Der Wolf müsse ins Bundesjagdgesetz und die Jagdgesetze der Länder aufgenommen werden. Dann sollten regionale Wolfsmanagementpläne mit definierten Obergrenzen entwickelt werden.
Der Wald in Deutschland befinde sich in einer schweren Krise, sagte der bayerische Abgeordnete. Das hänge mit der extremen Dürre oder Trockenheit der vergangenen zwei Jahre zusammen. Sie habe „wahrscheinlich mit dem Klimawandel“ zu tun. (weiterlesen)
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