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Die Serengeti des Nordens

Zwischen mir und dem riesigen Bullen liegen nur knapp 20 Meter. Es bläst ein eisiger Wind aus Osten. Die Temperatur dürfte bei minus 40 Grad liegen. Ich bin viel zu nahe. Der Bulle wird unruhig. Er stapft in meine Richtung und senkt den Kopf, dabei schwingt er seinen massigen Schädel von links nach rechts. Eine Warnung: Ziehe dich zurück, oder ich greife an. Langsam bewege ich mich weg von dem Tier, immer in Blickkontakt. Ich bin ein Idiot, schießt es mir durch den Kopf, ich fotografiere seit 20 Jahren wilde Tiere und mache immer noch denselben Fehler. Michio Hoshino, der berühmte japanische Fotograf, der sich auf die Tierwelt Alaskas spezialisiert hat und auf so tragische Weise 1996 in Kamtschatka ums Leben kam, gab eine ganz eigene Empfehlung für gelungene Aufnahmen wilder Tiere: Man solle ihnen Freiraum geben und sie auf sich zukommen lassen, denn nur dann könne man wirklich gute Bilder schießen und »die Seele der Tiere einfangen«. Wie Recht er doch hat. Also Rückzug.   (weiterlesen)

Tundra